Herbstliche Traditionsrezepte {Rezensionen}

Heute gibt es mal wieder zur Abwechslung eine Doppelrezension für euch. Mitgebracht habe ich zwei Bücher, die sich beide mit traditionellen Rezepten beschäftigen. Die Hauptzutaten sind Beeren, Esskastanien, Holunder, Hagebutten und ähnliche Früchte. Schon viele Jahrhunderte lang wurden diese Zutaten in der Küche verwendet, oft haltbar gemacht und für den Winter aufbewahrt. Leider sind viele Rezepte in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten oder drohen zumindest, bald vergessen zu sein. Solche Rezepte finde ich immer wieder sehr spannend, probiere mich gern durch und gehe mit meiner Kleinen auf Suche nach den heimischen Zutaten.

Herbstliche Traditionsrezepte {Rezensionen}

Besonders toll war, als wir vor einigen Tagen durch Zufall einen tollen Hagebuttenstrauch in Worpswede fanden, der schon leuchtend rote Früchte trug. Viele der kleineren Sorten werden erst in ein paar Wochen reif sein, am besten ist es, wenn man sie sogar erst nach dem ersten Frost erntet. In beiden Büchern gibt es tolle Rezepte für Hagebutten und so haben wir inzwischen zwei ausprobiert – die Rezepte kommen bald, damit ihr sie auch noch ausprobieren könnt. Auch einen riesigen Maronenbaum fanden wir, leider waren viele Maronen nicht komplett ausgereift, die diesjährige Dürre hat dem Baum offenbar ziemlich zugesetzt. Ein paar schöne Esskastanien fanden wir dann aber doch noch. Auch für diese gibt es viele Rezepte in den Büchern.

Barkenhoff Hagebutte Wenn man spontan sammelt... Wenn man spontan sammelt…

Im Buch „Herbstfrüchte“ gibt es insgesamt 120 Rezepte, allesamt vegetarisch und mit den vier Früchten Holunder, Hagebutte, Schlehe und Esskastanie im Mittelpunkt. Jeder Frucht ist ein Kapitel gewidmet, was mit einer ausführlichen Warenkunde beginnt. Das ist sehr hilfreich, weil man hier direkt viel lernt: Wann kann ich pflücken? Worauf muss ich achten? Gibt es eventuell ähnliche Früchte, die aber nicht genießbar sind? … Die Rezepte sind einfach nachkochbar. Es gibt nicht zu jedem Rezept ein Bild, aber die meisten sind absolut selbsterklärend und so fand ich das nicht störend.

Hagebutte2 Marone Barkenhoff2

Im Buch „Heimat im Glas“ ist der Bogen noch etwas größer: Es gibt nicht nur Rezepte zu den oben erwähnten Herbstfrüchten, sondern auch zu anderen. Das Buch ist nach Jahreszeiten aufgeteilt. Es gibt ebenfalls Hintergrundwissen, was allerdings nicht ganz so in die Tiefe geht, was bei den vielfältigen Zutaten nicht überrascht. Verwendet und verkocht werden eher „gewöhnliche“ Früchte wie Gurken, Eier, Äpfel und Co, aber auch speziellere wie Kornellkirschen, Mispeln, Quitte, Vogelbeeren und einige mehr. Zu den Rezepten im Buch gibt es tolle Bilder, die alle ebenfalls sehr natürlich und freundlich wirken.

Mein Fazit: Beide Bücher sind toll gestaltet: Sie geben sehr viel Hintergrundwissen, sind ansprechend bebildert und vor allem voller klassischer Rezepte. Hier findet man traditionelle Rezepte, die heimische Zutaten ins Zentrum stellen. Ich persönlich möchte noch einige Rezepte ausprobieren, aber bevor die Herbstfrüchte alle abgeerntet sind, wollte ich euch die Bücher gern schon vorher zeigen.
Mögt ihr es auch, traditionelle Rezepte wiederzuentdecken? Was ist euer Favorit?

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Das Buch „Herbstfrüchte“ von Sigrid Schimetzky umfasst 170 Seiten, kostet 19,90 Euro und erschien im pala Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Heimat im Glas“ von Daniela Wattenbach umfasst 200 Seiten, kostet 18 Euro und erschim im Südwest Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplare.


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