Ich steh‘ im Wald – Inspiration und frischer Wind

Ich habe das letzte Wochenende mit meinem Freund und seiner Familie im Sauerland verbracht. Es sollte eine angenehme Abwechslung vom städtischen Alltag werden: Entspannung, gutes Essen, Sauna, Spaziergänge, was man eben im Sommer im Sauerland so macht. Gut, ich hatte vorher keine Ahnung was man im Sauerland so macht, aber so habe ich es mir vorgestellt. Letztendlich war es auch genau so, bis auf den Samstag Vormittag, an dem gewandert werden sollte. Ja richtig! WANDERN! Ich glaub‘ ich steh‘ im Wald.

Ich steh‘ im Wald!

Plötzlich stand ich also mit Vans-Schuhen, Leggings und dünner Jacke im Wald. Im kalten und nassen Wald. Keine Angst, das wird hier keine selbstmitleidige Luxus-Problem-Geschichte, in der die Protagonisten von ihren Schwiegereltern in Spe in den Wald gezerrt wird. Nein, ganz im Gegenteil.

Ich habe mich etwas geschämt, dass ich nicht vorausschauend Wanderschuhe, Regenkleidung und Wanderrucksack eingepackt hatte. Dumm war das. Ich hatte auch keine sonderlich große Lust zu wandern. Besser gesagt: ICH HASSTE WANDERN! Wandern hieß für mich: Nacktschnecken, Matschpfützen und schmerzende Füße. Doch dem war gar nicht so. Keine Nacktschnecken in Sicht, Matschpfützen wurden übersprungen und die gerade mal fünf Kilometer lange Strecke habe ich selbst mit Vans-Schuhen hervorragend gemeistert. Besser noch! Ich hatte Spaß!

Ich genoss die Aussicht, war froh über die Bewegung, die mir täglich vorm PC im Alltag fehlt, und ich fand es unterhaltsam mit der Schwiegerfamilie im Gänsemarsch die Waldwege entlang zu spazieren. Wirklich schön! Ich kam mir zwar nach wie vor etwas dämlich vor mit meiner mangelhaften Ausrüstung, doch die Freude konnte es mir dennoch nicht nehmen.

Ich werde noch öfter im Wald stehen!

Als ich erschöpft vom Wandern und vom Schlafmangel der Vornacht abends im Bett lag, fasste ich einen Entschluss. Nein, eigentlich fasste ich mehrere Entschlüsse.

In letzter Zeit hat mich mein Blog und mein Instagram-Profil und, ja, eigentlich mein ganzes Leben etwas gelangweilt. Wodurch ich höchstwahrscheinlich auch euch, meine Leser, gelangweilt haben muss. Keine Sorge, ich werde meinen Blog nicht wieder um 180 Grad drehen und nur noch über Wälder schreiben. Doch dieses kleine Abenteuer und die Abwechslung dadurch hat mich dazu inspiriert, meinen Blog und dadurch auch mein Leben etwas aufregender zu gestalten. Das bedeutet: Mehr Reisen! Mehr Erleben! Mehr mitnehmen und euch mehr zeigen!

Insgesamt befinde ich mich momentan in einer Phase, in der ich Einiges in meinem Leben ändern möchte. Ich möchte aber an der Stelle noch gar nicht zu viel verraten, außer, dass ich vorhabe, in Zukunft mehr zu unternehmen und das auch außerhalb meiner vermeintlichen Wohlfühl-Blase, außerhalb meiner vier Wände und außerhalb des Konzerts nebenan. Was genau das für mich und auch für euch bedeutet, werdet ihr bald heraus finden. Ich nehme nur eins vorweg: Das Leben und die Musik hat auf der ganzen Welt sein zu Hause und bietet unglaublich viel Vielfalt!

Ich steh' im Wald Ich steh' im Wald Ich steh' im Wald

© Photos: Louis Rohde


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