Kein Fußball den Faschisten

Kein Fußball den FaschistenDas wurde aber auch langsam Zeit! Seit Monaten schon forderten engagierte Sportanhänger vom DFB ein klares Bekenntnis zur richtigen Politik im Fußball - jetzt endlich hat der Deutsche Fußball-Bund reagiert und den Verein Roter Stern Leipzig wegen seines Einsatzes gegen beinahe jede Diskriminierung mit dem zweiten Platz des Julius-Hirsch-Preises geehrt. Eine Jury unter Vorsitz des ehemaligen RAF-Verteidigers und späteren Bundesinnenministers Otto Schily, der zuletzt nicht mehr für den Bundestag kandidiert hatte, um seine Nebeneinkünfte nicht offenlegen zu müssen, entschied über die Preisträger.
Der hatte zuletzt im April diesen Jahres mit beispielhaften Aktionen gegen Rechtsextreme und -Radikale Schlagzeilen gemacht. Beim Bezirksklassespiel der bunten Truppe mit dem roten Sowjetstern im Wappen in Mügeln versuchten die gegen jede Diskriminierung eingeschworenen Leipziger Fans nach Polizeiinformationen versucht haben, das Stadion durch den Eingang zu betreten, der den rechtsextremen Anhängern der Heimmannschaft zugewiesen war. Als ihnen das mit Hinweis auf ihre komplementäre politische Ausrichtung verwehrt wurde, skandierten die zuvor in einer handfesten Auseinandersetzung mit rechten Hooligans in Brandis unterlegenen Roter Stern-Anhänger "Rache für Brandis" auf. Ein zufällig anwesender Anhänger des SV Mügeln wurde durch einen Leipziger Fan schwer verletzt, um jeglicher weiterer Diskriminierung durch ihn ein Ende zu bereiten.
Auch nach Spielbeginn duellierten sich die beiden links- und rechtsextremen "Fanlager" engagiert weiter. Der Anhang von Roter Stern rief engagiert "Nazis, Nazis" in Richtung der Mügelner Zuschauer,die revanchierten sich mit "Linke raus". Durch Polizeikräfte wurde daraufhin ein Block der rechtsradikalen Heimfans geräumt. Später zeigten die Fans des Roten Stern in Folge der Strategie "Hinschauen, nicht zugucken" hochengagiert das Zeigen des Hiltlergrußes eines Hitlergrußes bei den Mügeln-Fans an. Als die Polizei dazu Personalien von Zeugen bei RSL-Anhängern feststellen wollte, wehrten sich die Fans des antirassistischen Vereins jedoch ebenso engagiert: Um die Polizei an weiterer grundloser Verfolgung, Diskriminierung und Unterdrückung zu hindern, wurde sie von den Gästefans angegriffen.
Die Ordnungsmacht hielt ebenso engagiert dagegen, während der Auseinandersetzung im Zeichen des Kampfes gegen rechts (Angela Merkel) stürmten Fans des Roten Stern das Spielfeld und der Schiedsrichter brach das Spiel ab, erst nach 25 Minuten Unterbrechung ging es weiter. Jedoch nicht für lange: Nachdem die "verbalen Auseinandersetzungen zwischen beiden Fanlagern" (Polizei) sich mit "zunehmend diskriminierenden Sprüchen" fortsetzten und "Ermahnungen der Ordnungskräfte" unbeachtet blieben, beendete der Schiri das Spiel in der 80. Minute wegen "rassistischer Gesänge aus dem Bereich der Mügelner Fans". Da seit dem Ereignis erst drei Monate vergangen sind, laufen die Ermittlungen zum Tathergang weiter engagiert.
Roter Stern Leipzig hat indessen klar gemacht, dass er Aussagen wie die des sächsischen Innenministers Markus Ulbig, „dass der Fußball von rechten und linken gewaltbereiten Extremisten benutzt wird“ nicht akzeptieren werde. Der DFB mit seinem seit Jahrzehnten gegen beinahe jede Form von Missbrauch kämpfenden Präsidenten Theo Zwanziger hat sich nun glücklicherweise endlich entschlossen und engagiert hinter die Auffassung der Kicker mit dem Roten Stern gestellt, dass linke Schläge längst nicht so weh tun wie rechte. Sollte die Polizei bei ihren Ermittlungen am Ende wider Erwarten doch noch einen Täter aus dem falschen Lager präsentieren, zeigt das Beispiel der engagierten Rebecca aus Mittweida, dass sich jeder Preis auch unbürokratisch und ohne jede Öffentlichkeitswirksamkeit wieder aberkennen lässt.


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