Königsberg am Ende

Königsberg am Ende

Mandel-OP gelungen

Erneut Klöpse des Grauens. In vielen Kantinen das Urgericht dank seit Jahrzehnten unverändert bequem zugekaufter Convenience-Klöpse, ergänzt um eine verschwitzte Mehl-Schwitze, verziert mit verkochtem Reis und getötet mit Unmengen von Salz. Trostlosigkeit, wohin das Auge blickt. Kein Wunder, dass die ursprüngliche namensgebende Stadt heute anders firmiert.
Kapern treiben wie verlorene Schiffsbrüchige einsam durch ein Meer aus Fett-Sedimenten in tristem Grau, das an den Rändern ausdünnt in eine milchige Suppe verdichteter Chemtrails. Schamhaft versteckt sich ein mit achtlosen Spritzern Maggie aufgewertetes Häufchen Reis hinter dem namensgebenden Bollwerk, welches mit dem Charme einer Koralle im Ölteppich vor mir liegt: vollgesogen, schwer, kraftlos, kaputt. Zäh greift die Konsistenz des Suds nach der Gabel, um diese auf ewig an den Teller binden zu wollen. Mit leicht knacksenden Handgelenken ziehe ich das Besteck heraus und beginne zu Essen, dem Schicksal aller Arbeitnehmer verpflichtet: Jede Handlung als eine Aufgabe, die erledigt werden muss.

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