Kein Regencape und Cocatee

Kein Regencape und Cocatee
Was ist das denn? Steine im Regen und nasse Touristen... hier in der Inka-Festung von Ollantaytambo im Valle Sagrado nördlich von Cuzco. Will sofort in die Karibik, wo es warm und trocken ist - das hier entspricht nicht meinen Abmachungen. Habe ich diese Reise doch extra im hiesigen Winter angetreten, der für das Hochland als offizielle Trockenzeit gilt. Deswegen habe ich auch kein so schönes Regencape dabei wie die Japaner (?) auf dem Foto, weder für mich noch für meinen Fotorucksack!Da hilft nur ein Dach aufsuchen und zum Beispiel: Coca-Tee trinken.
Kein Regencape und Cocatee
So sieht also das hier allgegenwärtige Getränk aus, wenn die Cocablätter nicht im schnöden Teebeutel serviert werden. Traditionell hilft der Tee gegen und für alles, nachgewiesenermaßen vor allem bei der Höhenanpassung. "Mate de Coca" steht in Thermoskannen in Hotels und Hostals bereit, fliegende Händlerinnen bieten ihn im Plastikbecher entlang der besagten Warteschlange morgens in Machu Picchu an. Er fehlt auf keiner Speisekarte.  Das Cocablatt war schon den Inkas heilig und wird noch heute bei Zeremonien zu Ehren von Pachamama, Mutter Erde, eingesetzt. In Cuzco gibt es ein Coca-Museum, das die immense Bedeutung des Strauches für die andine Kultur aufzeigt und den Missbrauch der Pflanze zur Kokaingewinnung nicht auslässt. Den Tee finde ich ausgesprochen lecker, schmeckt nach Kräutern. 
Kein Regencape und Cocatee
Das würde auch helfen bei dem Wetter: eines meiner beiden nicht mehr zu übertreffenden Hotelzimmer auf dieser Reise. Eine Presseermäßigung machte es möglich, dass ich drei Tage lang vom Bett des "Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel" aus in den Nebelwald von Aguas Calientes blicken konnte und die Kolibris beobachten. Das heißt natürlich lag ich nicht durchgehend in dem Bett, obwohl das auch schön gewesen wäre. Ich bin ja aber wie berichtet in dem Weltwunder umhergestiefelt. Von dem offenen Kamin, auf dem Foto nicht zu sehen, habe ich täglichen Gebrauch gemacht. Von dem Luxusquartier ging es dann am nächsten Ort in eine Art tiefgekühlte Einzelzelle... Man wohnt sich ja ganz nett herum auf so einer Reise, und die verschiedenen Zimmer erzählen ihre ganz eigene Geschichte. Und jetzt zeige ich noch, wie das zweite unübertroffene Hotelzimmer, beziehungsweise das Bad desselben, aussah. Das war im Inkaterra-Hotel "La Casona" in Cuzco.  
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