Interview mit Wallis Bird

Wallis-Bird-(c)-JensOellermann

Interview mit Wallis Bird

Wallis Bird lebt jetzt seit längerer Zeit in Berlin. Bei ihrem Abstecher in die österreichische Hauptstadt, hat sie pressplay ein paar Fragen zu ihrem neuen Album beantwortet und eines vorweg: Die irische Musikerin ist richtig glücklich.

pressplay: Dein neues Album erscheint Ende des Monats, was kannst du uns schon darüber verraten? Was erwartet deine Fans?

Wallis Bird: Ich muss schon sagen, dass ich extrem happy darüber bin. Das Album ist sehr ruhig geworden und ist voll mit positiver Energie und Liebe. Ich habe gerade echt Glück und befinde mich an einem guten Punkt in meinem Leben. Ich spiele daher gerade mit sehr viele Liebe. Eigentlich muss ich sagen, dass ich sogar so stolz auf das neue Album bin, wie selten auf Eines davor.

Das klingt ja großartig! Wie war die Arbeit am neuen Album?

Wallis Bird: Kurz gesagt – ein Traum! Ehrlich! Ich hab mir während der Arbeit an den Songs einfach nach dem Aufwachen sofort ein Instrument geschnappt und los gespielt. Dann gab es eine kleine Pause, da bin ich unter anderem eine Runde durch die Stadt spaziert, um meinen Kopf etwas frei zu bekommen und als ich dann wieder zurück nach Hause bin, habe ich mit voller Energie an den Nummern weitergearbeitet.

Ich habe den ganzen Tag Musik gemacht und das zwei Jahre am Stück. In den ersten paar Monaten waren es so Jamsessions und dann wurden die Songs Stück für Stück verfeinert. Ich war so glücklich die Möglichkeit zu haben, mir nach den Tourneen etwas Zeit für mich nehmen zu können und habe das Schreiben an den Songs schlicht weg in vollen Zügen genossen. Auch dass ich mal wieder für längere Zeit an einem Ort war und dadurch etwas zur Ruhe kommen konnte, war natürlich sehr förderlich.

Wallis-Bird-(c)-Jens-Oellermann

Was hat dich beim Schreiben deiner Songs besonders beeinflusst?

Wallis Bird: Drogen (lacht)! Nah! Ich muss sagen die Musik von Fela Kuti und James Brown haben mich schon stark beeinflusst. Vor allem der Groove und die Länge der Songs von Fela haben mir dabei geholfen an meiner Technik zu feilen – zum Teil ging das über Stunden. Auch die Zeit mit Kindern, einfach einmal ein paar Tage nichts tun, mal schwimmen gehen, durch den Park spazieren oder tagträumen. Diese Momente, wo ich mal einen Tag lang nur im Bett geblieben bin oder in denen ich Stunden im Freien verbracht habe, waren maßgeblich am Entstehen der neuen Songs beteiligt. Ich habe auch viel meditiert und mich selbst gesucht. Um ehrlich zu sein, war es einfach eine wunderschöne Zeit für mich.

Hast du einen Song, der dir besonders viel bedeutet? 

Wallis Bird: Ich glaube es ist Home, da der Song etwas sehr Natürliches hat. Ich habe ihn in der Küche, genau in dem Eck, wo Tracey und ich uns getroffen und ein Auge aufeinander geworfen haben, aufgenommen. Ich habe auch ein paar Audioaufnahmen von uns aus dieser Nacht. Dadurch ist der Song so kathartisch wie nur irgendwie möglich. Wir leben jetzt sogar in dem Haus, in dem wir uns das erste Mal auf einer Party getroffen haben und irgendwie verlief unsere ganze Geschichte sehr rund und harmonisch ab.

Bald bist  du mit deinem neuen Album ja live unterwegs. Wo spielst du eigentlich lieber und welche Songs freust du dich schon live spielen zu können?

Wallis Bird: Um ehrlich zu sein, ist es mir ganz egal, wo ich spiele, denn jeder Ort hat irgendwie einen ganz persönlichen, überraschenden Vibe und dadurch ist jeder Gig ganz eigen für mich. Songs, die ich live einfach liebend gerne spiele ist, To My Bones und Hardly Hardly, weil da die Reaktionen des Publikums immer ganz unterschiedlich und dadurch einfach immer sehr interessant sind.

Hat Berlin eigentlich Einfluss auf deine Musik? 

Wallis Bird: Ja, ich bin sehr stark beeinflusst von dem Ort, an dem ich lebe und der Umwelt, die mich umgibt. Weite Straßen, lange Winter, viele Kinder, die Freaks, Bars und die langen Nächte beeinflussen mich gleichermaßen. Genauso wie mich die pulsierende Stadt und die Ruhe in der Natur immer wieder auf Neue inspirieren. Berlin ist eine sehr kulturelle Stadt. Da von der Kunst bis zum Dreck einfach echt und die Architektur interessant. Vor allem dieser „easy going“-Vibe, der zugleich auch recht wild ist, finde ich immer wieder sehr spannend.

Folgt auf Berlin eigentlich irgendwann vielleicht auch Wien? Oder wo zieht es dich in der Zukunft hin?

Wallis Bird: Warum nicht, Wien ist eine geile Stadt. Derzeit plane ich aber einmal an einem Ort zu bleiben (lächelt).

Vielen Dank für deine Zeit!

www.wallisbird.com


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Autor

Nina Tatschl

Aufgabenbereich selbst definiert: Redakteurin mit Harmonie versprühenden (Frauenquoten-) Charme. Findet die Formulierung “Words and Music – My only Tools” (Wood) prägend.


 
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