Immer mehr abhängig von China?

Die deutschen Automobilhersteller haben keinen Grund zum Klagen. Es geht ihnen so gut wie nie zuvor. Allein von Jänner bis September verbuchten sie ein Absatzplus von 14 Prozent. Ein Grund dafür ist der Boom auf dem chinesischen Markt, der rund 22 Prozent des Absatzes ausmacht. Dies soll sich sogar bis 2020 noch verdoppeln. Die Autohersteller werden dadurch auch abhängig vom chinesischen Markt. Die Automotive-Unternehmensberater von Berylls (München) warnen aber. Dies soll mit vielen Risiken verbunden sein. Die Konzernbosse wollen dies bei den Zahlen jedoch weder hören noch sehen.

Die Berylls-Strategen kommen deshalb zu diesem Urteil, da sie die Autoindustrie einem Stresstest namens China-Crash unterzogen haben. Dabei wurde festgestellt: Immobilienblase, Inflationsanstieg und die nicht beliebig steigerbare chinesische Konjunktur lassen einen Absatzeinbruch des chinesischen Marktes von zehn bis 50 Prozent und einen Gewinneinbruch von bis zu 70 Prozent befürchten. Und das kann gefährlich sein, denn fällt der chinesische Markt aus, bricht nicht nur der Gewinn ein, auch die Innovations- und damit Zukunftsfähigkeit der Automobilhersteller wäre damit gefährdet.


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