Hundert Euro für eine Tankfüllung!

Stell dir vor, der Liter kostet bald 2 Euro und niemanden regt das auf!

So weit wird es vielleicht noch kommen. Doch mir reichen bereits die € 1,62/l, die ich neuerdings zu geben habe. Und so gucke ich bedeppert zur Preisschraube der Tanksäule, welche mein Innerstes bereits mit einem Ventilator vergleicht. Oder mit einem Propeller, mit einem Zahnarztbohrer. Je nachdem.

Dabei ist doch der, der an allem Bösen schuld sein soll, der böseste der Bösen, der terroristischste aller Terroristen inzwischen umgebracht wurden!? Also könnte müsste doch der Benzinpreis wieder fallen?!

Aber wo denke ich hin?

Bald wird es sicher neue Ausreden geben. Oder es gibt sie schon. Die Welt soll ja insbesondere nach der Ermordung des Hauptterroristen noch viel-viel gefährlich geworden sein. Weil – erklärte gestern ein Onkel in der ARD – die Terroristen nun unbedingt beweisen müssen, dass sie noch nicht geschwächt sind.

Das Morden wird also weiter gehen, und die Benzinpreise werden weiter steigen.

Heute tanke ich ratlos zwei Paar Schuhe. Dabei - schwupps! - sind auch die Trabbiwitze der Wendezeit wieder präsent:

„Wie kann man den Wert dieses Fahrzeuges verdoppeln?“

„Ganz einfach: Einmal volltanken.“

Auch Witze wiederholen sich wie historische Ereignisse. Erst sind sie einfach nur Witz, später eine Farce.

Aber was soll’s – man kriegt ohnehin nur schwer einen Parkplatz in Babelsberg, die Busse fahren sowieso rundumdieuhr, Trams gibt es, S-Bahnen und Regionalbahnen. Und – als wäre es eine Provokation gegenüber mobile.de - eine der Haltestelle des ÖPNV ist direkt vor dem Eingang zum Office.

Ab sofort sorge ich für die Umwelt! Ab sofort bin ich grün, denn nun fahre ich lieber Bus statt Auto. Aus Bewusstsein, welches – wir wissen es doch längst – nie etwas andres sein kann, als das bewusste Sein,

„…und das Sein der Menschen ist ihr wirklicher Lebensprozess.“

Und ein bissel marx bin ich heute auch.