I AM ERROR: Retro-Samstag Teil 13 – The Legend of Zelda – Link’s Awakening

Der letzte Retro-Samstag ist schon einige Zeit her, da ich mich unter anderem auf unser neues Format, den Kult-Sonntag, konzentrieren wollte. Die beiden wechseln sich jetzt jedes Wochenende ab – und heute erinnern wir uns mal an eine der beliebtesten Serien, die je hervorgebracht wurden und besprechen: The Legend of Zelda – Link’s Awakening!

Es ist sicher 17 Jahre her. Damals brachte, wie so oft, mein Onkel wieder einige Spiele für meinen guten alten grauen Game Boy mit (zum Leid meiner Mutter). Intuitiv griff ich zu einem Modul, das später einige Batterien fraß, viele Stunden meiner Zeit beanspruchte und mich sogar nachts mit Taschenlampe ausgestattet zocken ließ. Nein, damals hat es mich nicht losgelassen und auch heute denke ich gern an dieses Spiel zurück…

Die bisherigen Teile des Retro-Samstags:

  1. Konami – Motocross Maniacs
  2. Boxing für den Game Boy
  3. Puzzlespiel Pitman
  4. Kid Niki: Ganso!! Yancha Maru
  5. Elevator Action
  6. Kwirk – Game Boy
  7. Batman – Return of the Joker
  8. Gargoyle’s Quest
  9. Bubble Ghost
  10. Oddworld: Adventures (und Retro-Tassen Special!)
  11. Galaga NES und Virtual Console
  12. Dragon Slayer

1993 wurde der vierte Teil der The Legend of Zelda Reihe veröffentlicht, der aber zugleich damit den Einzug in die Welt des Game Boys feierte. Die direkte Fortsetzung von A Link to the Past (dessen Nachfolger mit A Link between Worlds in wenigen Tagen erscheint) spielte ausnahmsweise mal nicht in Hyrule und zeigte eine Story auf, die defintiv anders war als die anderen Titel der Reihe und mit seinem unkonventionellen Charme trotzdem begeistern konnte.

Weckt den Windfisch… Nicht?

Wer Zelda in diesem Spiel sucht, wird sie nur an wenigen Stellen finden: Auf der Verpackung, dem Modul und in einem einzigen Satz ganz am Anfang. Kein Wunder, nach den letzten Abenteuern segelt Link nach einer Weltreise zwar in Richtung Hyrule zurück, doch während der Überfahrt wird er von einem Sturm überrascht und strandet auf der Insel Cocolint.

Das Mädchen Marin und ihr Vater Tarin nehmen Link auf und kümmern sich so lange um ihn, bis er eines Tages aufwacht und Marin glatt mit Zelda verwechselt. Das Mädchen klärt ihn über die Situation auf, Tarin überreicht ihm seinen Schild und rät ihm, am Strand nach seinem Schwert zu suchen, das er dort auch findet.

Viele Dinge erinnerten an die Ursprünge der Serie – die Dungeons hatten ihre eigenen, unterschiedlichen Rätsel, die es zu lösen galt und so manche trieben einem den Schweiß auf die Stirn – schließlich waren Lösungswege reine Mundpropaganda und nicht so einfach zu bekommen wie zur heutigen Zeit. Unabhängig von der restlichen Saga ging es damals im Spiel ausnahmsweise mal nicht darum, die Prinzessin zu retten. Der scheinbar einzige Weg, die Insel zu verlassen, um Hyrule je wieder zu sehen? Den Windfisch zu wecken, der von einem Albtraum befallen wurde und hoch auf der Insel in einem Ei schläft.

The Legend of Zelda – Link’s Awakeningthe-legend-of-zelda-links-awakening_4the-legend-of-zelda-links-awakening_5the-legend-of-zelda-links-awakening_6the-legend-of-zelda-links-awakening_3the-legend-of-zelda-links-awakening_2the-legend-of-zelda-links-awakening_1

Ob Wurmpalast, Teufelsvilla oder Reptilfelsen, die Insel ist nicht so klein wie sie scheint und die acht Dungeons bargen die Instrumente, die benötigt wurden um den Windfisch zu wecken…

Die Instrumente der Sirenen

Insgesamt gab es acht Instrumente, die Link ergattern musste:

  • Die Muschelgeige
  • Das Tritonshorn
  • Die Neptunharfe
  • Das Nixenglöckchen
  • Das Korallenxylophon
  • Die Seesterntriangel
  • Die Posaidonorgel
  • Die Oktopustrommel

Viele Monster, die sich auf der Insel eingenistet hatten, beschützten diese Instrumente und ließen einen nur schwer an sie heran kommen. Aber da steckte noch mehr dahinter… Vielleicht will der ein oder andere das Spiel noch sein eigen nennen, deswegen werde ich hier an dieser Stelle nicht spoilern.

Gib mir Deinen Saft, ich geb’ Dir meinen…

Wenn man sich diesen Bericht bei Schnittberichte.com über das Spiel ansieht, wird man schnell feststellen, dass deutsche Videospielübersetzungen der 90er Jahre oftmals eine Besonderheit hatten: Anzügliche und doppeldeutige Sätze. Mein liebstes Beispiel ist da die Meerjungfrau, deren Bikinioberteil von einer Welle erfasst wurde und sie Link beim Tauchen des Spannens bezichtigt. In der späteren Game Boy Color Version mit dem Titel Link’s Awakening DX wurden viele dieser Sätze abgeändert, und so suchte Link später nach einer Perlenkette statt eines Oberteils.

Die Titelmusik von Link’s Awakening

Von Cheep-Cheeps und Pizzeria Da Mario

In kaum einem anderen Spiel wurden so viele Anspielungen auf andere Nintendo-Titel eingebaut wie in Link’s Awakening. In einigen Jump’n'Run Abschnitten kann man nicht nur Gumbas als Gegner finden, das Meer birgt auch die aus der Super Mario Reihe bekannten Fische Cheep-Cheeps. Die Adlerfestung birgt auch einen Gegner, der die Macht hat, Dinge einzusaugen und Kirby verdammt ähnlich sieht – und nicht zu vergessen das Telefon in Ulriras Haus – wer hätte noch gern eine Pizza von Da Mario?

Virtual Console

Seit einigen Jahren gibt es das Spiel auch für den 3DS als Virtual Console Version. Für glatte 5,99 Euro bekommt ihr die Game Boy Color Version (also leider nur die zensierte DX Version) und könnt dann erneut in die Welt von Cocolint eintauchen, um dem Windfisch zu begegnen…

Mehr dazu unter nintendo.de

Version Virtual Console (Nintendo 3DS)

Erscheinungsdatum 08.06.2011

Ursprüngliches System Game Boy Color

Kategorien Action, Adventure, RPG

Spieler 1

Altersfreigabe Ohne Altersbeschränkung

Publisher Nintendo

Sprachen

  • Englisch,
  • Deutsch,
  • Französisch


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