Kann man auf den neuen gesetzlichen Mindestlohn verzichten?

Der nun eingeführte gesetzliche Mindestlohn betrifft wohl zwischen 3,5 bis 4 Millionen Arbeitnehmer. Für viele Arbeitgeber ist dies ein tiefer Einschnitt in ihre bisherige wirtschaftliche Tätigkeit. Von daher gibt es nicht wenige Arbeitgeber, die nach „Vermeidungsstrategien“ in Bezug auf die Zahlung des Mindeslohnes suchen.

Verzicht auf den Mindestlohn

Man könnte hier an einen Verzicht auf den Mindestlohn denken, allerdings hat auch der Gesetzgeber an eine solche Möglichkeit gedacht und diese – bis auf einen speziellen Fall – ausgeschlossen.

Verzicht nur durch gerichtlichen Vergleich

In Mindestlohngesetz heißt es dazu:

§ 3 Unabdingbarkeit des Mindestlohns

Vereinbarungen, die den Anspruch auf Mindestlohn unterschreiten oder seine Geltendmachung beschränken oder ausschließen, sind insoweit unwirksam. Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer kann auf den entstandenen Anspruch nach § 1 Absatz 1 nur durch gerichtlichen Vergleich verzichten; im Übrigen ist ein Verzicht ausgeschlossen. Die Verwirkung des Anspruchs ist ausgeschlossen.

Dies bedeutet, dass ein Verzicht nur durch gerichtichen Vergleich möglich ist. Der Gesetzgeber wollte hier die bisherige „Vergleichspraxis“, die ja auch zu Entlastung der Gericht führt, nicht unangemessen beschränken.

Ein Verzicht in anderer Form, wie z.B. im Arbeitsvertrag oder durch zusätzliche Vereinbarung mit dem Arbeitnehmer ist nicht möglich.

RA A. Martin



wallpaper-1019588
Die richtige Matratze für erholsamen Schlaf
wallpaper-1019588
Warum lösen Musik und Düfte Erinnerungen aus? 🎼
wallpaper-1019588
Blumen zum Trocknen: Diese 9 Sorten eignen sich
wallpaper-1019588
Sensorgrößen erklärt: Dein umfassender Guide für bessere Fotos
wallpaper-1019588
[Comic] Ich bin ein verlorener Engel