Jahrescharts der Redaktion 2014: Musik– Teil 1!

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu und somit wird es mal wieder Zeit für ein Resümee musikalischer Highlights. Das pressplay Musikteam hat wie immer den etwas anderen Jahresrückblick für euch. Natürlich gibt es sie da und dort: die “besten” Alben, Songs, Videos und Flops des Jahres. Da wir in der Redaktion aber viele Köpfe mit vor allem unterschiedlichen Geschmäckern sind, vergeben wir aber andere Awards.

Gänsehaut-Feeling Award

Jack-White-©-XL

Royal Blood haben mit ihrem selbstbetitelten Debüt eine großartige Garagen-Blues-Rock Platte veröffentlicht. The Physical World von Death From Above 1979 zeigt, warum das Duo an noch viel mehr Output in Sachen Alben arbeiten sollte. Alt-J haben mit This Is All Yours (zumindest für uns) eine Jahrhundertplatte veröffentlicht. Brody Dalle zeigt sich auf Diploid Loveexperimentierfreudig und bleibt trotzdem dem Punkrock treu. Auf der Platte herrschen interessante Arrangements vor, die den Ideenreichtum der Musikerin zeigen und vor allem die Gewissheit stärken, dass diese starke Künstlerin etwas zu sagen hat – Man hört ihr dabei auch gerne zu. Jack White hat auf Lazaretto phantastische Melodien mit unglaublichen Arrangements vereint und erneut bewiesen, dass er ein Genie ist und wie ein solches auch Musik macht. All jenen, die Gefallen an dem extravaganten Künstler finden, eröffnet sich eine kreative und vor allem ziemlich beeindruckend-fantastische Klangwelt, aus der man sich so schnell nicht mehr entziehen kann. Herr White zeigt immer wieder aufs Neue, wie schön hausgemachte Musik sein kann.

Live Erlebnis des Jahres

Eddie Vedder

Neben den beiden Wien-Shows von den Beatsteaks haben uns im diesen Jahr noch ein paar andere Künstler begeistert: Dredg und Death From Above 1979 lieferten im verlässlich netten Flex Clubshows der Sonderklasse, vor allem was Schweißbäche bei Bandmitgliedern und Publikum anbelangt. Bei Pearl Jam schafften es die Ton-Techniker tatsächlich, einen annehmbaren Sound in die Stadthallezu zaubern, was zur Folge hatte, dass weder Band noch Fans sich voneinander verabschieden wollten. Queens of the Stone Age sind zwar keine wirkliche Festival-Band, lieferten beim diesjährigen Frequency aber den wohl bislang sexiest Gig ab, den das Festival je gesehen hat. Die Zigarette lässig im Mundwinkel hängend und mit seiner Gitarre lasziv tänzelnd, die Hüfte kreisen lassend, haben QOTSA ein wunderbares Set geliefert, das schlicht weg alles geboten hat, was das Fan-Herz begehrt. Bühnentaumel, Gitarrensoli, Schweiß – Jack White machte bei seinem Konzert im Wiener Gasometer in jeder Phase klar, dass es bei ihm um Leidenschaft, um ehrliches Handwerk, um beidseitige Aufopferung geht. „You don’t know what love is…“, hieß es dabei am Ende. Spätestens da haben es alle kapiert.

Frauenpower par excellence

Brody Dalle

Neben Brody Dalle zählen FKA Twigs, und St.Vincent zu unseren Frauen des Jahres. FKA Twigs brachte auf ihrem Debüt LP 1 eine überschauliche Menge an Einflüssen, aber einen ganzen Koffer voller komischer, unrunder und kreativer Effekte mit. Fast könnte man sagen, sie belebt das Genre Trip Hop nicht nur neu, sondern konvertiert es für das neue Jahrhundert. mischte auf ihrem Album No Mythologies to follow eingängige Beats, mit Elementen des Hip Hop und R’n’B in ihre elektro-poppigen Lieder und ist eine erfrischend neue und vor allem andere Art der Popgeschichte. Annie Erin Clark alias St. Vincent ist dabei der wohl kreativste Kopf unter den Frauen. Ihr Sound begeistert weltweit und auch uns.

Ein bisschen was fürs Auge Award

Beginnend bei Would You Fight For My Love von Jack White, zu Kid Corner, Black and Blue und Feel it von Archive – coole, kreative und rockige Videos gab es in diesem Jahr reichlich. Wir haben aber beschlossen, dass die Indie-Pop Band aus Philadelphia, Crusir, den Award für das fescheste Video verdient haben. Musik- und Filmfans kommen beim Clip zum Song All Over gleichermaßen auf ihre Kosten. Nerdig und gut.

So(u)lokünstler des Jahres Award

Kwabs

Soul hat einen neuen Namen: Kwabs. Der 24jährige Londoner hat im vergangenen Jahr mit seiner unverkennbaren, tiefen und gefühlvollen Stimme mehrfach auf sich aufmerksam gemacht. Die EPs Wrong or Right und Pray for Love, sowie die darauf folgende Single Walk sind mehr als hörenswert und ein Vorgeschmack auf Kwabs 2015 erscheinendes, erstes Album und eine vielversprechende Karriere. Ein Sänger, den man im Auge (und Ohr) behalten sollte.

Gentlemen of the Year Award

Hurra, die Beatsteaks sind zurück! Seit 2011 haben Fans auf ein neues Album der fünf Berliner gewartet, im Sommer war es dann Zeit für den siebenten Longplayer namens Beatsteaks. Mehr als hörenswert mit vielen starken Nummern – allen voran der Ohrwurm Gentleman of the Year (Video ebenso sehenswert – auch in der Remix-Version!). Die zwei restlos ausverkauften, unfassbar grandiosen Wien-Konzerte in guter alter Beatsteaks-Manier, als Tüpfelchen auf dem I, sichern den Herren rund um Frontman Arnim Teutoburg-Weiß unbestritten den Gentlemen of the Year-Award.

Sorry we were busy Award

Royal Blood

Asche auf unsere Häupter, wir haben drei der besten Alben des Jahres nicht verarbeitet. Die Rede ist hier von der neuen Beatsteaks Platte, Royal Blood, Death from Above 1979 und AntemasqueTV on the Radio ist eine dieser Bands, bei denen man sich schon einmal fragen kann: Was, die gibt es immer noch? Die Antwort muss aber unbedingt lauten: Hell yes. Die gibt es noch, nämlich mit einem der besten Alben des heurigen Jahres. Alle Alben haben uns in diesem Jahr begeistert, wurden aber nicht in einer Kritik gewürdigt. Wir entschuldigen uns und geloben Besserung. Viel mehr muss an dieser Stelle eigentlich nicht gesagt werden.

Teil zwei der Jahrescharts aus der Musikredaktion folgt am 27.12.2014!


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