Hundekrankenversicherung

Die Kosten für Ihren nächsten geplanten Tierarztbesuch werden Sie ungefähr abschätzen können. Oder haben Sie nicht sofort eine Zahl im Kopf?

Wobei selbst eine Rechnung von über 250 Euro Ihre Existenz hoffentlich nicht bedrohen wird. Für diesen Fall braucht vermutlich keine Hundebesitzerin einen Versicherungsschutz.

Allerdings kann ein plötzlicher Unfall alles ändern. Oder könnten Sie 2.000 Euro beim Tierarzt einfach so aus der Portokasse bezahlen? Zum Beispiel können die Kosten für eine Operation sowie die ambulante und stationäre Behandlung schnell explodieren.

Auch eine chronische Krankheit oder einfach nur das zunehmende Alter Ihres Hundes können immense Kosten nach sich ziehen. Die genauen Kosten beim Tierarzt können Sie nicht mehr vorhersehen.

Krankenversicherung für Hunde

Eine Hundekrankenversicherung kann also ein großes Loch in Ihrem Budget verhindern. Doch wie sinnvoll sind diese Versicherungen für Ihren Vierbeiner? Und was muss der Schutz beinhalten?

Da ich selbst kein Versicherungsexperte bin, kann ich Ihnen keine verbindlichen Empfehlungen geben. Allerdings möchten wir Ihnen mit diesem Artikel soweit helfen, dass Sie selbst eine informierte Entscheidung treffen können. Und viel wichtiger, dass Sie die richtigen Fragen stellen können.

Bei Versicherungen halte ich es so, dass ich meine Familie, unsere Haustiere und mich nur gegen Risiken versichere, die unsere Existenz bedrohen. Dazu gehört eine Haftpflichtversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung sowie eine Krankenversicherung. Ihre Risikotoleranz und Ihre finanziellen Mittel können ganz anders aussehen.

Welche Versicherung übernimmt Tierarztkosten?

Und so entscheiden sich immer mehr Hundehalterinnen dafür, eine Krankenversicherung für ihr Tier abzuschließen. Schließlich gibt es dafür gute Gründe. Denn die Versicherung übernimmt die Tierarztkosten. So können Sie sich als Hundehalterin vor überraschend hohen Kosten schützen.

Mittlerweile gibt es in Deutschland mehrere Anbieter für eine Hundekrankenversicherung. Deren Portfolio und Tarife sind sehr unterschiedlich. So viele Wahlmöglichkeiten bei einer Krankenversicherung werden Sie nur kennen, wenn Sie jemals einen privaten Krankenversicherungsvertrag für sich abgeschlossen haben.

Andernfalls werden Ihnen die vielen Wahlmöglichkeiten anfangs verwirrend erscheinen. Die flexiblen Leistungen behindern zunächst mehr als sie nützen. Leider wird Ihnen an dieser Stelle nichts anderes übrig bleiben, als sich in das Kauderwelsch und die Fachbegriffe der Versicherungen einzulesen.

Dennoch bleibt das Angebot einigermaßen übersichtlich für Sie als Tierhalterin. Es lohnt sich also, vor einem Abschluss genau hinzusehen und die Leistungen zu vergleichen.

Was ist die beste Hundekrankenversicherung?

Pauschal lässt sich nicht beantworten, welcher Versicherungskonzern die beste Krankenversicherung für Hunde anbietet. Dazu sind Schutz, Leistungen und Tarife zu unterschiedlich.

Unbedingt empfehlen wir Ihnen einen Tarifvergleich anzustellen. Die bekanntesten Anbieter sind: mit einem Klick auf den Link kommen Sie direkt zur Krankenversicherung

Welche Art der Krankenversicherung möchten Sie für Ihren Hund abschließen? Machen Sie sich hierzu im Vorfeld Gedanken. Bei den meisten Anbietern können Sie zwischen diesen Alternativen wählen:

  1. Es gibt eine reine OP-Versicherung für Hunde
  2. Oder Sie wählen eine kombinierte Kranken- und Hunde-OP-Versicherung

Operationen sind bei Darmverschlüssen, Magendrehungen oder bei Bisswunden Ihres Vierbeiners notwendig. Zum Beispiel kostet die Not-OP bei einer Magendrehung mit Nachsorge beim Tierarzt bis zu 1.500 Euro. Ebenso können manche Erkrankungen eine Operation notwendig machen. Sie sind daher gut beraten, wenn Sie diese Fälle für Ihren Vierbeiner abgedeckt haben.

