Hundejahr 2010

Hier noch eine kleine Nachlese zu verschiedenen Artikeln aus 2010 hier im Blog.
Collie - Nach einem Artikel in der Zeitschrift Hundewelt wurde ich von den beiden Collie-Zuchtvereinen im VDH massiv angegriffen. In einer weiteren Ausgabe der Hundewelt konnten Prof. Geyer und ich ausnahmslos alle Argumente insbesondere des Clubs für britische Hütehunde widerlegen und die traurige Feststellung untermauern, dass leider ein Großteil der Zucht-Population der Collies im VDH von mindestens einer ernsten Erbkrankheit belastet ist. Der CfbrH musste inzwischen seine Vorwürfe mir gegenüber zurücknehmen.
Ina Moser von der Uni Wien arbeitet derzeit an einer Erfassung des gesundheitlichen Standes der Collie-Population.
Eine ähnliche beschönigende - besser gesagt gegenüber dem Wohl der Hunde ignorante - Haltung der Zuchtvereine haben wir bei verschiedenen Hunderassen nachgewiesen, so insbesondere auch beim Cavalier King Charles Spaniel. Dieser so wunderbare, sanftmütige Begleithund, der ideal in unsere Zeit passen würde, wäre er denn gesund, hat leider das Pech, dass der Großteil seiner Züchter ihn rücksichtslos mit schweren Herz- und Nervenkrankheiten vermehrt. Der Profit lockt. Tierschutz oder gar Liebe zu den Hunden ist den Cavalier-Züchtern leider allzu oft ein Fremdwort. Im Dezember strahlte das niederländische Fernsehen eine Doku aus, in der deshalb ein Verbot der Zucht des Cavaliers gefordert wird. Auch im Mutterland des Cavaliers bleibt dieses Thema akut.
Der VDH schweigt weiter und lässt Qualzuchtpraktiken gewähren, ja sie werden sogar in der neuen, ab 01.01.2011 geltenden Zuchtstrategie verbandsintern "legalisiert" (wir werden noch darauf eingehen).

Hundejahr 2010

Der Toller - eine uralte, schon im Mittelalter beschriebene Jagdhunde-Rasse (Foto www.kleine-fotoschmiede.de)


Alexander Däubler, Vorsitzender des Toller-Zuchtvereins im VDH, wollte und will da einen anderen Weg gehen. Er orientiert sich an dem Wohl und der Gesundheit seiner kleinen Retriever-Rasse (der offizielle Name lautet: Nova Scotia Duck Tolling Retriever) und fordert u.a. nachhaltige Maßnahmen gegen Inzucht. Da lassen die Beschimpfungen von Seiten der etablierten Züchter nicht lange warten. Der Deutsche Retriever Club verfasst im November 2010 ein Statement, in dem eine wunderbare sorgenfreie Lage der Zucht gezeichnet wird. Und wo alles in Butter ist, braucht man auch nichts zu ändern.
Also alles in besten Händen, weiter so mit der Hundezucht im neuen Jahr 2011?
Leider werden wir auch in 2011 weiter kritisch auf dieses Thema zu sprechen kommen müssen. Müssen, ja müssen, denn wenn man etwas für das Wohl und die Gesundheit unserer Hunde tun will, so muss man zunächst einmal die Missstände beim Namen nennen, sie ernsthaft zur Kenntnis nehmen. Nur so können auch wirksame Maßnahmen gefunden und durchgesetzt werden. Wegschauen konserviert nur die Missstände, fördert letztlich nur die zunehmende Tendenz zur Qualzucht.
Das exportierte Mitleid.
Aktiver Tierschutz auch für unsere Rassehunde ist dringend notwendig. Für unsere Hunde geben wir 5 Mrd Euro im Jahr aus. Das Thema Nothund flimmert jede Woche durch die einschlägigen Heimtier-TV-Programme und Gazetten - nur darf es nicht in Deutschland stattfinden. Unser Bedürfnis nach Mitleid exportieren wir derweil nach Spanien. In den Spiegel schauen wir nicht. Tierschutz für Hunde hat bitte in fernen Ländern stattzufinden, bei den bösen Nachbarn, nur nicht bei uns selbst. Doch unsere Hunde sind heute vollkommen auf unsere Fürsorge angewiesen, hier und heute, mitten unter uns. Ich persönlich sehe mich sogar verpflichtet, meine Stimme zu erheben, will ich meinen Hunden in ihre lieben, treuen Augen schauen. Sie haben es allemal verdient.


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