Heute ist ein guter Tag für ein Gespräch mit Gott!

Den Begriff „Gott“ verwende ich eher selten, weil jeder darunter etwas anderes versteht. Viel lieber spreche ich über das Leben (im umfassendsten Sinn), das Lernen (Entwicklung) und die Liebe (die höchste aller Energieformen). All das ist Gott. Gleichzeitig erleichtere ich mir die Verbundenheit mit diesem übergeordneten Bewusstsein, indem ich es auf eine Ebene bringe, die ich verstehen kann. Und so entstehen manchmal Gespräche wie das Folgende:

Hallo, mein Freund, ich brauche mal wieder deine Hilfe. Ich habe mir wie so oft etwas vorgenommen, das ein paar Nummern zu groß für mich ist. Doch bestimmt kannst du mir in dieser Sache den einen oder anderen Rat geben. Es handelt sich nämlich um eine Angelegenheit, in der sich niemand besser auskennt als du.

Grüß dich Jürgen, wo drückt denn der Schuh? Du weißt ja, ich habe immer ein offenes Ohr für dich und bin immer an deiner Seite. IMMER und ÜBERALL! Und ich freue mich, dass du dich so direkt an mich wendest. Das ist selten geworden in der heutigen Zeit. Viele deiner Mitmenschen kennen mich kaum noch. Was kann ich also für dich tun, mein Sohn?

Genau darum geht es: Dass dich viele nicht richtig kennen. Auch ich selbst zähle mich immer noch dazu. Ich habe in letzter Zeit sehr viel über dich nachgedacht. Ich versuchte herauszufinden, wie ich dich sehe und wie ich dich beschreiben würde. Und ich muss dir gestehen, das ist eine ganz schöne Herausforderung.

Dann sei dankbar dafür, denn was dich fordert, das fördert dich auch in deiner Entwicklung. Und das ist gut so. Gab es einen besonderen Anlass, der dich dazu brachte, dir Gedanken über mich zu machen?

Ja, den gab es tatsächlich. Ein Gespräch mit einer Freundin, die dich liebevoll „Papa“ nennt, regte mich dazu an, mich mal wieder ernsthaft zu fragen, ob ich eigentlich wirklich an dich glaube. Ein Gedanke, mit dem ich mich ja schon seit Jahren befasse, wie du aus früheren Gesprächen weißt.

Ja, mein Freund, ich weiß. Und falls du es vergessen hast: Ich weiß alles, ob wir nun darüber sprechen oder nicht. Mit jedem Gedanken, mit jedem Wort, mit jeder Idee, mit jeder Entscheidung, mit jeder Handlung teilst du mir etwas über dich mit. Und ich antworte dir auf millionenfache Weise. Manchmal hörst du allerdings nicht sehr aufmerksam zu, mein Lieber, obwohl du längst weißt, dass es dir das Leben erleichtern würde. Ich kenne dich in- und auswendig. Ich sehe alles. Ich kenne alle deine Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche. Ja, ich kenne sogar alle die Bereiche, die du am liebsten vor dir selbst und andern versteckst. Ich bin mit allem vertraut, was dich betrifft. Du kannst also ganz offen reden.

Ein schönes Gefühl, dass da jemand ist, der alles weiß, der sich um alles kümmert und der alles versteht. Wenn das so ist, dann weißt du ja auch, dass ich das Leben liebe und alles, was es zu bieten hat.

Selbstverständlich. Du sagst es mir und anderen ja auch täglich hier auf diesen Seiten. Ein paar Besucher haben sich übrigens auch wieder ganz leise verabschiedet, weil sie das hier alles für – gelinde gesagt – Schönfärberei halten. Aber das nur am Rande. Ich möchte dich nicht aus dem Konzept bringen. Die meisten lieben, was du hier tust. Und sie sind es auch, für die es letzlich gedacht ist. Du machst das also schon ganz gut!