Bei den Leistungen der Krankenversicherung haben Sie die Wahl:

  • Gesundheitscheck
  • Tierarztbesuch zur Vorsorgeuntersuchung
  • Ambulante Behandlungen
  • Zahnbehandlung
  • Zahnprophylaxe
  • Physiotherapie
  • Wartezeit bis zum vollen Versicherungsschutz
  • Freie Tierarztwahl
  • Ist reduzierte Erstattung möglich?
  • Kündigungsfrist
  • Schutz im Ausland
  • Schutzimpfungen
  • Wurmkur, Floh- und Zeckenvorsorge
  • Kastration oder Sterilisation
  • Chippen für EU-Heimtierausweis

Möchten Sie die jährliche Prophylaxe für Ihren Hund im Vertrag aufnehmen oder nicht? Ist diese im Vertrag inbegriffen, erstattet der Versicherer Ihnen bestimmte Kosten, zum Beispiel für Impfungen, Wurmkuren. Dann bekommen Sie das Geld für Vorsorgeimpfungen und Parasitenprophylaxe bis zum vorgegebenen Betrag zurück erstattet.

Was soll meine Hundekrankenversicherung leisten?

Haben Sie sich für eine Variante für Sie und Ihr Tier entschieden? Sehen Sie sich nun die Versicherungsleistungen für Ihren Hund genauer an. Eine OP-Versicherung sollte unbedingt folgende Leistungen beinhalten:

  • Vollständige Diagnostik mittels Röntgen, Blutuntersuchung, EKG, Computertomografie und ähnliche Diagnoseverfahren
  • Kostenerstattung des operativen Eingriffs samt Narkose (Anästhesie)
  • Kosten für Medikamente und Verbandsmaterial

Dabei wird häufig übersehen, dass eine Operation nach dem eigentlichen Eingriff noch nicht erledigt ist. Beachten Sie daher unbedingt, dass die stationäre Unterbringung in der Tierklinik in der Versicherungsleistung für Ihren Hund inbegriffen ist. Ebenso wichtig ist die tiermedizinische Nachsorge.

Tierkrankenversicherung all-inclusive

Haben Sie sich für eine kombinierte Versicherung entschieden? Dann sollten Sie sich erkundigen, ob diese eine freie Tierarztwahl für Ihren Hund beinhaltet ist. Dieser Punkt ist wichtig.

Vor allem dann, wenn Sie im Fall einer Erkrankung oder eines Unfalls Ihre gewohnte Tierärztin zurate ziehen möchten. Sie kennt Ihr Tier. Und sie weiß über Vorerkrankungen und Besonderheiten Ihres Lieblings Bescheid.

Krankenversicherungen, bei denen die Tierarztwahl ausgeschlossen ist, sind zumeist günstiger. Allerdings können Sie dann nur jene Tierärztinnen aufsuchen, die vom Versicherungsunternehmen vorgeschlagenen werden. Das ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Und manche Tiere sind in dieser Hinsicht sehr sensibel.

Was bedeutet Abrechnung nach 2 fachen Satz?

Ein wichtiger Punkt ist der Ersatz der Tierarztkosten. Für die Abrechnungen von Tierärztinnen zieht man die GOT, die Gebührenordnung für Tierärzte heran. Eine Erstattung von mindestens dem 2-fachen Satz sollte Ihre Versicherung unbedingt enthalten. Besser noch den 3-fachen Satz der Gebührenordnung.

Tierärzte verrechnen nicht automatisch einen höheren Stundensatz sobald Sie eine Krankenversicherung haben. Sondern der Grund dafür sind Notfälle, die sich außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Praxis ereignen.

