Keiner mag Juden oder Palästinenser, deshalb sollten sie lernen einander zu mögen

Keiner mag Juden oder Palästinenser, deshalb sollten sie lernen einander zu mögen

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GTL | 3.8.2014 | Kommentare (0)

 

Keiner mag Juden oder Palästinenser, deshalb sollten sie lernen einander zu mögen

Dass niemand die Juden mag, beweist die europäische Geschichte seit Jahrhunderten mit schrecklicher Deutlichkeit.
Vielleicht käme der Nahe Osten einer Lösung näher, wenn auch die Palästinenser, also jene überwiegend arabisch sprechenden Menschen, die in ehemaligen britischen Mandatsgebiet Palästina wohnen, erkennen würden, dass auch sie von niemanden gemocht werden.
Sicher nicht von ihren "muslimischen Brüdern", die sie stets nur in diesem Ausmaß bewaffnen, dass sie Israel zwar angreifen aber nicht wirklich gefährden können. Politisch ist es viel vorteilhafter die Palästinenser in Geiselhaft zu wissen, als sie zum Beispiel innerhalb den eigenen Landesgrenzen aufzunehmen (Jordanien ist hier noch eine relativ löbliche Ausnahme).
Sicher nicht von ihren "christlichen Brüdern" (ca 20% sind Angehörige der orthodoxen Kirche), deren berechtigt schlechtes Gewissen den Juden gegenüber sie an einer eindeutigen Positionierung hindert. Die Zahl der palästinensischen Flüchtlinge ist relativ gering. 
Sicher nicht von denen, denen die Schatten des Konflikts gute Geschäfte machen.

Mich erinnert das an eine Nacht, die ich in einem Kibutz an der israelisch-libanesischen Grenze verbrachte. Die Bewohner, die sehr überrascht waren, als ich abends an ihrem stacheldrahtbewehrten Eingangstor stand und Einlass verlangte, erzählten mir von den Granaten, die immer wieder bis in ihren Gemüsegarten flogen. Sie vermieteten den frei stehenden Bungalow eigentlich nicht an Ausländer (ich habe mich auf der Suche nach einem Nachtquartier einfach verfahren), machten aber eine Ausnahme. Es handelte sich um jüdische Einwanderer aus Osteuropa, überwiegend Russland, die von der israelischen Regierung hier an der zu diesem Zeitpunkt sehr unruhigen Grenze angesiedelt wurde. Sie hatten trotz dieser "Siedlungspolitik" nicht das Gefühl Kanonenfutter in diesem Konflikt zu sein, schließlich befand sich gleich nebenan eine Kaserne der israelischen Armee, die sie ja beschützte.

Daran muss ich denken, wenn sich jetzt viele Palästinenser offenbar von der Hamas eher beschüzt als als Kanonenfutter missbraucht fühlen.

Es fiel mir bei meiner Reise durch Israel oft schwer zu entscheiden, wer Jude und wer Palästinenser war. Abgesehen von der unterschiedlichen ökonomischer und militärischer Macht, die zu disproportionalen Opferzahlen führen,scheinen mir auch die Probleme beider Gruppen viel ähnlicher, als die "politischen Führer"  auf beiden Seiten zugeben.


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