Danke für den Hinweis. Vielleicht sage ich dazu demnächst etwas. Doch bleiben wir hier erst einmal beim Thema. Du hast recht, dieses ganze Internetprojekt hier ist im Grunde eine einzige Liebeserklärung an das Leben. Und irgendwann hat sich auch mir die wichtige und grundlegende Frage gestellt: Was war oder ist die Ursache für die Existenz dieser ganzen Dinge und Lebewesen, die mein Leben so sehr bereichern? Wer hat das alles „gemacht“? Warum ist alles so geordnet und vielfältig? Und wie kommt es, dass aus „etwas“ plötzlich „jemand“ wird – ein Mensch wie ich, der sich solche Fragen stellt?

Machst du Witze? Die Antworten auf all diese Fragen hast du doch schon vor langer Zeit in dir gefunden. Du redest fast jeden Tag mit mir und jetzt bringt dich ein Gespräch mit einer Freundin ins Stolpern? Kann man dich so leicht verunsichern?

Eigentlich nicht. Aber weißt du, Philosophen und Heilige, Theologen und Weise, Propheten und Wissenschaftler, Schriftsteller und Künstler haben seit Anbeginn der Zeit versucht, die Frage nach Gott zu beantworten. Mittlerweile quellen die Bibliotheken über von den menschlichen Versuchen, sich dir anzunähern. Doch alles Reden über dich kann doch immer nur ein sehr begrenztes Bild zeigen. Du bist doch so viel GRÖSSER, als wir es uns vorstellen können. Schon Ludwig Wittgenstein sagte ja so treffend: „Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen!“

Hm, ich verstehe. Ludwig hatte da schon recht. In der Stille und im Schweigen könnt ihr mir auch am besten begegnen. Doch hat er selbst eigentlich zu allem geschwiegen?

Nein, natürlich nicht. Immerhin war er ja Philosoph und da gehört es zum Job, sich Gedanken über Gott und die Welt zu machen und diese auch zu verbreiten.

Aha, und was meinst du, bist du selbst? Hast du dich einmal gefragt, warum ich dir so viele Talente in die Wiege gelegt habe? Seit du Schreiben gelernt hast, hast du immer wieder festgestellt, dass du hier eine besondere Begabung mitbekommen hast. Und mit deiner Internetseite – die mir bis jetzt schon sehr gut gefällt – hast du ja nun endlich einen Weg gefunden, auch andere daran teilhaben zu lassen.

Ja, das stimmt. Darüber bin ich auch sehr glücklich und es freut mich besonders, dass Ulrike mich darin so unterstützt.

Wo du sie gerade erwähnst. Was meinst du, wer sie dir geschickt hat?

Du etwa?

Na klar, was dachtest du denn? Und noch etwas habe ich deiner Seele mit auf den Weg gegeben: Sinn für Schönheit, Freude an der Natur und ein Gefühl für das Heilige in allem.

Tatsächlich?

Ja, oder was glaubst du, wie es kommt, dass du so empfindest wie du es tust? Was glaubst du, wie es kommt, dass du ein Gespür für das richtige Wort hast? Was glaubst du, wie es kommt, dass du mit deinen wundervollen Fotos den Menschen all das Gute dieser Welt zeigen kannst.

Nun, ich denke, diese Dinge sind einfach da.

Richtig, sie sind da. Sie waren immer da und sie werden immer da sein. Du weißt aber auch ganz genau, dass es viele Menschen gibt, die sie nicht sehen. Oder kennst du etwa niemanden, der alles nur Grau in Grau betrachtet? Du sagst doch selbst immer, dass alles zwei Seiten hat und du dich lieber der positiven Seite der Dinge zuwendest. Mach das zu deiner ganz persönlichen Philosophie, rede und schreibe darüber und bringe damit mehr Licht in diese Welt. Jürgen, ich sage dir jetzt etwas, das jeder Mensch wissen sollte: GABEN SIND AUFGABEN. Du bist so, wie du bist, weil du eine ganz spezielle Lebensaufgabe zu erfüllen hast. Und dreimal darfst du jetzt raten, welche das ist.

Du meinst, dass da irgendeine Bestimmung auf mich wartet und von mir verwirklicht werden will?

