Juwelen Kaganczuk in Berlin.

Juwelen Kaganczuk in Berlin.

Foto: Claire Laude

Im Haus an der Ecke Kurfürstendamm und Fasanenstrasse übernahm Samuel Kaganczuk 1961 ein Juweliergeschäft von einem älteren Ehepaar, an dessen Namen er sich heute nicht mehr erinnern kann. Im Laufe der Jahre machte er daraus ein An- und Verkaufsparadies für alten wertvollen Schmuck und andere Kostbarkeiten. Meist kauft er von Privatkunden und bekommt nicht selten dabei auch die spannende Geschichte eines Erbstücks erzählt. Bei Kaganczuk findet man in voll gefüllten Vitrinen und Auslagen wertvolle Gegenstände aller Art, vom kleinsten Anhänger bis zum großen Silberleuchter.

Samuel M. Kaganczuk stammt aus der heute polnischen Stadt Walbrzych in Niederschlesien. Dort begann sein Berufsleben als Geschäftsführer in einem kleinen Kino. Bei Besuchen von Familienmitgliedern aus der Juwelenbranche entdeckte er fast zufällig seine Liebe zum Schmuck. Diese Leidenschaft konnte er schließlich in seinem Berliner Schmuckparadies ausleben.Das Juweliergeschäft beherbergt seltene Schätze und ist sehr beliebt bei allen, die ausgefallene Schmuckstücke zu besonderen Anlässe suchen. Die Kunden müssen sich allerdings auf ungewöhnliche Öffnungszeiten einstellen, denn Herr Kaganczuk ist immer nur vom Nachmittag bis spät in die Nacht in seinem Geschäft anzutreffen. Dann jedoch bemüht er sich mit viel Geduld in den Tiefen seiner Vitrinen, das richtige Stück zu finden.

Juwelen Kaganczuk in Berlin.

Foto: Claire Laude

Die beiden Töchter werden das väterliche Geschäft später wohl nicht übernehmen. Sie haben sich frühzeitig für eine andere berufliche Laufbahn entschieden.

„An Romy Schneider erinnere ich mich noch genau. Sie war dezent und zurückhaltend, eine sehr nette Person, an so jemanden erinnert man sich gerne. Sie kam mit ihrer Tante und entdeckte in der großen Vitrine eine goldene Erbsenkette. Es war ein seltenes und schönes Stück, etwas ganz Besonderes. Es passte sehr gut zu ihr.“ (Samuel Kaganczuk)

Juwelen & Antikschmuck S.M. Kaganczuk, Kurfürstendamm 216, Berlin-Charlottenburg.

Dieser Beitrag entstammt dem Buch „Berliner Jahrhundertläden“ von Sabine Zimmer (Text) und Claire Laude (Fotos), erschienen im Lehmstedt Verlag.

ISBN 978-3-937146-97-3, 19,90 Euro.


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