Islamophobie wird Regierungsfähig

Nach der Wahl haben sie es gesagt:
Mit einen Islamhasser und Rechtspopulisten, wie Geert Wilders, wollen und werden wir nicht regieren.
Das scheint sich nun, zwei Monate nach der Wahl, geändert zu haben. Die rechtsliberale VVD, welche als stärkste Kraft aus den Wahlen hervorgingen, und die Christdemokraten haben nun bestätigt Verhandlungen mit Wilders Partei, der PVV, zu führen.
Nachdem besonders die Christdemokraten sich lange Zeit gegen jegliche Gespräche mit Wilders ausgesprochen hatten, gaben sie nun dem Druck der VVD nach.
Wilder als Alptraum der Christdemokraten
Wilders Politik, besonders im Bezug auf Migration und Islam, ist ein Alptraum für viele Christdemokraten. Wilders fordert nicht nur ein Burkaverbot, wie es in Frankreich grade beschloßen werden soll, er fordert auch eine Kopftuchsteuer und ein Verbot des Korans.
Diese Forderungen machen ihn für jeden Menschen, der an Religionsfreiheit glaubt, zu einem Politiker den man unter keinen Umständen regieren sehen möchte.
Auch auf Grund solch radikaler Forderungen lehnten die Christdemokraten jegliche Beteiligung von Wilders "Partei für die Freiheit" bisher ab. Dass die Partei sich auf die Freiheit bezieht, kann und darf eigentlich nur als schlechter Witz gewertet werden.
Erste Regierung Westeuropas mit bekennendem Islamhasser
Wenn die Koalitionsverhandlungen erfolgreich ablaufen, wäre es die erste europäische Regierung mit einem bekennendem Islamophoben in der Regierung. Dies würde den niederländischen Muslimen zeigen, dass sie von der Gesellschaft nicht wünscht sind und der Politik nicht viel an ihrer Integration gelegen ist.
Auch wäre damit die Islamophobie regierungsfähig geworden, was in anderen Ländern vielleicht als Beispiel gesehen könnte, um solche Koalitionen nicht mehr auszuschließen. Dies würde auch negative Folgen für alle Muslime in Europa haben, da sie sich dadurch weiterhin als ungewünschte Minderheit sehen könnten. Islamophobie muss gestoppt werden und nicht weiter ausgebaut werden, dafür ist eine Verhinderung einer Koalition mit Wilders ein wichtiger Schritt, denn so würden Menschen mit Migrationshintergrund und Muslimen gezeigt, dass sie weiterhin als gleichberechtiger Teil in der Gesellschaft gesehen werden.
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