Jazzpianist George Shearing gestorben

1952 machte ihn ein einziger Song unsterblich. „Lullaby of Birdland“ wurde ein weltweiter Erfolg und von fast allen großen Jazzinterpreten wie beispielsweise Ella Fitzgerald gecovert.

Der von Geburt an blinde britische Jazzpianist George Shearing, der am 13. August 1919 in London zur Welt kam und nach dem Kriege in die USA auswanderte, widmete den Song dem bekannten New Yorker Jazzclub „Birdland“.

Schon in den sog. „Radio Days“ hatte Shearing seine eigene Show. Unter dem Motto „We Are Hearing George Shearing“ präsentierte er auf seine kultivierte Art Jazzstandards erster Güte.

Eine überaus erfolgreiche Schallplattenreihe nahm der auch gern mal ins Easy Listening Fach überwechselnde Pianist in den 1950er und 1960er Jahren bei dem Label „Capitol Records“ auf. Hier ist vor allem auch seine wunderschöne Einspielung mit der Sängerin Peggy Lee zu nennen.

In den 1970er Jahren spielte er auch Aufnahmen für das von dem Musikmäzen Hans Georg Brunner-Schwer gegründete deutsche MPS-Label ein.

Konzerttourneen führten Shearing um die Welt; hier wurde er vor allem in den 1980er und 1990er Jahren sehr oft von dem amerikanischen Crooner Mel Tormé begleitet.

2007 erhob die englische Königin den Jazzmusiker in den Adelsstand.

Am 15. Februar verstarb Shearing im Alter von 91 Jahren in Manhattan.