Kann man eigentlich unverpackt einkaufen?

Eine interessante Frage. Berichteten doch vor einiger Zeit diverse Medien über diese aus BERLIN kommende Idee. Da es nun aber recht ruhig darum wurde, sei uns nachgesehen, wenn wir uns hier dazu einige Gedanken machen.
Mutter Natur wird ihren sehr guten Grund gehabt haben, dass sie vor Millionen von Jahren Pflanzen und Tiere in die Wiege legte, nichts unverpackt zu transportieren. Der Samen einer märkischen Kiefer steckt damals wie heute in einer sehr sicheren Verpackung, die sich Tannnzapfen nennt. Auch befindet sich das Küken bis es selbstständig atmen kann in einer Verpackung namens Ei.
Wer nun aber im Jahre 2015 darüber nachdenkt, was auch immer unverpackt verkaufen zu wollen, der hat dieses Thema nicht zu Ende gedacht. Lagert er oder sie das Problem doch nur an den Verbraucher aus. Wo ist bitte der Unterschied, ob ich im Laden einen Beutel mitnehme oder den Beutel von zu Hause mitbringe? Beutel bleibt nämlich einfach Beutel!
Viel wichtiger ist es sich darüber Gedanken zu machen, welche Verpackung ich nutze und da ist Tatsache wirklich hinreichend genug Handlungsbedarf. Natürlich ist die Plastetüte alles andere als unserer Umwelt dienlich. Ergo wäre es eine tolle Geschäftsidee wie einst in Ost und West üblich Einkaufsnetze aus Garn zu nähen und an den Mann bzw. die Frau zu bringen.
So ein Einkaufsnetz passt Tatsache in jede Hosentasche und ist bei Bedarf schnell bei der Hand. Noch Ende der 1980er war dies in weiten Teilen Europas der Standard beim einkaufen schlechthin. Wenn man demzufolge nun also das Pferd nicht vom Schwanze her aufzäumt, dann ist eine gute langlebige Verpackung durch nichts zu toppen.
Kann man eigentlich unverpackt einkaufen?Nehmen wir bspw. einen Rucksack oder die beliebte Totte aus Rentierleder. Da wird natürlich der eine oder andere sagen, ganz schön teuer das Teil, was ja auch stimmt.
Aber so ein Rucksack oder eine Totte aus Rentierleder ist Umweltschutz pur und wirklich sehr sehr nachhaltig!
Rentiere leben bekanntlich das ganze Jahr in freier Wildbahn und eben nicht in Massentierhaltung. Da die Sámi noch nie auf die Idee kamen, Rentierleder mittels chemischer Zusatzstoffe zu gerben, ist ein Stück Rentierleder Natur pur!
Da nun aber so ein Rucksack oder die Tott aus Rentierleder mehrere Jahrzehnte lang halten, ergibt sich eine interessante Rechnung:
Nehmen wir einmal an, so ein Rucksack kostet über den Daumen 200 Euro, dann sind das bei zehn Jahren Nutzungszeit gerade einmal 20 Euro pro Jahr bzw. gerade einmal pro Tag nur sage und schreibe 0,054 Cent. Was kostet bitte die Plastiktüte im Supermarkt Ihrer Wahl?

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