Hochgefährliche Bande im Landkreis Ostallgäu aktiv. Schadenshöhe zum Jahresende auf 9 Mio. Euro geschätzt!

Im Landkreis Ostallgäu treibt eine Gang ihr Unwesen.
Bandenmitglieder sind anscheinend alle im Kreistag vertretenen politischen Parteien, und sogar die Freien Wähler, von denen ich noch am ehesten eine Vertretung der Bürgerinteressen erwartet hätte. (Nur die Freien Wähler in der kreisfreien Stadt Kaufbeuren haben aufgemuckt (und mussten dafür von dem Krankenhaus'paten' Landrat Johann Fleschhut harte Kritik einstecken); ansonsten berichtet die Zeitung nichts darüber, dass sich die eine oder andere Partei gegen Partikularinteressen für eine schmerzhafte Sanierung des hiesigen Krankenhauswesens eingesetzt hätte.)
Die Mitglieder der organisierten Geldvernichtung haben sich auf das Verbrennen von Steuergeldern spezialisiert. Mit ihrem an griechische Zustände erinnernden Klinik-Klientelismus hat es die Steuerbürgerberaubungs-Gang unter der Anführung des Klinik'paten' Landrat Johann Fleschhut (hier seine Homepage) mittlerweile dahin gebracht, dass "das zu erwartende Defizit der Kliniken Ostallgäu/Kaufbeuren für 2011 statt sechs, neun Millionen Euro beträgt."
 Über dieses Drama hatte ich bereits neulich sehr ausführlich in meinem Blott "Griechenland im Landkreis Ostallgäu? Landrat Johann Fleschhut und Kreistag: solidarisch pro krankes Klinikwesen - und kontra Steuerzahler" berichtet. Damals war man allerdings noch von einem Defizit von 6 Mio. Euronen ausgegangen.
Auf Nachfrage der Allgäuer Zeitung hat eine Sprecherin des bayerischen Ministeriums für Umwelt und Gesundheit zur Diskussion über die Kliniken im Ostallgäu erklärt, dass es deutlich mehr Krankenhausbetten als in anderen Landkreisen gibt:
"Mit 857 Planbetten bei den Kliniken in der Stadt Kaufbeuren und im Landkreis Ostallgäu (berechnet mit der St.-Vinzenz-Klinik in Pfronten, aber ohne das Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren) ergibt sich ein Wert von 4,87 Planbetten je 1000 Einwohner. In Bayern liegt der vergleichbare Durchschnittswert bei 4,29 Planbetten. Die 857 Betten waren im Jahr 2010 im Durchschnitt nur zu 67,5 Prozent belegt." (Zum Vergleich: bundesweite durchschnittliche Bettenauslastung in 2009 lt. statistischem Bundesamt 77,5%, also exakt 10 Prozentpunkte geringer, bezogen auf den Ausgangswert müsste also die Belegung um 15% gesteigert werden, um nur den Durchschnitt zu erreichen!)
Mit einer Schließung der Krankenhäuser in Marktoberdorf, Obergünzburg und Buchloe könnte der Krankenhauszweckverband Kaufbeuren-Ostallgäu Millionengewinne einfahren; mit einer Schließung des Krankenhauses Marktoberdorf nach Berechnungen der Unternehmensberatung Kienbaum vielleicht einen kleinen Gewinn. Schon das erscheint mir zweifelhaft in einer Lage, in welcher die Defiziterwartungen mal eben um 50% nach oben korrigiert werden müssen. Die Politik unter Anführung des Landrates (von den Freien Wählern!) will aber weiterhin Defizite tragen, indem sie zwar an den kleinen Krankenhäusern einzelne Abteilungen schließen bzw. austauschen, jedoch alle fünf Krankenhäuser erhalten will. Zudem wird das bereits für diese Variante Verluste von ca. 1 Mio. € prognostizierende einschlägige Modell der Unternehmensberatung noch weiter verwässert, indem sogar Überlegungen angestellt werden, die defizitäre Geburtenabteilung im Füssener Krankenhaus und das Wundzentrum in Marktoberdorf zu belassen.
Der Verwaltungsrat der Kliniken hätte eigentlich gestern, am 26.05.2011, ein Sanierungskonzept beschließen sollen, konnte sich jedoch nicht einigen. So wurde die Entscheidung auf den 8. Juni vertagt. Anscheinend will man die Beraterfirma so lange bearbeiten, bis die ein Gefälligkeitsgutachten erstellt, mit dem man den Kreispolitikern die Erhaltung aller 5 Kliniken schmackhaft machen kann. Nur so jedenfalls kann ich den Passus der Meldung von RSA-Radio vom 27.05.11 deuten:
"In der Zwischenzeit sollen noch einmal Gespräche mit der Beraterfirma Kienbaum stattfinden. Das Unternehmen soll einen Vorschlag ausarbeiten, wie das Marktoberdorfer Krankenhaus gerettet werden könnte."
Die hiesigen Bürger regen sich nicht auf über die in der Steuerverheizergang organisierte Verantwortungslosigkeit.
Für mich ist das insofern erstaunlich, als das Allgäu doch bislang für seine Kühe bekannt war.
Oder ist man speziell im Landkreis Ostallgäu mittlerweile auf die Schafzucht umgestiegen?
Und die haben wohl zu viel Wolle, woll?
Lasst euch nur brav scheren: das nächste Defizit kommt bestimmt!
Textstand vom 27.05.2011.

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