Hue

Der Reisefuehrer beschreibt Hue mit all seinen Tempeln, Pagodas, Palaesten und Graebern als 'das intellektuelle, kulturelle und spirituelle Herz Vietnams', was auf sehr viel Geschichte und zahlreiche Fotomoeglichkeiten schliessen lies. Waehrend des gesamten Vietnam Trips standen wir unter enormen Zeitdruck und folgten einem straffen Zeitplan, denn fuer sage und schreibe 1700 km von Saigon (im Sueden) nach Hanoi (im Norden) hatten wir gerade mal 14 Tage Zeit. Und so mussten wir auch Hue im Schnelltempo abarbeiten und buchten aus diesem Grund eine Stadtrundfahrt, die uns neben zahlreichen geschichtlichen Informationen auch ganz bequem zu all den Sehenswuerdigkeiten fuhr, ohne dass man sich mit Taxifahrern rumschlagen musste.
Hier mal wieder ein bisschen Geschichte (inzwischen duerfte Euch das nicht mehr abschrecken): Von 1802 bis 1945 stellte Hue die politische Hauptstadt Vietnams unter der Herrschaft der 13 Kaiser der Nguyen Dynastie dar. In 1804 begann unter der Herrschaft es Kaisers Gia Long der Bau der Zitadelle, die als Wohnstaedte, Wirkungsstaedte des Kaisers, Empfangshalle fuer wichtige Gaeste usw diente. All diese Kaiser (wie gesagt, 13 an der Zahl) liesen sich bomfatioes bestatten und in das Jenseits schicken und so stellen auch ihre Grabmaehler imposante Bauwerke dar, die teilweise besucht werden koennen. Diese Grabmaehler befinden sich allerdings nicht direkt in Hue, sondern etwas ausserhalb entlang des Parfuem Flusses (der Song Huong) und wir besuchten 3 dieser Graeber: Minh Mang, Khai Dinh und Tu Duc. Aufgebaut sind sie alle gleich mit Gebaeuden, die die gleichen Funktionen haben und Kriegern, Pferden und Elefanten aus Stein, die Ehrenwache halten. Die Ausfuehrung ist allerdings bei jedem Grab anders und somit fand ich sie alle gleichsam interessant und sehenswert. Ausserdem besuchten wir eine der zahlreichen Pagodas (das war zum Glueck die einzige an diesem Tag, bei all den Pagodas schwirrte mir bereits der Kopf) und das Haus eines sogenannten Mandarin, einem Berater und Vertrauten des Kaisers. Zurueck nach Hue gings auf einem der beruehmten Drachenboote auf dem Parfuem Fluss, wo wir etwas unzeremoniell am Fluss abgesetzt wurden und uns selbst im Stadtgewimmel zurechtfinden mussten (normalerweise wird man immer mit dem Bus abgeholt und am Ende der Tour auch wieder abgesetzt). Fuer uns war das gluecklicherweise kein Problem, da wir ganz in der Naehe wohnten.
Hier noch etwas zum Schmunzeln: Tom, unser Tourguide erwaehnte einen speziellen Wein der bei einigen Kaisern aufgrund seiner fruchtbarkeitsfoerdernden Eigenschaften sehr beliebt war. Untaetigkeit kann man den Herren auf keinen Fall vorwerfen, ist doch der Name Nguyen heutzutage sehr weit verbreitet in Vietnam.  
Unser Aufenthalt in Hue ueberschnitt sich mit dem 'mid-autumn festival' zum Ende des Monats September und dem ersten Vollmond des neuen Quartals und angeblich ist dies ein Fest speziell fuer Kinder und Jugendliche. Und die liesen es so richtig krachen, allerdings auf ihre ganz eigene Art und Weise. In den Abendstunden zogen sie in ihren Drachenkostuemen durch die Strassen und fuehrten, begleitet von Trommelwirbel und dem Jubel der Zuschauer, den beruehmten Drachentanz auf, bei dem die boesen Geister vertrieben werden. Das war ganz nett anzuschauen und beim ersten Mal gaben wir noch Geldspenden, aber wenn alle 10 Minuten eine andere Truppe Kinder auftaucht und ihre Show abzieht, ist es irgendwann nichts besonderes mehr. Ausserdem muss man sich fragen, warum dies gehaeuft gerade in touristischen Stadtgebieten geschieht, vor Hotels, Souvenirlaeden und Restaurants. Skeptiker koennten meinen, es kommt dabei weniger auf die eigentliche religioese Bedeutung des Drachentanzes an sondern mehr auf das Abzocken der Touristen. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

Genervt haben diese allabendlichen Dauershows in unserer Strasse (in der Hotels, Laeden und Restaurants wie eine Perlenkette aufgereiht waren) aus dem Grund, dass sie den kompletten Verkehr lahmgelegt haben, da jeder Motorrad- und Fahrradfahrer anhaelt, um das Spektakel zu verfolgen. Das Chaos war perfekt und der Laermpegel stieg durch das Hupkonzert und den Trommelwirbel um einige Dezibel.

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