Hvar – vom Fischerdorf zum Jetset

Sehnsuchtsort Hvar: Vor vielen, vielen Jahren war ich für die Webseiten von Kuoni und später Globus Reisen zuständig. Da stach mir öfters das elegante Hotel Riva auf der Insel Hvar ins Auge.

Mondän an der Seepromenade gelegen, malte ich mir die wahnsinnigsten Erlebnisse aus, die die Reichen und Schönen dort wohl zelebrieren. Obwohl keines von beidem, habe ich es jetzt auch nach Hvar geschafft. Ging aber nicht ins Riva!

Hvar gehört zu den schönsten Inseln im Mittelmeer. Früher noch ein Geheimtipp, ist Hvar mittlerweile eine der Trenddestinationen in Kroatien. Auch internationale Jetsetter besuchen mit ihren dicken Yachten die Insel gerne.

Nicht umsonst wird Hvar auch als St. Tropez von Kroatien gehandelt.

Felsige Buchten, kristallklares Wasser, smaragdgrüne Blautöne und weitläufige Olivenhaine machen die kleine Insel zu einem beliebten Hotspot.

Hvar wird auch „ die Lavendelinsel " genannt. Denn im Frühsommer blühen die vielen Lavendelfelder auf der Insel. Daher findet man auch überall Lavendelprodukte - von Lavendelseife über Lavendelöl bis zu Duftsäckchen gefüllt mit getrockneten Lavendelblüten.

Lavendel überall!

Hvar – vom Fischerdorf zum Jetset

Hotel Adriana oder doch Hotel Riva?

Zu den zwei renommiertesten Luxushotels in Hvar Stadt gehören das Hotel Riva - das wusste ich ja schon - und das Adriana.

Typischerweise nimmt Katja unsere Reisebuchungen vor. Aber völlig untypisch ignoriert sie diesmal meinen sehnsüchtigen Wunsch und quartiert uns im Adriana ein!

Oder hatte ich das nur vor mir hergeträumt und sie konnte es gar nicht wissen? Auf jeden Fall finde ich mich also in einem fremden Hotelzimmer wieder, ausgerechnet mit Sicht auf das Riva!

Und dann sind die Zimmer auch noch eher klein gehalten... Dafür verfügt das Hotel über eine Rooftop Bar mit unschlagbarer Aussicht auf den Haven von Hvar. Immerhin.

Dafür ist am nächsten Morgen die Auswahl auf dem Frühstücksbuffet umso grösser! Ich weiss nicht, wann und wo ich das letzte Mal so viele Frühstückskörner auf dem Buffet gesehen habe... ein Wahnsinns-Chörnlipicker-Frühstück an der Hafenpromenade!

Die perfekte Kulisse für unser Foto aus der Serie „ Breakfast in Paradise „!

Ein kleines Wort der Warnung: So toll die Lage des Hotels auch ist... es ist gleich in der Nähe der Ausgehmeile, wo sich die Jungen und Junggebliebenen bis in die frühen Morgenstunden vergnügen. Wer Ohrstöpsel dabei hat, ist im Vorteil!

Umso schöner präsentiert sich dann die Ruhe und Stimmung am „Morgen danach" ;-)

Hvar und seine Restaurants

Der Promenade entlang findet man überall schicke Designerbars und -Restaurants. Es lohnt sich aber, auch hinter die Fassade der Promenade zu gucken: Hvar bietet ein kleines Labyrinth an Gässchen mit vielen weiteren Bars und Restaurants.

Verhungern oder verdursten wird man in Hvar sicher nicht!

Die Beach Clubs auf Hvar

Bonj ‚les Bains' Beach Club (oft ausgebucht für Hochzeiten), Hula hula Beach & Bar und Carpe Diem Bar sind die Places to Be, wenn es um tiefere Bässe zu Kaffee und Kuchen geht.

Wie sich die Clubs im Vergleich mit jenen auf Ibiza schlagen, zeige ich demnächst auf einem separaten Beach Club Artikel. Denn da gibt es einiges zu sagen...

