Killing Floor 2: Der Testbericht zum First-Person-Shooter

Killing Floor 2: Der Testbericht zum First-Person-Shooter

Durch einen Mod von Unreal Tournament 2004 im Jahr 2005 trat der erste Teil der Spielereihe Killing Floor ins Leben. Inzwischen gibt es den Nachfolger, der sich momentan im Early Access befindet. Der zweite Teil von Killing Floor verspricht mehr Action, mehr Blut, mehr Mutanten, mehr Kugel, mehr Killing Floor.

Geschichte

Alles hat mit einer Mod angefangen. Für den Action-Shooter Unreal Tournament 2004 wurde eine Mod entwickelt, die Spieler gegen mehrere Wellen von Gegnern antreten lässt. Die Mod wurde damals von Shatterline Productions entwickelt. Später bediente sich der Entwickler Tripwire Interactive an diesem Konzept und stellte eine Standalone Fassung für den Retail zusammen, die am 14. Mai 2009 auch auf Steam erschien. Da sich schon die Mod großer Beliebtheit erfreute, konnte Killing Floor mit überdurchschnittlich guten Kritiken rechnen. Mit der Unreal Engine 3 hat man sich dann an einen Nachfolger gesetzt und am 21. April 2015 war Killing Floor 2 im Steam Shop im Early Access zu kaufen. Bisher ist Killing Floor 2 nur für den PC und Playstation 4 erhältlich.

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Konzept

Das Konzept von KF2 ist sehr schnell erklärt und recht simpel. Eine Gruppe von Spielern muss auf einer Karte gegen mehrere Wellen von Zombieähnlichen Mutanten kämpfen und überleben. Dabei werden die Gegner mit jeder Welle stärker und zahlreicher. Neue Arten von Monstern betreten das Schlachtfeld und am Ende jedes Spiels gesellt sich ein Endgegner dazu, den es mit viel Teamwork zu erledigen gilt. Zwischen den Runden können Spieler Munition, Upgrades und neue Waffen von ihrem Geld kaufen, dass sie durch das Töten der Monster erhalten.

Modi und Klassen

Es gibt aktuell nur den Modus „Überleben“ auf acht Karten. Dazu kann man die Länge des Spiels einstellen, die die Anzahl der Wellen definiert. Kurze Spiele werden mit vier Wellen versehen. Mittellange Spiele durch sieben Wellen und die längste Variante konfrontiert den Spieler mit zehn Wellen, wobei überall noch eine zusätzliche Runde für den Endboss dazu gerechnet werden muss. Auch die Schwierigkeit lässt sich in vier Einstellungen anpassen. Neben „Normal“ und „Schwer“ gibt es auch „Selbstmörderisch“ und „Hölle auf Erden“. Maximal sechs Spieler können sich als Gruppe gegen die einfallenden Mutanten verteidigen. Jeder Spieler kann einen aus insgesamt sieben Charakteren wählen und sie geringfügig verändern. Zudem besitzt jeder Spieler ein Inventar, wo spezielle Skins für Waffen gelagert werden können, die man im Spielverlauf entdecken kann.

Mit sieben Klassen könnt ihr euch gegen die einfallenden Horden verteidigen. Jede Klasse hat dabei eine Primärwaffe und eine Sekundärwaffe, welche anfangs für jeden aus einer 9-mm-Pistole besteht. Hinzu kommt noch eine Nahkampfwaffe und ein Granatenslot.
Die Klasse Berserker ist lieber mitten im Getümmel und richtet ebenso viel Schaden aus, wie er einstecken kann. Der Kommando teilt da eher aus einiger Entfernung großen Schaden mit Sturmgewehren aus. Der Unterstützer hilft aus nächster Nähe mit schweren Schrotgewehren, die aus nächster Nähe extrem hohen Schaden verursachen. Um das Überleben der Gruppe kümmert sich der Feldsanitäter, der mit seinen Angriffen Gegnern schadet und Verbündete heilen kann. Mit brachialer Gewalt kommt man mit dem Zerstörer am weitesten. Für ihn gehören Explosionen zum Tagesgeschäft. Den größten Flächenschaden macht der Feuerteufel, der ganze Areale in Brand stecken kann. Für präzise Schüsse ist der Revolverheld am besten geeignet. Der Hobbypistolero feuert ganze Salven in die Massen. Jede Klasse kann Level aufsteigen und nach und nach Upgrades und neue Fähigkeiten freischalten.

