Killzone Shadow Fall

PS4 Killzone-Shadow-Fall-©-2013-Sony,-Guerilla-(9)

Veröffentlicht am 20. Dezember 2013 | von Christoph Stachowetz

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Killzone Shadow Fall

Killzone Shadow Fall Christoph Stachowetz

Wertung

Summary: Ein typischer Killzone-Ableger: Hübsch, aber nicht wirklich herausragend; kompetentes Gameplay, aber ohne große Überraschungen

3

Shooter


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Eine neue Konsole, ein neuer Ableger der Shooter-Reihe Killzone – nur diesmal ohne große Kontroverse im Vorhinein. Killzone Shadow Fall versetzt seine Spieler erneut in den niemals endenden Konflikt mit den düsteren Helghast-Schergen, reichhaltige Actionkost ist also vorprogrammiert.

Das Entwicklerstudio Guerrilla Games hat seit seinem Bestehen ja schon einige Titel in der Serie rund um den verbitterten Kampf gegen die schwer bewaffneten und gepanzerten, mit rot glühenden Augen ausgestatteten Helghast veröffentlicht. Von der Playstation 2 (Killzone) zur PSP (Killzone Liberation), unlängst auch auf der PS Vita (Killzone: Mercenary) bis hin zum aktuellen Titel durfte das bestehende Konzept – cineastisch anmutende Feuergefechte in futuristischen Setting mitsamt zweiter Weltkriegs-Thematiken – für die jeweilige Plattform angepasst werden, inhaltlich bewegen sich die Killzone-Titel jedoch fast durchgehend auf gleichem Niveau. Das soll heißen: Etwas monoton aufgrund des Genres, kaum erinnerungswürdige Charaktere in ebensolchen Handlungsverläufen, hier und da einige von der Konkurrenz abgekupferte Gameplay-Ideen und dezente Parallelen zu längst vergangenen Konflikten zwischen den USA und Nazi-Deutschland. Der ganz große Wurf steht aber immer noch aus, der intendierte Konterpart zu Microsofts Konkurrenzreihe Halo konnte bisher noch nicht gesetzt werden.

Nun erscheint also Killzone Shadow Fall als Starttitel für Sonys Entertainment-Aushängeschild – und muss sich gleich erneut der starken Konkurrenz seitens EA (Battlefield 4) und Activison (Call of Duty: Ghosts) aussetzen. Vorteilhaft erscheint hier zumindest auf den ersten Blick, das der Titel exklusiv für die PS4 erscheint und zudem ein reines Next-Generation Produkt darstellt – sich also nicht der vorauseilenden Kritik auszusetzen hat, das es sich hier lediglich um ein grafisches Update einer bereits für die letzte Konsolengeneration erschienenen Spielversion handelt.

Schon von Beginn an wird hier allerdings wie gewohnt vor allem in optischen Belangen nicht gekleckert, sondern geklotzt: Detailreiche Vistas, Lens-Flares wohin sich der Blick der Kamera auch bewegt, Staub- und Schmutz-Effektspielereien die das Auge geradezu verwöhnen sowie stimmiges Design der Gegnerschaaren, das begeistert. Auch die Story vermag Anfangs noch zu verblüffen, wenn auch nicht mit durchgehend nachvollziehbarer Logik: 30 Jahre nach einer verheerenden Attacke der ISA-Truppen auf den Planeten der Helghast versetzt Killzone Shadow Fall den Spieler in ein Szenario, in dem die überlebenden Helghast auf dem Heimatplaneten ihrer Peiniger, Vekta, Zuflucht geboten wurde.

Da das Zusammenleben der einstigen Todfeinde ohne Konflikte einen eher öden Hintergrund für einen Ego-Shooter ergeben würde, wurde die Rivalität mit einer Ost-West-Deutschland Problematik angereichert, die sich vor allem in der gigantischen Grenzmauer, die quer durch die Hauptstadt – Vekta City – verläuft, abzeichnet. Utopisch, futuristisch und fortschrittlich auf der einen Seite; düster, bedrückend und durchgehend diktatorisch sowie hoffnungslos auf der Gegenüberliegenden. Inmitten eines aufkommenden Konfliktes übernimmt der Spieler nun die Rolle eines Elite-Soldaten, der auf beiden Gebieten einer Konspiration mit allen verfügbaren Mitteln auf den Grund gehen soll.

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Dabei stehen nun einige nützliche neue Utensilien zur Verfügung: Neben einem Echo-Lotungssystem, das Gegner auf den teils riesigen Schlachtfelder bzw. Levelabschnitten für einige Zeit sichtbar macht, ist vor allem der kleine, fliegende Droide (genannt OWL) eine willkommene Gameplay-Bereicherung. Das OWL ist nämlich nicht nur auf Befehl bzw. per PS4-Touchpad als kleine Angriffsdrohne einsetzbar, sondern vermag auch mittels Elektroschocker Widersacher kurzzeitig zu paralysieren, als Seilzug-Verbindungsstück zu dienen oder diverse Gerätschaften zu hacken – ohne das der Spieler etwa den sicheren Schutz der Deckung verlassen muss. Abseits jener Neuerungen wird gewohnte Kost geboten: Zwei tragbare Waffentypen; ab- und an Stealth- oder Fahrzeugmissionen; gelegentlich eine Flucht durch einstürzende Gebäude; Gegner-Intelligenz auf mittelmäßigem Niveau in der Einzelspieler-Kampagne und viel handlungstechnische Schwarz-Weiß-Malerei – das Standardrepertoire heutiger First-Person-Shooter, nicht mehr, nicht weniger.

Etwas mehr Abwechslung bietet natürlich der Online-Multiplayer, wenn auch nicht in Sachen Ideenreichtum bei den Spielmodi: Von Deathmatch zu Capture the Flag bis hin zu Free for All sind die üblichen Verdächtigen beinhaltet, der Warzone-Mode mit seinen wechselnden Aufgabensetzungen (nun auch selbst definierbar) ist zwar schon seit Killzone 2 fest in der Serie integriert, macht aber immer noch Spaß.

So kommt man nicht um den Schluss herum, das Killzone Shadow Fall weniger Innovation als vielmehr eine Fingerübung für die Entwickler darstellt: Schönes Blendwerk auf funktionalem Gameplay-Nährboden mit einigen wenigen interessanten Momenten in Sachen (Level-)Design, das versucht, das Gefühl des generischen Shooter-Einheitsbreis abzuschütteln. Der Erfolg dabei ist jedoch mäßig.

Plattform: PS4 (Version getestet), Spieler: 1, 4-24 online, Altersfreigabe (PEGI): 18, Release: 29.11.2013,
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Tags:3 von 5FPSGuerilla GamesKillzonePS4PS4-ExklusivShooterSony


Über den Autor

Killzone Shadow Fall

Christoph Stachowetz Aufgabenbereich selbst definiert als: Chief of Operations. Findet “Niemand ist so uninteressant wie ein Mensch ohne Interesse” (Browne) interessant.



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