Wenn du es so sehen willst. Du bist es, der deinem Leben einen Sinn gibt.

Nun, solche Gedanken kamen mir auch schon. Und seit ich mit leben-lernen-lieben.de angefangen habe, trage ich ja auch mehr und mehr Gedanken der Dankbarkeit, der Freude, der Liebe und des Friedens in die Welt. Ich zeige all das, was auf diesem wundervollen Planeten noch in Ordnung ist und lasse alles andere links liegen, auch wenn ich es nur zu gut kenne. Ich beschreibe das, was Ulrike und ich gemeinsam erleben und gebe dadurch hoffentlich auch für meine Leserinnen und Leser ein Beispiel, wie man eine zwischenmenschliche Beziehung harmonisch und beglückend gestalten kann und dabei zum persönlichen Wachstum beider Partner beiträgt. Selbstverständlich gebe ich gerne zu, dass ich das alles nicht in jedem Augenblick leben kann. Wer wüsste das besser als du? Doch ich habe die Wahl getroffen, über das Gute zu schreiben, weil ich im Innersten weiß, dass es mir und anderen guttut, was ich hier tue. Aber so ein Text über dich ist doch etwas ganz anderes. Da gibt es Menschen, die jahrzehntelang studieren und die wirklich Ahnung haben. Ich dagegen habe bis heute noch nicht einmal dein Buch, die Bibel, vollständig gelesen. Und Fotos kann ich von dir ja wohl schlecht machen. Schließlich hat noch niemand Gott wirklich gesehen.

Du glaubst also nur, was du siehst?

Nein, so ist das auch wieder nicht. Ich denke, es ist sogar eher umgekehrt: Ich sehe, was ich glaube. Außerdem glaube ich ja auch an Elektrizität, obwohl ich sie nicht sehe. Ich kann sie nur anhand ihrer Wirkung erkennen und ihre Kraft nutzen, um zum Beispiel hier dieses Gespräch auf dem Laptop mitzuschreiben. Ich weiß, dass es sie gibt. Und ich habe in der Schule gelernt, nach welchen Gesetzen sie funktioniert.

Und von mir kannst du keine Wirkung erkennen? Und du kannst dir auch nicht vorstellen, dass es Gesetze gibt, nach denen ich mich richte?

Oh, doch! Dein Wirken erlebe ich jeden Tag. Und dass es Verhaltensweisen gibt, die dem Leben förderlicher sind als andere, davon bin ich ebenfalls überzeugt. Aber ich kann es nicht wissenschaftlich erklären, so wie ein Physiker die Elektrizität erklären könnte, so mit Volt und Watt und Ampere, oder wie das heißt.

Erkläre es doch mit deinen eigenen Worten. Was hältst du davon, mein liebes Kind?

Sehr viel. Diese Schlüsselfrage nach dem Wesen Gottes lädt ja regelrecht dazu ein, ein ganzes Buch darüber zu schreiben.

Backe doch erst mal kleinere Brötchen. Wie wär’s mit einem Artikel in leben-lernen-lieben.de? Dann kannst du deiner Freundin auch mitteilen, wo sie deine Ansichten zum Thema „Gott“ nachlesen kann. Sie wird sich bestimmt dafür interessieren. Und ich wette, auch andere Leser werden viele ihrer Gedanken in deinem Text wiederfinden, denn ihr Menschen seid euch ähnlicher, als du vermutest. In den meisten von euch ist noch das Kind lebendig, das sich einfache und leicht verständliche Antworten wünscht.

Wie du das sagst, das klingt so überzeugend. Du machst mir richtig Mut.

Was hältst du davon, dieses „Alles“ ein wenig greifbarer zu machen? Erzähle deinen Leserinnen und Lesern doch einfach, wo und bei welchen Gelegenheiten du mir begegnest.

Na, dann schieß mal los!

Nun, ich glaube, dass du in allen Dingen bist, vom Grashalm bis hin zu den Sternen. – Puh, und schon bleibe ich stecken. Bist du nun alles, oder bist du nur in allem? Das ist ja ein gewaltiger Unterschied.

