In memoriam: Der nordkoreanische Zwergdiktator

Im Reich der wilden Diktatoren: Der nordkoreanische Zwergdiktator
(creatus dictatus parvus septemtrionum coreanus)

232kim.jpgSeine Kleinwüchsigkeit und seine hoch aufragender Haarkamm verleihen ihm ein possierliches Aussehen. Dieser harmlose Eindruck wird von einem grauen Mao-Schlafanzugsfell, dass ihm die Evolution angelegt hat, unterstützt. Doch Vorsicht! All dies ist nur Tarnung. Wie zum Beispiel seine Plateauschuhkrallen. Durch sie wirkt er nicht nur größer, sondern stößt auch mittels geschicktem Aneinanderschlagen warnende Klacklaute aus, wenn ein fremder Diktator sein Reich betritt. Einmal in seine Fänge geraten, kann das Opfer schnell einmal Arme, Beine oder andere Glieder verlieren. Sollten diese Warnungen aber nicht ausreichen, so hat der nordkoreanische Zwergdiktator noch seine Nukleardrüsen. Die verwendet er jedoch nur in höchster Gefahr und beim Jagen.
In Nordkorea wird er als fast heilig verehrt. Ihm zu Liebe hungern die Menschen nicht wie im Gebiet des creatus diktatus mohamedanus nur ein paar Wochen lang, sondern das ganze Jahr über. Doch wie so viele andere seiner Art ist auch der nordkoreanische Zwergdiktator bedroht: Der sich aggressiv ausbreitende homo democraticus engt dessen natürlichen Lebensraum mit internationalen Sanktionen immer weiter ein.


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