Island - die Gefahr lauert im Kleinen!

Island - die Gefahr lauert im Kleinen!
Liest man Reiseführer oder Reiseberichte über Island, kommen früher oder später Kommentare darüber, was man alles beachten muss, wenn man sich auf dem Land und in der Natur aufhält.
Im ersten Moment können einem dann doch Zweifel kommen, ob Island eine so gute Idee war.
Man könnte ja sterben - mindestens!!!
Island - die Gefahr lauert im Kleinen!
Beispielsweise wird davon abgeraten, wahllos über Lavafelder zu krachseln, da sich in diesen oft metertiefe Hohlräume befinden. Einmal durch die scheinbar massive Steindecke gestürzt, wird man schwer gefunden, wenn das Handy keinen Empfang hat. Ähnliches gilt für helle Bodenstellen. Darunter könnte sich heißes Wasser befinden, welches nur wenige Zentimeter tief darunter durchfließt. Tritt man auf eine solche Stelle, sind Verbrennungen die Folge.
Als wäre das nicht genug, besteht auch die Gefahr, mit seinem Mietwagen in einer Steinwüste in einen Sandsturm zu geraten. Leider decken Versicherungen weder natürliche, noch unnatürliche Sandstrahlbehandlungen ab.
Könnte also teuer werden.
Island - die Gefahr lauert im Kleinen!
Sieht man mal von den Vulkanausbrüchen und Erdbeben ab, kommt die Gefahr auch gerne mal im Kleinen.
Ich würde fast sagen, gut getarnt daher.
Um keinen Umweg laufen zu müssen, Faulheit zahlt sich eben nicht aus, wollte ich einen ca. 1m breiten Bach überqueren. Gummistiefel hatte ich an, der Boden des Baches war vereinzelt mit kleinen Kieseln bedeckt und die Wasserhöhe betrug augenscheinlich etwa 5cm - da konnte es doch losgehen.
Zu den größten Menschen kann ich mich nun nicht zählen und so wollte ich nicht einfach drüber springen, sondern es mir einfach machen und bin relativ mittig aufgetreten. Und getreten....und getreten.... Bis mein rechtes Bein bis zum Knie im Wasser war und sich der halbe Bach und Kies in meinem Stiefel versammelt hatte. Das Gruselige? Ein Ende war noch nicht in Sicht. Glücklicherweise hatte ich auf der anderen Seite noch ein Grasbüschel erwischt und konnte mich daran festhalten, sodass ich nicht tiefer eingesunken bin.
Später habe ich an fast der gleichen Stelle erlebt, wie eine ca. 1,65m große Frau mit beiden Beinen und bis zur Hüfte eingesunken ist. Ich war zu spät, als das ich sie hätte warnen können.
Ähnliches hatte ich vorher nur über Flüsse, die Leute mit Autos durchqueren wollten, gehört. Daher hatte ich Bäche nicht auf dem Schirm.
Also: Auch kleine Bäche meiden!!!!!!! Zumindest rein treten sollte man nicht, auch wenn sie noch so seicht erscheinen.
Und zu guter Letzt ist Island für sein unberechenbares Wetter bekannt. Daher sollte man vor jedem Ausflug den Wetterbericht checken. Mir hat das Wetter nicht nur einmal einen Strich durch die Tagesplanung gemacht.
Island - die Gefahr lauert im Kleinen!
Kaum in Snæfellsnes angekommen, kam bei mir die Euphorie auf, die ich anfänglich ein wenig vermisst hatte. An der Raststätte Vegamót habe ich mich dann dazu entschieden, erst einmal geradeaus weiter zu fahren, anstatt nach rechts in Richtung Stykkishólmur abzubiegen. Natürlich nicht, ohne vorher nochmal den Tank aufzufüllen. Man sollte wohl jede Gelegenheit wahrnehmen, in der man tanken kann, so selten wie man auf Island manchmal Tankstellen sieht.
Mein Plan war, hoch zum Snæfellsjökull zu fahren. Die Sonne schien, ich hatte ein Auto mit Allradantrieb, alles schien perfekt. Bis ich meinem Ziel immer näher kam.
Erst waren es nur kleine Wölkchen, die die Spitze verdeckten, doch je weiter ich fuhr, desto größer und dichter wurden die Wolken. Als ich nur noch rechts abbiegen brauchte, war auch noch Nebel aufgezogen und es regnete. 
Genau! Auf dem obigen Foto verbirgt sich irgendwo der Snæfellsjökull. Hochfahren war also absolut keine Option mehr und so folgte ich der Straße einfach weiter.
 
Island - die Gefahr lauert im Kleinen!
Auch wenn ich den Gletscher schlussendlich nicht zu Gesicht bekommen habe, so hat mich Snæfellsnes in seinen Bann gezogen. Eigentlich war die Zeit, die ich im Nationalpark verbracht habe, auch viel zu kurz, denn ich konnte nur einen Bruchteil von dem sehen, was es zu sehen gibt.
Island - die Gefahr lauert im Kleinen!
Island - die Gefahr lauert im Kleinen!
Nach einer Fahrt von etwa 99 km, kam ich in Ólafsvík an, einer der größeren Städte auf Snæfellsnes.
Auch hier wird der Hang zu spacigen Kirchen, den man schon in Reykjavik mitbekommen hat, deutlich. Mir gefällts!
Island - die Gefahr lauert im Kleinen!
Sollte man nicht in Ólafsvík übernachten oder nicht weiter Richtung Grundafjörður fahren, so kann man für den Rückweg eine Abkürzung nehmen, die sich gewaschen hat. Kurz hinter dem Ortsausgang geht rechts eine Abzweigung ab, die über eine Schotterpiste durch die Berge zurück nach Vegamót führt. Das Zeitersparnis ist enorm. Statt 99km fährt man nun nur noch 56km.
Island - die Gefahr lauert im Kleinen!
Etwas, was ich in Island lieben gelernt habe, ist eindeutig die Weite.
Einfach gucken zu können, ohne das Gebäude oder Bäume einem die Sicht versperren, habe ich als extrem angenehm, vielleicht auch ein bisschen beruhigend, empfunden. Und von den leeren Straßen, brauche ich gar nicht erst anfangen.
So friedlich und ruhig es meistens ist, so aufregend kann es durch die Naturgewalten manchmal werden. Wenn man aber die oben genannten Tipps beachtet und auch immer genug Verpflegung dabei hat, sollte es keine Probleme geben.
Island - die Gefahr lauert im Kleinen!
Hat jemand auch schon Erfahrungen mit Islands Naturgewalten gemacht, auf die er hätte verzichten können, wie ich mit meiner Bach-Aktion?

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