Was meinst du?

Wie gesagt, glaube ich, du bist alles, was war, was ist und was je sein wird. Doch dieser Satz ist gewaltiger, als er auf den ersten Blick aussieht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich begreife. Darf ich mir auch in anderen Religionen Hilfe holen?

Aber klar. Sie alle suchen nach Wahrheit und jede von ihnen hat große Weisheit zu bieten. Was meinst du denn genau?

Die Hindus schufen ein schönes Bild, um die Beziehung zwischen dir und deiner Schöpfung zu beschreiben. Gott „tanzt“ seine Schöpfung, sagen sie. Du bist der Tänzer, die Schöpfung ist der Tanz. Der Tanz ist etwas anderes als der Tänzer, und doch gäbe es keinen Tanz ohne ihn. Diese Vorstellung gefällt mir, wo Ulrike und ich doch selbst leidenschaftliche Tänzer sind.

Das ist wirklich ein sehr schönes Bild. Bleib ruhig dabei, wenn es dir hilft, mich etwas besser zu verstehen. Dieser Vergleich ist mindestens so wahr wie all die anderen Dinge, die schon über mich gesagt wurden.

Das glaube ich auch. Wann immer ich kann, halte ich inne und schaue einfach nur dem Tanz zu. Jeder Teil des Tanzes ist geeignet für eine stille Betrachtung: ein Stern, eine Blume, ein Blatt, ein Vogel, ein Stein, ein Apfel. Schauen, lauschen, riechen, berühren, schmecken. Und oft geht es ganz schnell und ich habe den Eindruck, den Tänzer selbst zu sehen. Dann bin ich dir ganz nah.

Das ist schön. Und was erkennst du in solchen Momenten?

Nun, in diesen Augenblicken habe ich das Gefühl, dich ein bisschen besser kennenzulernen. Dann ergibt sich immer wieder die Vorstellung, dass du nicht nur das Leben selbst erschaffen hast, zusammen mit einer Reihe von Gesetzen, die das Wer, Was, Wo, Wie und Warum der Dinge regeln. Dann bist du für mich auch das Leben selbst, der Inbegriff alles Lebendigen. Darüber hinaus glaube ich dann zu erkennen, dass du auch jede Form und Gestalt annehmen kannst. Ich sehe dich dann plötzlich überall. Ich sehe dich dann wirklich in allem und jedem.

Hast du da ein paar Beispiele?

Ja, da fällt mir einiges ein. Du bist in der ersten Knospe der Zierkirsche im Bad Krozinger Kurpark, und im vielsagenden Schweigen, das manchmal zwischen Ulrike und mir herrscht, wenn wir unsere Liebe besonders stark fühlen. Gerade dann kann ich deine Anwesenheit richtig spüren. Du bist in den Regentropfen, die auf meinem Gesicht herumtanzen und natürlich auch im Regenbogen, mit dem du den Bund mit uns immer wieder bestätigst. Ich spüre dich in der Weichheit frisch gefallenen Schnees und sehe dich auch in der Einmaligkeit und Vollkommenheit jeder einzelnen Flocke.

Du bist in jedem Wassermolekül und du bist der ganze weite Ozean. Wenn es dir gefällt, bist du der Delfin, der mit den Wellen spielt oder der Robbenschwarm, der sich in der Ostsee tummelt. Ich kann dich in den unendlichen Tiefen des Meeres finden, dort, wo ich nur in Gedanken hinkomme.

Manchmal siehst du aus wie ein galoppierender Hengst auf der Red Rock Ranch in unserer Nachbarschaft oder wie eine Schildkröte oder auch wie ein kleiner Käfer oder wie ein Elefant. Du bist die Majestät des Adlers, der am Himmel kreist und die Unschuld des Rehs auf dem Feld, der Mut des Löwen und die Weisheit einer alten Eule auf dem Baum. Du kriechst als behaarte Raupe über den Weg, auf dem ich gehe, und du fliegst als Storch über die Dächer von Ringsheim.

