Katholische Kirche: Den Missbrauchsopfern soll eine angemessene Entschädigung vorenthalten werden

Wer Gelegenheit hatte, die Hörfunk-Sendung bei WDR5 zu verfolgen, die sich mit der Entschädigung der Missbrauchsopfer befasste, der dürfte an und für sich von einer Überraschung in die andere fallen.

Da wurde auf einmal offen zugegeben und diskutiert, dass es ja anscheinend nicht die Katholische Kirche ist, der man die SCHULD zuweisen können, sondern es wären ja EINZELTÄTER gewesen.

Nur so nebenbei wurde erläutert, ohne tiefer auf die Schuld der INSTITUTION einzugehen, dass auch die Katholische Kirche direkt haftbar sei, wenn sie beispielsweise Kenntnis von den Vorgängen hatte und z.B. Priester versetzt hatte.

Hier wird einmal mehr offenkundig, wie interessengeleitet man die Opfer einmal mehr missbrauchen will. Jetzt ist es das Geld, das ihnen vorenthalten werden soll. Im KUNDUZ-FALL hatten wir bereits ein Beispiel für perfides Regierungsverhalten, das den Opfern, den ihnen zugefügten Verletzungen nicht GERECHT wird. Da wurde z.B. ein Mann mit läppischen 5000 Euro entschädigt; ihm fehlt ein Arm und die notwendigen Operationen sind noch lange nicht abgeschlossen und das Geld ist längst für medizinische Leistungen verbraucht worden. Das ist die bittere Realität bei solchen nicht geahndeten Verbrechen.

Ähnlich soll jetzt mit den Opfern der KIRCHEN umgegangen werden. Da beeilte sich der EXPERTE (?) sogleich hervorzuheben, dass ja der Missbrauch weitaus umfänglicher in den FAMILIEN stattfindet, nicht in den KIRCHEN.

Wer diese “richtige” Darstellung bei Beginn der Debatte vorbrachte, dem wurde sogleich “Verniedlichung” vorgeworfen. Jetzt, wenn es um das Geld geht, werden die zuvor verpönten “Wahrheiten” hervorgeholt.

In Wirklichkeit geht es darum, die Katholische Kirche vor angemessenen Entschädigungen zu bewahren. Richtig wäre es, die Opfer pauschal mit mindestens 10.000 Euro zu entschädigen, sofern nicht ein höherer Schaden nachgewiesen wird, der dann einer unabhängigen Expertenkommission vorgelegt wird.

Es muss endlich mit der Lügengeschichte seitens der Medien aufgehört werden, dass die Katholische Kirche nicht in jedem Fall haftbar sei.

Richtig ist vielmehr, dass die Katholische Kirche von Anfang an den bekanntgewordenen Missbrauch (Prügel und/oder sexuelle Übergriffe) kannte und systematisch unterdrückt hatte. Dazu gehört auch das SCHWEIGEN zu den Übergriffen, auch gegenüber den Eltern, und die Weigerung, das bekannte Thema in die Öffentlichkeit zu bringen und nach Lösungen zu suchen, damit die Übergriffe gerichtsbekannt werden.

Alleine die zuvor skizzierte Schuld der Institution Katholische Kirche kann nicht bestritten werden; deshalb ist sie nicht nur für einzelne in der Hierarchie bekanntgewordene Straftaten in die Entschädigungs-Haftung zu nehmen. Jeder Versuch, die Haftung auf nachweisbare Einzelfälle zu beschränken, bei denen die Kirchen-Hierarchie versagt hatte, wäre nur eine Ablenkung aus Geldgründen.

Es ist WDR5 vorzuwerfen, dass man diese klar gegebene Haftung der Katholischen Kirche jetzt verwässern will, zum Schaden der Betroffenen. Die JOURNAILLE wird sich immer auf die Seite des GELDES stellen und berechtigte Ansprüche von Opfern in Zweifel ziehen oder kleinreden. Auch im Fall KUNDUZ gab es keine Proteste über die Höhe der Entschädigung.

Aber der aufmerksame Bürger, der sich nicht von der MEINUNGSMACHE der Medien beeindrucken lässt, wird wissen dass es auch darum geht, berechtigte Ansprüche der OPFER einmal mehr zurückzudrängen. Da mag es manche geben die daran denken, dass die Höhe der Entschädigungen auch einmal die JOURNAILLE selbst treffen kann, wenn es um LÜGENGESCHICHTEN und Entschädigungen der Opfer geht. Bei GELD hört eben der Spaß auf; da wird dann über mehrere Ecken gedacht. Und die OPFER sollen im Zeitalter der Gier und der Abzockerei bescheiden sein.

Die Tendenz in Politik und MEDIEN ist jedenfalls unübersehbar, die Opfer bezogen auf Geld in die Bescheidenheit einzuüben. Ob das gelingt, ist eine andere Frage. Da sollten sich die Opfer mutige und durchsetzungsfähige Anwälte suchen, die sich von solch einer (Medien)Politik nicht beeindrucken lassen.



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