Festung „La Španjola" hoch über Hvar

Eines der Aushängeschilder von Hvar ist die Festung Španjola. Sie wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts während der Herrschaft Venedigs erbaut. In der Festung befindet sich heute eine Amphorensammlung sowie andere Exponate aus der Antike und dem Mittelalter.

Hvar – vom Fischerdorf zum Jetset

Der Besuch der Festung - auch wenn es da einige Treppen zu steigen gilt - lohnt sich übrigens nur schon wegen des Ausblicks!

Allerdings sollte man früh aufstehen: Die Festung ist ein beliebtes Ausflugsziel und bis spätestens am Mittag mit Touristen überfüllt. Die Tore öffnen um 9 Uhr morgens. Wir waren ein paar Minuten früher schon da, weil wir nicht wussten, dass es um 9 öffnet...

Hvar – vom Fischerdorf zum Jetset

Tipp! Das Verlies nicht verpassen! Gleich links vom Eingang in die Festung. Man fühlt sich nach dem Besuch wie neugeboren! Und geniesst seine „Freiheit" in viel volleren Zügen.

Den Namen hat das gute Stück natürlich davon, dass zeitweise ein paar spanische Ingenieure am Bau mitwirkten. War ja klar.

Fischerdörfer Stari Grad und Jelsa

Wer mit dem Mietwagen anreist, sollte einen Ausflug in die beschaulichen Fischerdörfer Stari Grad (auf kroatisch „Alte Stadt") und Jelsa planen. Wie andere berühmtere Städtchen Kroatiens glänzen auch sie mit weissem Kopfsteinpflaster in der bezaubernden Altstadt. Und der obligaten Yacht ab und an...

Ein Ausflug auf die vorgelagerte Insel Pakleni Otoci und das Zori Restaurant & Lounge könnte lohnenswert sein. Es war während unserer Reise leider ausgebucht.

Auch ausgebucht war das Restaurant des Littlegreenbay Hotels, da klein und sehr beliebt.

Anreise mit der Fähre

Es führen viele Wege nach Hvar, oder jedenfalls Wasserwege: Ab Split fahren jeweils Katamarane entweder nach Hvar Stadt oder nach Jelsa. Die Autofähre hingegen fährt ab Split jeweils 4-6 Mal pro Tag nach Stari Grad.

Für die mit der langen Leitung - so wie ich - wer mit dem Auto nach Hvar will, muss auf der Website nicht nach „Hvar" suchen, sondern nach „Stari Grad"...

Die Überfahrt dauert ca. 2 Stunden. Informationen zum Fahrplan und zu den Preisen findet man auf der Webseite von Jadrolinija.

Über diese Seite kann man die Tickets auch gleich online buchen. Allerdings ist damit noch kein Platz auf der Fähre garantiert. Jadrolinija fährt nach dem Prinzip first come, first serve. Daher ist ein frühzeitiges Einkolonnieren (60-90 Minuten vor Abfahrt) beim Einschiffen ratsam. Gerade während der Hochsaison oder auch an Wochenenden ist Hvar sehr gut besucht.

Auf die Fähre gehen 200 Autos. Das klingt nach wenig, wenn man den riesigen Wagenpark sieht, der vor der Rampe wartet. Aber für uns hat es in beiden Richtungen geklappt. Schwein gehabt.

Tipp! Falls man mit dem Auto aufs untere Deck der Fähre gelotst wird, lohnt es sich, die Seitenspiegel einzufahren. Die Rampen sind äusserst eng und steil und ein kleiner Mietwagen im Vorteil!

Katja schwitzte jedenfalls Blut, als ich den Renault Mégane in Millimeterarbeit hinunterzirkelte. Keine Ahnung, wie die grossen Limousinen dort runterkamen...

Und was nun mit dem Riva war?

Naja, wir sind davor rumgeschlendert, aber irgendwie hat mich die Magie nicht mehr gepackt und wir waren nicht mal drin. Vielleicht ein Fehler?


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