Katzenfutter und Fugenmörtel

Mein Nachbar heisst Klaus und ist Plättlileger; Fliesenleger sagen die Auswärtigen dazu. Neulich hat er mir eine nette Geschichte erzählt: Klaus und sein Mitarbeiter plättelten irgendwo einen Boden. Mittagspause machten sie dann gleich auf Baustelle und Klaus wollte seinem Mitarbeiter einen kleinen Streich spielen. Er reichte ihm eine Dose Katzenfutter, natürlich ohne Etikett. Das Zeug sieht ja aus wie Fleischkäse; Leberkäs sagen manche auch dazu. Wie dem auch sei, sein Mitarbeiter ass munter vom Fleischkäse-Katzenfutter. Und sagte nichts. Klaus platzte fast vor Neugier. Und innerlich schüttelte ihn der Ekel.
«Mhhhm – schmeckt nicht schlecht», meinte der Mitarbeiter auf seine Nachfrage hin. Für den Klaus war das nun zuviel; der Ekel gewann die Oberhand. Vulkanartig sprudelte es aus ihm heraus. In einem beachtenswerten Bogen kotzte er sein Mittagsessen in die Baustelle. Genauer gesagt, auf den nagelneuen, aber noch nicht verfugten Plattenboden.
Den Nachmittag verbrachten die beiden dann damit, die ganze Bescherung aus den Plattenfugen zu schaben. Meter um Meter. Mit einem Streichholz und einem Schwamm.
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