Ich liebe mich - Sonst macht‘s ja keiner!

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Herzlich willkommen zur heutigen kleinen Blog-Selbsthilfegruppe. Das Thema: Selbstliebe. Es hat sehr viel mit Selbstbefriedigung zu tun, nur dass es um einen anderen Trieb geht. Manchmal.

Warum aber dieser plumpe Vergleich? Weil wir bei der Selbstbefriedigung meistens zum Orgasmus kommen (das hat mir übrigens Wikipedia beigebracht. Schon cool, das Internet…) und daraus schließen wir: Am besten wissen wir halt selbst, wie‘s geht.

Sobald es aber um das Thema „Liebe“ geht, sind wir plötzlich bei dem „Außen“ und richten unseren Fokus auf unser Umfeld anstatt auf uns selbst. Und hier kommt natürlich der leidige Vergleich dazu: Spätere potentielle Partner werden mit der ersten „echten Liebe“ verglichen (was soll das schon wieder sein?) und haben wenig Chancen, denn man lernt sich ja gerade erst kennen. Oder der jetzige Partner wird mit dem Vorgängermodell verglichen, oder noch besser: Der jetzige Partner wird mit der Version verglichen, wie man ihn oder sie erstanden hat. Zwei oder gar zwanzig Jahre später schaut es dann schon anders aus und wir sind oft enttäuscht, nicht mehr genug Liebe zu bekommen.

Damit dieser Artikel also eine sinnvolle Richtung nehmen kann, grenzen wir das Thema ein: Es soll vorerst um die Unterscheidung zwischen Selbst- und Fremdliebe gehen und nicht darum, wie viel oder zu wenig man von innen oder außen bekommt, woran das liegen kann und wie man sich mehr holen und geben kann.

Mach es dir einfach (doppeldeutig!)

Selbstliebe, wie das Wort schon sagt, geben wir uns selbst. Du kannst also gleich jetzt für dich beantworten, ob du dir in letzter Zeit genug Liebe gegeben hast:

  • Ja, ich liebe mich voll und ganz (oft und gerne)
  • Nein, ich liebe mich nicht voll und ganz (mehr schlecht als recht)
  • Puh.. schwere Frage. Irgendwo dazwischen vielleicht. (Ausrede-Alarm)

Übersetzung der dritten Option: “Ich will es mir nicht eingestehen und versuche die am wenigsten unangenehme Möglichkeit zu finden, dem Thema jetzt aus dem Weg zu gehen.” Zurück zum Start du Streichelzoobesucher!

Ich liebe mich. Sonst macht‘s ja keiner… ein Plädoyer für mehr emotionale Masturbation.

Viele Menschen stehen morgens in der Früh im Badezimmer vor dem Spiegel und machen sich „fertig“ für den Tag. Gratulation! Wenn du es machst, braucht dich ja kein anderer mehr runterziehen. Also geh und mach dich fertig. Die meisten machen es, indem sie ihren Fokus auf das richten, was sie selbst nicht an sich mögen. Und dort wo unser Fokus hingeht, geht auch unsere Energie hin. Also fühlen wir uns beschissen. Wenn wir uns hingegen täglich Affirmationen vorsagen ist das natürlich das positive Gegenbeispiel.

Das Problem mit Affirmationen

Affirmationen sind gut und schön und es gibt Menschen, die viel Geld ausgeben, um Hypnose CDs oder Seminare und natürlich viele, viele, sehr viele Bücher kaufen, um ein besseres Selbstbild zu entwickeln. Affirmationen sind eine tolle Sache, denn wir erinnern uns damit täglich daran, was wir von uns selbst erwarten und wir stellen die Weichen für unsere Entwicklung.