Du bist das Kaninchen, das sich mit seiner Artgenossin vergnügt und du bist die Liebe, die zwischen den beiden hin und her fließt. Du bist auch das neue Leben, das aus dieser Liebe entsteht. Manchmal bist du eine Ameise. Und morgen wirst du ein Falke sein, der sich gegen den Wind stellt.

Du sprichst zu mir mit der Stimme des Windes, der mir durchs Haar streicht und des Donners, der mir das nahende Unwetter ankündigt. Und in meinen besten Momenten höre ich dich ganz tief in mir und weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Du flüsterst mir Träume zu und hilfst mir dabei, sie auch zu leben.

Du wirkst im Keimen des Getreides, in der Teilung meiner Zellen und im Spiel der Galaxien. Du blickst manchmal rein und klar aus den Augen eines Säuglings. Und manchmal erreichst du sogar unser Herz.

Du bist die Sonne, du bist der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang und du bist auch die Wärme auf meiner Haut, wenn du hoch am Himmel stehst. Du bist der in der Luft schwebende Duft der Blumen, und du bist auch der Fliederstrauch selbst, der aus vollen lila Blüten seinen Wohlgeruch verströmt. Du bist auch die Luft, die den Duft dahinträgt.

Du bist der Anfang meines ersten Gedankens. Und du bist das Ende meines letzten Gedankens. Du bist die Idee, die sich langsam in mir entwickelt und du bist die Freude ihrer Erfüllung. An jeder meiner Handlungen hast du Anteil und oft denke ich, dass du mir die richtigen Worte in den Mund legst, wenn es wirklich darauf ankommt.

Du wohnst in Baracken mit Wellblechdächern, in Palästen und Hochhäusern, in Wäldern und auf Steppen. Du bist der Berg, den ich besteige oder auch einfach nur bestaune. Ich erkenne dich in den Werken eines Michelangelo, eines William Shakespeare, eines Johann Sebastian Bach. Hoch ragst du als mächtige Eiche aus den Hügeln des Kaiserstuhls empor. Ich sehe dich in einem Ahornblatt, das sich langsam rot färbt.

Du bist das Gefühl, das die liebevollste Tat begleitete, die ich je ausgeführt habe. Und du bist der Teil in mir, der sich immer und immer wieder nach diesem Gefühl sehnt.

Du fließt als Rhein, Elbe und Themse, als Mississippi, Ganges und Amazonas. Ich erkenne dich in einer Melodie. Ich entdecke dich in der weisen Comic-Figur, in den neugierigen Augen eines jungen Kätzchens. Du baust Netze wie eine Spinne.

Ich habe dich heute an der Ampel gesehen. Du warst in dem Rot, das für die Sicherheit auf unseren Straßen sorgt. Und auch im Grün, das mir die Fahrt freigab.

Du bist auch in jeder Leserin und in jedem Leser, die oder der mich hier besucht. Und weißt du was? Inzwischen kann ich sogar glauben, dass du auch in mir bist. Und da in mir, ganz tief in meiner Seele, da erinnerst du mich immer wieder aufs Neue an all die guten Dinge des Lebens, an alles, was rein und schön ist.

Du hast hier so viel Schönes aufgezählt. Doch kannst du mich auch in den Situationen und Dingen sehen, die dir auf den ersten Blick weniger gefallen?

Ja, das kann ich. Wenn ich zum Beispiel krank werde, weiß ich, dass das nur ein Zeichen dafür ist, dass ich etwas in meinem Leben ändern muss. Und wenn etwas nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle, dann vertraue ich darauf, dass du etwas Besseres für mich geplant hast. Ich bin davon überzeugt, dass sich auf längere Sicht alles zum Guten wenden wird.

Mehr noch, mein lieber Junge: Alles ist schon jetzt vollkommen, so wie es ist. Vertrau mir. Alles ist gut, wahr und schön. Und alles hat auch seinen Sinn oder bekommt ihn früher oder später.