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Im Spiel

Nachdem eine Gruppe gebildet worden ist und das Spiel startet, hat jeder nach dem Spawn Zeit genug, die Karte zu erkunden und vorab taktische Punkte zu entdecken und sich zu positionieren. Die Grafik ist hervorragend und auch der Sound verstärkt die bedrohliche Atmosphäre. Wenn alle bereit sind, ertönt ein Signal und die Horden rücken an. Hierbei ist es wichtig, dass alle Spieler zusammen bleiben und ihre Feuerkraft gegen stärkere Feinde mobilisieren. Trennt sich die Gruppe, bedeutet dies schon so gut wie den Tod aller Spieler. Die KI ist zwar noch etwas langsam und macht grobe Fehler, jedoch können die Mutanten sehr wohl schwächere Spieler ausfindig machen und gezielt angreifen. Nach ein paar Runden ist der Boden bereits mit Blut getränkt und überall sieht man die Spuren des Kampfes, was einfach nur fantastisch aussieht. Gegner lösen sich zwar nach einiger Zeit auf, jedoch bleiben Blutspuren, Einschusslöcher und Kampfspuren erhalten, was einen zusätzlich fesselt. Eines der besten Features ist der Slowmotion Effekt. Dieser tritt immer mal wieder sporadisch auf und kann nicht manuelle ausgelöst werden. Je mehr Spieler in einer Gruppe sind, desto öfter setzt der Effekt ein. Die Szenerie wird schwarz-weiß und stark verlangsamt. In solchen Momenten kommen die Spieler voll und ganz auf ihre Kosten, wenn Gegner auf die Gruppe zu rennen oder springen und alles in Zeitlupe geschieht. Man erkennt jede Kugel und kann haargenau den Schaden erkennen, der an Gegnern angerichtet wird. Beispielsweise mit einem Schrotgewehr aus nicht mal einem halben Meter Entfernung eine ganze Ladung in die Menge zu pumpen, sieht nicht nur großartig aus, sondern lässt einen immer wieder staunen, wie genau der Schaden angezeigt wird und wie Köpfe, Gliedmaßen oder Hautfetzen durch die Luft fliegen.

Diese Faktoren verleihen dem Spiel trotz einfachen Prinzips einen Spielspaß, den wir so nicht erwartet hätten. Lediglich die Stärke des Endgegners ist manchmal so gewaltig, dass unser Weg oft hier zu Ende ist und wir den Boss nicht überwinden können. Zu einfach wäre allerdings auch zu langweilig.

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Fazit

Wir müssen zugeben, dass uns das anfängliche Spielprinzip nicht zugesagt hatte und wir sehr kritisch an die Sache herangegangen sind. Aber nach kürzester Zeit waren alle Vorurteile wie weggewischt und wir konnten mehrere Stunden viel Spaß an diesem Spiel haben. Seit knapp einem Jahr befindet sich Killing Floor 2 schon im Early Access und wir hoffen sehr, dass sich der Preis von 26,99€ bezahlt macht und die Entwickler weiter an dem Titel arbeiten. Wir würden es uns wünschen.

gold

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David on sabyoutubeDavid on sabtwitterDavid on sabinstagramDavid on sabfacebookDavidDavidRedakteurleiter Gaming News bei lets-plays.deSeit August 2014 als Redakteur dabei!
Fauler Sack, leidenschaftlicher Zocker und Youtuber.
Lieblingsspiele die mich seit meiner Kindheit geprägt haben:
Gothic, Stronghold, Rollercoaster Tycoon, Alarmstufe Rot 2
Ich mag kein Battlefield und CoD... Grafik 20out of 5 Sound 16out of 5 Gameplay 16out of 5

Overview

Eine excellente Grafik aber ein sehr schwieriges Spiel. Dennoch ist dieses Spiel Gold wert, weil hier mit wenig sehr viel gemacht worden ist. Wir sind gespannt auf weitere Inhalte.

4.33

4.33 out of 5 Good


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