Kindermund tut Wahrheit kund

Letzte Woche hatte ich so einen Sammeltermin. Alle drei Jungs (7, 5 und 2,5 Jahre) in einem Aufwasch vorstellig bei unserer Zahnärztin. So eine Praxis erfährt schon einen Praxistest, wenn wir in Sollstärke auftauchen.

Ein Segen, dass die Ärztin Mutter eines befreundeten Kindergartenkindes ist. Hut ab, pädagogisch geschult ist sie auch: Der Bohrer ist ein Minibagger, die Munddusche ein Gartenschlauch, etc. Mehr ihrer Sorte, und es wären vielleicht nicht so viele meiner Generation traumatisierte Zahnarztverweigerer noch im Erwachsenenalter.

Sogar unser Schlusslicht mit seinen knirpsigen zweieinhalb Jahren macht voller Vorfreude den Mund auf. Wichtiger: Und beißt nicht gleich wieder zu.

Alles schien sich in Wohlgefallen aufzulösen. Bis die Zahnärztin mir diese eine Frage ganz beiläufig stellte: “Aber ihr putzt schon noch bei allen Kindern nach, oder?“ Meine spontane Antwort aus der Kategorie ‘Notlüge‘: “Klar doch!“ Hinter mir der Fünfjährige: “Nee, stimmt nicht.“

Nächste Woche habe ich mir vorgenommen, eine Extra-Unterrichtsstunde für die Kinder vorzubereiten: Thema ‘Familienbande stärken –Solidarität zeigen‘.

erschienen abgeändert in Moskito – das Familienportal für Bonn und die gesamte Region


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