Wenn du das sagst, dann glaube ich es dir. Du bist also in allem, ob wir es nun für „gut“ oder „schlecht“ halten. Habe ich das mit meinen Beispielen gut erklärt?

Hast du es selbst verstanden?

Ja, aber ist es auch für andere klar, was ich meine?

Spielt das eine Rolle? Alles, was mich betrifft ist immer Glaubenssache. Und der Glaube ist etwas ganz Persönliches. Jeder von euch hat eine andere Vorstellung von dem, was ihr „Gott“ nennt. Du siehst mich so, wie du mich sehen willst. Andere sehen mich ganz anders. Und ihr habt alle recht, weil ich Alles bin. Was immer ihr euch ausdenkt, es ist ein Teil von mir. Welche Bedeutung ihr mir geben wollt, liegt ganz bei euch. Das ist die größte Freiheit, die ich euch gegeben habe. Ihr habt immer die Wahl. In allen Dingen des Lebens. Auch darin, woran ihr glauben wollt.

Das weiß ich schon. Und ich persönlich liebe es über alles, diese Wahlfreiheit zu haben. Das macht es mir ja gerade so leicht, mit dir so „menschlich“ umzugehen. Du bist der Gott, mit dem ich Freundschaft geschlossen habe, der Gott, den ich liebe. Meinst du nicht, anderen würde es gut tun, dich genau so zu sehen wie ich?

Hauptsache ist – wie gesagt -, dass es DIR damit gut geht. Doch weil du sicher nicht locker lassen wirst, will ich dir sagen, du hast das aus deiner Sicht sogar sehr gut erklärt, auch wenn es natürlich noch unendlich viele andere Erklärungsmöglichkeiten gibt. Wenn ihr mich verstehen wollt, dann lenkt den Blick auf das Schöne und Gelungene, auf den Sternenhimmel, die Landschaften, die blühenden Pflanzen, die spielenden Tiere, die gesunden und fröhlichen Menschen, die Liebe, die Freundschaften, die heldenhaften Taten im Kleinen und im Großen, die Wissenschaft und Philosophie, die Erfindungen und Entdeckungen, die großen Werke der Kunst, Musik, Literatur, die Architektur zum Beispiel der Kirchen von den kleinsten Kapellen bis hin zu den Kathedralen. Lenkt den Blick auf die Epochen des Friedens und des Fortschritts in Vernunft und Gerechtigkeit, auf die gelungenen Lebensläufe und so weiter. Euer Bedürfnis, gute, schöne und wahre Werke zu schaffen und euch selbst der Vollendung näher zu führen, habt ihr, weil es ein göttliches Bedürfnis ist. Wenn ihr auf etwas Schönes schaut, dann schaut ihr mit meinen Augen.

Lieber Jürgen. Das, was ihr über mich glaubt, wirkt sich sehr stark auf eure Vorstellungen über das Leben aus, sowie auf die Art und Weise, in der ihr euer Leben lebt und erfahrt. Die Frage nach Gott ist also so wichtig, dass sie jeder nur für sich beantworten kann und sollte. Es gibt viele Wege, um sich mir zu nähern, mich zu erfahren, mich zu lieben. Geh deinen Weg und lass die anderen ihren eigenen finden. Ihr Herz wird ihnen sagen, was sie von dem, was du hier geschrieben hast, annehmen können und wollen. So, wie du willst, dass die Besucher deiner Website deine Meinung gelten lassen, so musst auch du abweichende Ansichten respektieren. Wie gesagt, habt ihr ja letztlich alle recht! Nach eurem Glauben wird euch geschehen!

Das ist Musik für meine Ohren. Was du da sagst, berührt mich im Innersten meiner Seele. Herzlichen Dank für dieses Gespräch. Darf ich mich wieder melden, wenn ich noch Fragen habe?

Jederzeit, mein Freund!

Das freut mich. Dann also bis zum nächsten Mal.

Ja, bis zum nächsten Mal. Und denke immer daran: Ich hab‘ dich lieb!

Ich dich auch.


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