So kommt der 3 bis 4-fache Satz etwa an Sonn- und Feiertagen sowie Nachts zum Tragen. Haben Sie eine Krankenversicherung, die nur den einfachen Satz abdeckt, müssen Sie die Mehrkosten für Ihren Hund selbst übernehmen.

Gilt Krankenversicherung im Ausland?

Verreisen Sie mit Ihrem Vierbeiner gerne? Dann sollten Sie über einen Auslandsschutz nachdenken. Es ist deutlich besser zu wissen, dass Ihr Hund in Italien, Spanien oder Norwegen ebenso gut abgesichert ist wie zu Hause.

Der zusätzliche Auslandstierschutz macht die Krankenversicherung für Ihren Vierbeiner im Normalfall etwas teurer. Häufig sind EU-Länder für normale Urlaubsreisen aber auch inklusive.

Wer rechnet Tierarztkosten ab?

Praktisch ist es, wenn die Versicherung direkt mit Ihrer Tierarztpraxis abrechnen kann. Dann müssen Sie vor Ort nichts bezahlen. Sondern Ihre Tierärztin reicht die Rechnung direkt bei Ihrer Hundekrankenversicherung ein. Anschließend bezahlt die Versicherung den Betrag direkt an die Tierärztin.

Andernfalls müssen Sie bei jeder Behandlung eine Rechnung verlangen. Diese reichen Sie beim Versicherungsunternehmen ein. Danach erhalten Sie den Betrag auf Ihr Konto überwiesen. Je nach Fälligkeit der Rechnung kann es passieren, dass Sie in Vorleistung gehen müssen. Und die Tierarztkosten erst nachträglich an Sie bezahlt werden.

Ausschlussgründe oder muss die Versicherung jeden Hund akzeptieren?

Haben Sie sich für einen Rassehund entschieden? Dann müssen Sie bei der Wahl der Hundekrankenversicherung beachten, dass diese keine Rassen ausschließt.

Ebenso können Versicherer typische Erkrankungen einer Rasse aus dem Versicherungsvertrag ausnehmen. Und manche Versicherungen verlangen vorab eine Gesundheitsüberprüfung Ihres Hunds.

Was kostet eine Krankenversicherung für einen Hund?

Nun wissen Sie, welche Art der Versicherung Sie für Ihr Tier wünschen. Sie wissen, worauf Sie achten sollten. Jetzt müssen Sie noch entscheiden, ob Sie mit einem Selbstbehalt im Versicherungsfall einverstanden sind. Andernfalls kostet Sie die monatliche Prämie für Ihren Hund etwas mehr.

Normalerweise liegen die Kosten für eine Hundekrankenversicherung ungefähr zwischen 20 und 70 Euro. Nach oben ist der Spielraum groß, wenn Sie zum Beispiel häufige Erkrankungen einschließen möchten oder Ihnen die volle Kostenerstattung wichtig ist.

Sie sehen also, es gibt so einiges zu beachten, bevor Sie den Vertrag für Ihren Hund in Händen halten. Überlegen Sie sehr genau, welche Leistungen Ihnen besonders wichtig sind. Auf welchen Versicherungsschutz können Sie verzichten? Falls Sie jedoch am falschen Ende zu sparen beginnen, kann das im Endeffekt sehr teuer werden.

Richtiger Spagat zwischen Leistung und Kosten

Entscheiden Sie sich für eine Krankenversicherung, schließen Sie diese so rasch wie möglich ab. Denn je jünger Ihr Hund ist, desto günstiger ist die Versicherung. Ab einem gewissen Alter nehmen viele Versicherungen Ihren Vierbeiner eventuell gar nicht mehr an. Oder nur zu deutlich höheren Kosten. Haustierversicherungen können Sie zumeist jährlich kündigen.

Denken Sie jetzt, dass Sie mit einer Hundekrankenversicherung viel Geld sparen können? Hier irren Sie vielleicht. Schließlich kann niemand vorab sagen, ob sich die Versicherung für Ihren Vierbeiner rein rechnerisch auszahlen wird.