Prinzipiell ist das gut, denn unser Unterbewusstsein erhält die Anweisung und setzt alles in Bewegung, um unsere Vorgabe zu erfüllen. Wenn darin aber noch ein „Ziel“ enthalten ist (das wir noch nicht erreicht haben) und wir formulieren es so wie alles andere auch im Präsens (der „Jetzt“-Zeit) dann wird es schwierig. Genauer: Wenn du dir Dinge vorsagst, die bereits stimmen und dann auch noch zusätzlich Wünsche äußerst, die noch nicht Realität sind, dann verwirrst du dein Unterbewusstsein. Wer sich mehr Erfolg wünscht, sollte zum Beispiel etwas dafür tun, dass er mehr Erfolg hat. Sich vorzusagen, dass man mehr Erfolg hat, tut es nicht ganz. Das weiß auch dein Unterbewusstsein und dann könnte der Schuss nach hinten losgehen und alle Affirmationen werden ignoriert.

Sinnvoll werden Affirmationen also bei emotionalen Zuständen, die unsere Selbstwahrnehmung betreffen: „Ich bin schön / Ich bin glücklich / Ich bin entspannt“

10 Wege zur Selbstliebe

Mehr als Affirmationen bringen aber immer Taten, denn sie lösen eine direkte Emotion aus (und diese ist wichtig für unsere unterbewusste Verhaltensprogrammierung). In diesem englischen Blog Artikel wurden 17 Wege vorgestellt, wie du das bewerkstelligen kannst. Hier meine Top 10:

  1. Verliebe dich in dich selbst
  2. Eliminiere Selbstkritik
  3. Sei gütig und positiv
  4. Belohne dich für Bemühungen
  5. Hör auf, dich zu sorgen
  6. Vertraue dir
  7. Keine Selbstlügen
  8. Gönn dir Ruhephasen
  9. Kümmere dich um deinen Körper
  10. Hab Spaß am Leben!

Wieso aber haben wir überhaupt das Bedürfnis, uns selbst mehr zu lieben und etwas dafür tun zu müssen?

Die Wurzel des Problems

Zu wenig Selbstliebe kommt ebenso wie zu geringer Selbstwert daher, dass wir uns vergleichen. Wir hatten in der „Vergangenheit“ oder hätten gerne in der „Zukunft“ mehr und deshalb empfinden wir das „Jetzt“ als Mangel. Und ein Mangel fühlt sich beschissen an. Doch es ist und bleibt ein Gefühl und kein Zustand! Wir machen das Gefühl zum Zustand, wenn wir uns darauf fokussieren. Um deinen Fokus nun zur Lösung zu lenken, zurück zum plumpen Vergleich von weiter oben: Wieso haben wir Sex, wenn wir einfach nur masturbieren könnten?

Die Frage kannst du dir bestimmt selbst beantworten. Denn wir alle mögen Sex. Es geht um einen Austausch mit jemand anderem, der mehr hat, als man selbst. Eben mit jemandem, der anders ist. Und das ist per Definition mit dir selbst nicht möglich. Denn wenn wir uns schon selbst alles geben könnten, was wir brauchen, wären die anderen völlig umsonst da (und wir auch).

Und das ist auch schon das Gute daran: Du erkennst, dass du nicht dazu gedacht bist, perfekt zu sein. Es hat also keinen Zweck, es zu versuchen. Du kannst nur Scheitern. Stattdessen ist es viel schöner, sich Menschen zu suchen, die dich ergänzen und bei den Dingen unterstützen, die dir fehlen. Das bedeutet nicht, dass du schlecht bist. Das bedeutet, dass du gut bist. Nur halt nicht in allem. Und das musst du auch nicht.

Mehr zur Selbstliebe

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Alles Liebe,

Benedikt

P.S.: “Opfere nicht alles für dich auf. Sonst bleibt nichts mehr, was du anderen geben könntest.” Das hat Karl Lagerfeld gesagt. Und Männer mit weißem Zopf, Sonnenbrille und schwarzer Kleidung wissen es nunmal besser.

Photo Credit: www.wikihow.com

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