K wie Käse

Was im französischen Kulturraum selbstverständlich zum Menu gehört, ist hier noch eher die Ausnahme. Ich meine den Käse in seiner reinsten Form. Hier ein paar Gedanken zum Käsegang, den ich als würdige Alternative oder Ergänzung zum Dessert betrachte. Es gilt die Regel, ein Käse mehr als man Gäste am Tisch hat, das wird dann bei einer Hochzeit etwas schwierig. Dann sollte man auch auf eine ausgewogene Auswahl achten, Frisch-, Weich- und Hartkäse. Geiss, Schaf und Kuhmilchkäse und natürlich etwas blauschimmliges wer es mag. So sollte ein jeder Gast etwas für seinen Geschmack finden, ausser er hat eine lactoseunverträglichkeit. Der Käse sollte nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen, sondern schon Raumtemperatur angenommen haben. Das ist ja beim Wein auch nicht anders. Wenn wir schon beim Wein sind. Ein passender Süsswein sollte nicht fehlen, hier darf es neben Sauternes auch gerne einmal ein late Harvest aus der neuen Welt oder ein Eiswein sein. Port (an old man’s drink) oder ein Cream-Sherry sind auch nicht zu verachten, sollten aber auf die Käse abgestimmt sein.

Wenn wir schon beim Zubehör sind. Zum Käse passen je nach Saison dann frische Trauben, Nüsse (Baumnüsse), frische Birnen. Ich serviere dann auch noch gerne Früchtebrot (statt Weissbrot), das man durch leichtes toasten auch nochmals ein wenig aufwerten kann. Gutes Früchtebrot zu finden ist nicht ganz einfach, alternativ tut es auch ein Nuss oder Feigenbrot. Bei Feigen kommt mir noch Feigensenf in den Sinn, dieser passt auch vorzüglich zu Hartkäse oder ein leichter Honig oder ein braves Mango Chutney. Bei all dem Beigemüse sollte die Hauptsache aber nicht vergessen gehen.

Woher den Käse nehmen?

Als Lokalpatriot empfehle ich als erstes den Marinello im Zürcher Shopville, nicht nur die zentrale Lage, nein, auch die Auswahl ist überzeugend. Eine breite Palette von lokalen Käsespezialitäten wird dargeboten. Zugegeben, das Problem mit grosser Auswahl ist, dass der Käse mit unter etwas liegen bleibt und das „Hörnli“ nicht mehr so frisch daherkommt. Das ist aber ein generelles Problem mit dem Käse, entweder man bestellt den Käse rechtzeitig beim Händler, was eher schwierig ist oder man schaut vor Ort welcher Käse den nun gerade reif ist. Vor allem bei Weich und Rotschmierkäsen ist das sehr wichtig, bei Hartkäsen ist man da ein wenig flexibler.

Die zweite Empfehlung ist der Chäslaube Riesbach. Am Samstag einfach den teuren Autos im Parkverbot folgen, schon ist er gefunden. Hier kaufen die Goldküstenrentner ihren Emmentaler, aber nicht nur die. Das Angebot ist riesig und internationaler ausgerichtet als die erste Empfehlung. Das Personal ist kompetent und freundlich. Hier wird man auch als Laie („Ich hätte gerne einen Käse“) geduldig beraten. Nebst Käse gibt es auch einen guten Zopf und leckeres Zubehör.

Als Dritter Tip, die Grossen Gourmetwarenhäuser. Globus und Jelmoli, haben eine hübsche Käsetheke, hier sollte man aber nicht unbedingt vom Personal erwarten, über die Vorzüge eines Schweizer Reblochons diskutieren zu können. Schliesslich ist das Personal hier nur angestellt. Wunderbar beim Globus sind die marinierten Geissenkäslein.

So nun ist aber genug Käse erzählt bzw. geschrieben.


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