Huawei setzt 2018 über 200 Mio Smartphones ab

Huawei setzt 2018 über 200 Mio Smartphones abDer chinesische Hardwarehersteller Huawei hat 2018 mehr als 200 Millionen Smartphones verkauft und damit einen neuen Firmenrekord aufgestellt.

Mit diesem Umsatz hat die Firma die Anzahl der verkauften Geräte im Vorjahresvergleich um ein Drittel gesteigert: Im Jahr zuvor (2017) waren es noch rund 150 Millionen verkaufte Geräte.

Huawei kann damit trotz zahlreicher Kontroversen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken.

Der Erfolg zeichnete sich ab

Der Anstieg der Verkaufszahlen überrascht nicht wirklich. Das Marktforschungsinstitut International Data Corporation (IDC) hatte schon im August festgestellt, dass Huawei Apple als zweitgrößten Smartphone-Anbieter der Welt abgelöst hatte.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Huawei schon 12,9 Millionen Smartphones mehr als der iPhone-Hersteller aus den USA verkauft. Nur Samsung aus Südkorea hatte mit geschätzten 71,5 Millionen im August noch mehr Geräte verkauft.

Ein problematisches Jahr

In Anbetracht des turbulenten Jahres ist der Erfolg von Huaweis Smartphones ganz besonders beachtlich. Denn die Geheimdienste der USA haben Anfang des Jahres ausdrücklich Warnungen gegen den chinesischen Hersteller ausgesprochen, der sich mit einer Zusammenarbeit mit dem US-Netzbetreiber AT&T auch am amerikanischen Markt etablieren wollte. Es hat aber nie Belege für den Vorwurf der Spionage von Huawei-Geräten gegeben, was man von den US-Unternehmen allerdings so nicht sagen kann.

US-Behörden hatten außerdem die Deutsche Telekom dazu erpresst, auf Huawei-Hardware zu verzichten, damit die geplante Fusion von Sprint und T-Mobile US genehmigt wurde.

Dann wurde vor einigen Wochen auch noch die Finanzchefin von Huawei, Meng Wanzhou, auf Ersuchen der US-Behörden in Kanada festgenommen – angeblich wegen Sanktionsverstößen und unwahren Angaben bezüglich des Iran-Geschäften ihres Konzerns.

Gegen Kaution ist Wanzhou zwar seit dem 12. Dezember wieder auf freiem Fuß, allerdings mit sehr strengen Auflagen. Und Kanada protestiert jetzt gegen die „willkürliche Festnahme“ zweier Bürger in China, die nach Angaben von Beobachtern vermutlich als Druckmittel im Falle Wanzhou dienen sollen – also im Grunde gegen dasselbe was sie mit der Chinesin getan haben.

Merke: Wenn zwei dasselbe tun, ist es noch lange nicht dasselbe. Insbesondere, wenn Mitglieder der Five Eyes darin verwickelt sind…


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