Hohe Löhne stellen für Schweizer keinen Anreiz mehr dar

„Geld macht glücklich“ – diese Behauptung mag für viele Menschen zutreffen. Doch stimmt sie in jeder Situation? Gerade in der Arbeitswelt fördern finanzielle Themen teilweise hitzige Diskussionen zutage. Stichworte sind unter anderem Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau oder Lohndumping. Auf was sind Schweizer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bereit zu verzichten, wenn am Ende mehr Lohn auf dem Konto ist? Welche Ansprüche haben sie an ihren Arbeitgeber?

Hohe Löhne stellen für Schweizer keinen Anreiz mehr dar
Bild Pixabay

Ein Blick in die IT-Branche zeigt, dass hier der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Zuge der Digitalisierung stark gestiegen ist, und es weiterhin tun wird. Auf dem Schweizer Arbeitsmarkt sind Tech-Experten jedoch zu einer Mangelware geworden, weshalb Unternehmen regelrecht um sie kämpfen müssen. Die wenigen vorhandenen IT-Fachleute können sich ihrerseits ihre Arbeitsstelle aussuchen und müssen nicht dankbar das erstbeste Jobangebot ergreifen. Diese Situation wird im kommenden Jahr zu einer Lohnerhöhung auf allen Positionen in der IT-Branche führen.

Hohes Gehalt ist nicht alles

Obwohl das attraktiv klingen mag, sind hohe Löhne für ITler nicht alles: Andere Faktoren wie fachliche und persönliche Weiterbildung sowie Anerkennung für erbrachte Leistungen sind genauso wichtig, wenn nicht sogar ausschlaggebender. Auch Schweizer Berufseinsteiger sind anspruchsvoll in Bezug auf die Anforderungen ihrer künftigen Arbeitgeber. Jedoch sind finanzielle Benefits auch hier nicht reizvoll. Vielmehr legen sie Wert auf sogenannte „softe Faktoren“. Dazu zählt unter anderem eine ausgewogene Work-Life-Balance.

Dieser Wunsch nach einer optimalen Balance zwischen Beruf und Privatleben geht Hand in Hand mit dem Bedürfnis nach Absicherung am Arbeitsplatz. Denn nur wer gesund arbeiten kann und sich genügend abgesichert gegen Krankheit fühlt, kann berufliche und private Ziele miteinander vereinen. Jeder Arbeitnehmer kann mit persönlichen Massnahmen zu einer Optimierung der Work-Life-Balance beitragen. Ein befriedigendes Ergebnis ist jedoch nur möglich, wenn auch das Unternehmen Möglichkeiten bietet, um das Gleichgewicht zu fördern.

Unternehmen muss in Gesundheit investieren

Salopp gesagt, nützt einem Angestellten jeder noch so hohe Lohn nichts, wenn er abends völlig ausgebrannt nach Hause kommt und über längere Zeit womöglich sogar aufgrund Dauerbelastung erkrankt. Eine kürzlich durchgeführte Studie bestätigt dies: 60% der befragten Schweizer Arbeitnehmer sind bereit, auf einen höheren Lohn zu verzichten, wenn ihnen dafür das Unternehmen gesundheitsfördernde Vorsorgemassnahmen gewährleistet. Dazu zählen nicht nur Sportprogramme oder Angebote zur Stressbewältigung, sondern auch gute Sozialleistungen und Absicherung im Krankheitsfall. Da gerade bezüglich der Pensionskasse der Arbeitgeber entscheidet, welche Rente ein Mitarbeiter aufgrund einer längerfristigen Krankheit erhält, müssen Unternehmen solche Faktoren zwingend berücksichtigen. Sie können einerseits entscheidend sein, ob ein Angestellter der Firma erhalten bleibt oder ob er sich bei der Konkurrenz nach attraktiveren Bedingungen umschaut. Andererseits tragen sie dazu bei, neue Talente anzuwerben.

Fazit: Zusammenspiel aus fairem Lohn und weiteren Benefits

Es ist ein Geben und Nehmen: Wenn Mitarbeiter in ihrem Job glücklich sind, arbeiten sie motivierter und leisten dementsprechend mehr. Dies führt dazu, dass das Unternehmen erfolgreicher auf dem Wirtschaftsmarkt ist. Im Gegenzug dazu, muss die Firma seinen Angestellten etwas zurückgeben. Dieses „Geben“ sollte jedoch nicht nur auf den Lohn bezogen sein, sondern weitere Faktoren wie faire Arbeitsbedingungen sowie gesundheitsfördernde Massnahmen beinhalten. Kurz gesagt: Das Gesamtpaket muss stimmen.

Quellen: cash.ch, Studie Robert Half „Gehaltsübersicht 2018“, zeitblueten.com


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