"Ich bin Tess"

 
"Ich bin Tess" beginnt mit einem ethischen Problem, welches wir derzeit zuhauf in Buchhandlungen und Bücherregalen finden: Sterbehilfe. Ja, nein, nur unter bestimmten Bedingungen? Leilas Einstellung zum Thema wird für die meisten Leser wahrscheinlich viel zu radikal sein, für andere sind ihre Gedanken aber vielleicht sehr verständlich und sogar vertretbar. Wie bei den meisten Romanen, die sich mit solch schwierigen Fragen auseinandersetzen, schafft es also auch dieser, die Menge in zwei Gruppen zu teilen. Genauso wie seine Protaginistin.
Es fängt bereits damit an, dass Leila keine typische Roman-"Heldin" ist. Sie ist introvertiert, kapselt sich von der Gesellschaft ab, kann sich mit ihrer Generation nicht identifizieren und hat in ihrer Vergangenheit schon so einige schreckliche Dinge erlebt. Wäre man eine ausgebildetet Psychologin könnte man ihren Charakter sicherlich sehr gut auseinander nehmen und nachvollziehen, wieso sie nun einmal so ist, wie sie ist, wenn man allerdings nicht versucht zu verstehen, was Leilas Vergangenheit wohl mit ihren gegenwärtigen Handlungen zu tun hat, so wird man sie leicht als naiv, nervtötend und oftmals sogar dumm abstempeln. Da ich die Chance hatte, die letzte Teilnehmerin einer "Ich bin Tess"-Kritzelbuch-Aktion zu sein, konnte ich sozusagen "live" miterleben, wie Leila auseinandergenommen und wüst beschimpft wurde. Bei mir entwickelte sich dem Mädchen gegenüber eher ein tiefes Gefühl des Mitleids.
Doch sehen wir mal von der Hauptperson ab, so erkennen wir hinter dem Buch eine wirklich gelungene und interessante Grundidee, die ich anfangs auch begeistert verfolgte. Leider muss man zur Umsetzung sagen, dass der Roman an vielen Stellen einige Längen vorwies, die mit Informationen gefüllt waren, welche etwas überflüssig erschienen (hübscher Schachtelsatz, ne?).  Zwar konnte der ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart etwas Spannung aufbauen, jedoch sorgten die besagten Stellen oft dafür, dass man schnell wieder die Lust verlor. 

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