I say Babka – you say what!

Der Germteig und ich, wir haben erst sehr spät zueinander gefunden. Ganz lange hatte ich irgendwie Angst vor dem Arbeiten mit Germ oder besser gesagt Angst, dass der Teig nicht gelingen könnte (1,2 Mal wollte es auch das Schicksal nicht, dass ich etwas mit Germ mache und jedes Mal ist der Germteigwürfel durch die kleinen Löcher im Einkaufswagerl verloren gegangen oder hat sonst irgendwie nicht den Weg vom Supermarktregal bis in meinen Kühlschrank gefunden). Heute weiß ich, diese Angst ist völlig unbegründet und wenn man einige Grundregeln beachtet (z.B. nur handwarme Zutaten, die Germ, die mag’s weder zu kalt noch zu heiß) und dem Teig genug Zeit zum Aufgehen lässt, dann bekommt man auch rein sensorisch eines der besten Backerlebnisse. Aufgegangenen Germteig zu kneten gehört zu meinen Lieblingsgefühlen in der Küche, natürlich abgesehen von allen Zärtlichkeiten, die in der Küche sonst ausgetauscht werden, ist ja schließlich einer der meistbesuchten Orte unserer Hauses. Vielleicht haben der Germteig und ich auch erst spät zueinander gefunden, weil ich so manches Germteiggebäck, das der Rest der Welt zu lieben scheint, wie z.B. Zimtschnecken, Buchteln oder Krapfen nicht unbedingt haben muss. Aber in Kombination mit Nüssen und Schokolade sag ich nur – Germteig, be my guest! Und wo ist diese Zutatenkombo besser vereint als in Babka – einem Germzopfgebäck, das ursprünglich durch die Juden aus Osteuropa nach Nordamerika gebracht wurde und in einer Kastenform gebacken wird. Durch Köche wie Yotam Ottolenghi ist Babka in den letzten Jahren ziemlich gehypt worden – vollkommen zurecht wie ich finde. Ich meine, lest euch die Zutatenliste durch, seht euch die Fotos an und dann husch husch einen Germteigwürfel kaufen (und sicher nach Hause transportieren) und los geht’s!

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Was braucht ihr für 2 Längen/Kränze Babka?

220g lauwarme Milch

40g Germ (1 Würfel)

80g Zucker

80g weiche Butter

1 Ei

500g Mehl

1/2 TL Salz

250g Haselnusscreme

1 Hand voll gehackter Nüsse

1 Hand voll gehackter Schokolade

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Wie wird daraus Babka?

1 Würfel Germ zerbröseln und gemeinsam mit den 80g Zucker in die 220g lauwarme Milch einrühren. Anschließend 80g weiche Butter, 1 Ei, 500g Mehl und 1/2 TL Salz hinzufügen und zu einem elastischen Teig verkneten (oder von der Küchenmaschine verkneten lassen). Eine Schüssel etwas einfetten, den Teig hineinlegen und an einem warmen Ort (wie etwa direkt auf einem Boden mit Fußbodenheizung, unter der Bettdecke, am Heizkörper oder wie ich im Backrohr – ich schalte kurz das Backrohr ein und wieder aus und lasse dann nur das Licht brennen, das wärmt auch ) mit einem feuchten Geschirrtuch zugedeckt mindestens 1 Stunde (oder bis bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat) gehen lassen. Wer Zeit hat, kann ihn auch über Nacht in den Kühlschrank stellen, so geht der Teig langsamer auf und lässt sich noch besser verarbeiten.

Anschließend auf einer bemehlten (und ebenfalls nicht zu kalten) Arbeitsfläche noch einmal durchkneten, in zwei Teile teilen und eines zu einem Viereck ausrollen. Dieses mit 125g Nutella bestreichen und mit der Hälfte der gehackten Nüsse und der Hälfte der gehackten Schokolade bestreuen und dann über die Längsseite (wie eine Roulade) einrollen. Mit der Nut nach unten vor sich hinlegen, einmal längs in der Mitte durchschneiden und auseinanderklappen. Die zwei Stränge in der Mitte überkreuzen und in jede Richtung eindrehen. Bitte schaut euch das kurze Video unten an, das ist besser als jede verbale Anleitung (und zeigt meinen Backalltag mit Schokodieb und raunziger Ilvie, weil sie nicht meine 100%ige Aufmerksamkeit bekommt). Entweder in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform legen oder die Enden zusammendrücken und als Kranz auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

http://butterundzucker.com/wp-content/uploads/babkavideo.m4v

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Aus den Teigresten kann man noch kleine Mini-Babkas machen!

Die fertigen Babkas/Kränze noch einmal zugedeckt und an einem warmen Ort eine gute Stunde gehen lassen und anschließend bei 180 Grad ca. 30 Minuten backen. Am besten frisch genießen oder für ein anderes Mal einfrieren.

Alles Liebe,

eure Melanie

PS: Früher hat das Shooten Ilvie noch mehr begeistert, heute lebt sie Marotten wie Indoor-im-Kinderwagen-Sitzen-Wollen aus ;-)

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