Hirsch-Rücktritt: Schwere Vorwürfe gegen FIFA

Credit: FIFA

Die umstrittene WM-Vergabe an Russland und Katar Anfang Dezember zieht nun weitere Konsequenzen nach sich. Günter Hirsch ist aus der FIFA-Ethikkommission zurückgetreten und erhebt in seinem Rücktrittsschreiben schwere Vorwürfe gegen den Fußball-Weltverband.

 

Wie am Sonntag bekannt wurde, hat Günther Hirsch die Konsequenzen aus dem jüngsten Skandal um die WM-Vergabe gezogen und sein Amt beim Weltverband niedergelegt. Das hat die FIFA nun bestätigt. In einem Schreiben erhob Hirsch schwere Vorwürfe gegen die FIFA im Zusammenhang mit der umstrittenen Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 Anfang Dezember.

Hirsch begründete seinen Rücktritt damit, „dass die Ereignisse der letzten Wochen bei mir den Eindruck erweckt und gefestigt haben, dass die Verantwortlichen der FIFA kein wirkliches Interesse daran haben, eine aktive Rolle bei der Aufklärung, Verfolgung und Vorbeugung von Verstößen gegen das Ethikreglement der FIFA zu spielen.“

Viel zu milde Strafen für korrupte Mitlgieder, verfehlte Grundkonstruktion der Ethikkommission

Der Jurist kritisierte die Entscheidungen im Zusammenhang mit möglichen Schmiergeldern an FIFA-Spitzenfunktionäre bei der Doppel-Vergabe der WM für 2018 an Russland und 2022 an Katar. Zwei Mitglieder der FIFA-Exekutive hatten sich von verdeckt ermittelnden Reportern überreden lassen, ihre Stimme gegen Bestechungsgelder anzubieten. Zur Strafe durften sie dann lediglich nicht an der Abstimmung teilnehmen. Die Sanktionen würden der Schwere der Verstöße nicht gerecht, so Hirsch. Die FIFA bestätigte lediglich den Eingang des Schreibens, ansonsten äußert sie sich zu den Vorwürfen ebenso wenig wie zu den seit Wochen aufrechterhaltenen Korruptionsvorwürfen.

Hirsch monierte zudem die Grundkonstruktion der Ethikkommission. Aufgabe der Ethikkommission ist laut Fifa, „den Bewerbungsprozess für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zu untersuchen und sicherzustellen, dass die Verhaltens- und Ethikregeln während des Prozesses eingehalten wurden“. Die Mitglieder des Gremiums, die die Exekutive kontrollieren sollen, werden jedoch von genau jener berufen und dürfen nur auf Initiative der Fifa aktiv werden. 2006 hatte Blatter noch als großen Fortschritt angekündigt, dass die Mitglieder der Ethikkommission nun nicht mehr Mitglieder der Exekutive sein durften. Dass das aber noch lange keine Transparenz gewährleistet, kritisiert nicht nur Hirsch. Für den 67-Jährigen ist die Grundkonstruktion des Kontrollgremiums schlichtweg „verfehlt“. Von Unabhängigkeit kann jedenfalls keine Rede sein.


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