  • Ist Ihr Hund häufig krank und benötigt teure Behandlungen? Dann fahren Sie mit der Versicherung wahrscheinlich ganz gut.
  • Haben Sie das Glück, einen fitten und gesunden Hund als Partner zu haben? So ist die Versicherung kein Gewinn für Sie.

Leider kann niemand die Zukunft vorhersagen. Selbst das Versicherungsunternehmen kann das Einzelrisiko nur abschätzen und die Kosten auf alle Versicherten verteilen.

Und so müssen Sie sich wohl oder übel für oder gegen eine Hundekrankenversicherung entscheiden. Sie sollten bedenken, dass monatlich rund 50 Euro für eine derartige Absicherung Ihres Hunds anfallen.

Notgroschen erhöhen, Sparplan statt Hundeversicherung

Eingangs haben wir das bedrohliche Szenario einer Tierarztrechnung von 2.000 Euro beschrieben. Was könnten Sie tun, wenn Sie dieses Geld für anfallende Tierarztkosten heute nicht übrig haben?

Die Lösung ist ganz einfach, als privat finanzierte Alternative zur Hundeversicherung. Mit der Anschaffung Ihres Hundes richten Sie ein Sparkonto oder Tagesgeldkonto ein. Dort legen Sie jeden Monat einen gewissen Betrag zur Seite. So haben Sie im Ernstfall genug Geld angespart, um jede Behandlung beim Tierarzt problemlos aus dem eigenen Portemonnaie bezahlen zu können.

Sie bilden quasi Ihre eigene Krankenversicherung für Ihren Hund. Finanzexperten empfehlen ohnehin mindestens das dreifache Nettogehalt als Notgroschen anzusparen. Persönlich würde ich eher das sechsfache des Bruttogehalts anstreben.

Erhöhen Sie zum Beispiel Ihre monatliche Sparrate um 50 Euro. Dann haben Sie nach knapp dreieinhalb Jahren die zusätzlichen 2.000 Euro angespart. Passiert nun hoffentlich nichts Schlimmes, gehört das Geld weiterhin Ihnen. Müssen Sie plötzlich die Kosten für eine Operation bezahlen, haben Sie das Geld sofort zur Verfügung.

Sparen plus Hundeversicherung

Verstehen Sie diese Tipps bitte nicht als Entweder-Oder-Entscheidung. So könnten Sie zum Beispiel eine Versicherung mit einem günstigen Tarif wählen, um extrem hohe Kosten für OP-Behandlungen abzusichern.

Standardbehandlungen beim Tierarzt bezahlen Sie weiterhin selbst. Und die gesparten Beiträge legen Sie monatlich auf Ihrem Sparkonto zurück. Somit können Sie Ihren persönlichen Versicherungsschutz zusammen bauen. Im Endeffekt entscheiden Sie selbst mit Ihrer Risikotoleranz, wie viel Ihnen eine Tierkrankenversicherung wert ist.

  • Will ich alle Verantwortung abwälzen, muss ich mehr bezahlen.
  • Will ich etwas weniger bezahlen, muss ich mehr Eigeninitiative entwickeln.

Nur wenn ich den Sand in den Kopf stecke, muss ich gar nichts unternehmen. Allerdings würde ich nicht darauf tippen, dass Sie in diese letzte Kategorie fallen, da Sie sich zurzeit ja über Versicherungen für Ihren Hund informieren.

Hoffentlich liefern Ihnen alle Informationen aus diesem Artikel die notwendige Grundlage für Ihre Entscheidung. Ob in Ihrem Fall eine Hundekrankenversicherung sinnvoll ist, können Sie jetzt selbst entscheiden.

Ihr Hund kostet monatlich Geld. Dabei gibt es planbare und unvorhergesehene Kosten. Ihre überschaubaren Ausgaben sind beispielsweise Anschaffungen wie Zubehör. Ebenso die Hundesteuer oder die Futterkosten für Ihren Liebling.

Wobei das Hundekrankenversicherungen an sich schon schwierig genug auszusprechen ist. Für mich kommt das Wort so ungefähr nach Immatrikulationsbescheinigung und Hundehalterhaftpflichtversicherung.

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