Henry, Kim: Heißkalter Marmor

Rezension Kim Henry - Heißkalter Marmor

Inhalt:

Nicht alles ist Gold, was glänzt. Schon gar nicht in Ashgabat, der Hauptstadt Turkmenistans. Das lernt die französische Hebamme Vianne Lambert sehr bald, als sie für eine internationale Hilfsorganisation ins Land kommt. Als sie Zeugin eines Verbrechens wird, stürzt sie das in einen Strudel aus Gewalt und politischer Intrige, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Einziger Hoffnungsschimmer ist der Journalist Aleksey Petrokow. Ein Mann wie ein Molotow-Cocktail - brandgefährlich und hochexplosiv. Gegen die Leidenschaft, die er in ihr entfacht, hat die Vernunft keine Chance. Getrieben von Rachegelüsten riskiert Aleksey im Kampf gegen das marode System alles. Aber dann gerät Vianne, die süße Französin mit dem Herzen aus Gold und einem Mundwerk, für das sie einen Waffenschein bräuchte, in Gefahr. Nie zuvor ist ihm eine Frau dermaßen unter die Haut gegangen. Nie zuvor hat er einem anderen Menschen so bedingungslos vertraut. Doch nun steht er vor einer Entscheidung, die ihrer beider Leben für immer verändern wird.

Henry, Kim: Heißkalter Marmor Meinung:

Im Rahmen der Blogtour durfte ich dieses besondere Buch lesen und rezensieren. Am 09.03.2015 hat die Tour bei mir Halt gemacht und ich konnte euch etwas über Turkmenistan erzählen. Wer es verpasst hat, kann hier gerne nochmal nachlesen: Zum Beitrag.

Vianne arbeitet als Hebamme bei Ärzte ohne Grenzen und ist z. Z. in Turkmenistan eingesetzt. Als eine schwangere Frau vom Krankenhaus abgewiesen wird, möchte sie das Ganze nicht auf sich beruhen lassen und folgt der Frau, um sie über ihren Zustand zu warnen. Dabei bekommt sie eine Schießerei mit, bei der ein Mann angeschossen wird. Keiner kommt ihm zur Hilfe oder kümmert sich um ihn. Viannes Helferinstinkt ist geweckt und so versorgt sie Aleksey, obwohl sie sich damit in die Schusslinie der Regierung begibt. Denn Aleksey ist ein freier Journalist und freie Meinung in Turkmenistan nicht gerne gesehen. Als Vianne an brisante Krankenhausdaten kommt, schwebt auf einmal in tödlicher Gefahr. Aleksey versucht sein Bestes, um Vianne vor der Regierung und seinen Schergen zu retten. Denn beide haben sich unsterblich ineinander verliebt. Doch kann ihre Liebe vor solchen großen Hindernissen bestehen?

Vianne ist eine sehr starke Protagonistin. Als Hebamme ist sie eines auf jeden Fall nicht: zimperlich. Ihr hitziges Temperament sorgt für einige unterhaltsame Wortgefechte und Reibereien mit Aleksey. Sie ist sehr einfühlsam und setzt sich für andere Menschen ein. Aleksey ist ein recht sturer, aber auch sehr mitfühlender Mensch, der sein Heimatland liebt und gerne dafür sorgen möchte, dass sich die Umstände dort bessern und die Menschen die Hilfe bekommen, die sie benötigen. Dass er dabei sein Leben riskiert, ist für ihn nur ein kleines Opfer.

Erzählt wird das Buch aus der dritten Person, wobei der Blickwinkel hauptsächlich zwischen Vianne und Aleksey wechselt. Aber auch andere Protagonisten zeigen uns ihren Blickwinkel, was für eine gute Übersicht auf das Gesamtgeschehen sorgt.

Dieses Buch hat mich echt betroffen gemacht. Ungeschönt weisen die Autorinnen hier auf die Missstände des Landes hin, in dem Sippe, Clan und Ansehen mehr zählen, als die Menschenwürde. Hilfsbedürftige Menschen werden einfach abgewiesen, damit die Gesundheitsstatistik des Landes besser aussieht. Gut recherchiert und glaubhaft umgesetzt startet hier eine spannungsreiche Reise durch ein mir bis dahin eher unbekanntes Land. Die bildhafte Sprache hat in meinem Kopf das Land richtig lebendig werden lassen, und obwohl ich noch nie in meinem Leben einen Fuß nach Turkmenistan gesetzt habe, konnte ich mir richtig gut vorstellen, wie es dort ist. Ich konnte förmlich den Sand auf meiner Haut spüren...

Auch die globalen Verstrickungen, die mit dem Land Turkmenistan einhergehen, Informationen und Wissen rund um das Land werden dem Leser hier spannend näher gebracht, ohne langweilig zu wirken oder die Geschichte in die Länge zu ziehen. Denn eines hat dieses Buch ganz gewiss nicht: Längen!

Fazit:

Das Autorenduo um Kim Henry hat es wieder einmal geschafft. Glaubwürdig, spannend, actionreich und liebevoll wird hier auf sehr reale Missstände und globale Verwicklungen hingewiesen, verpackt in einer wundervollen Liebesgeschichte. Für mich war es der bisher beste Roman von Kim Henry und auf jeden Fall auch eines meiner Monatslesehighlights.

Von mir gibt es ganz klar 5 von 5 Punkten.

Quelle: http://www.sieben-verlag.de/buecher/Heisskalter_Marmor/

Preis

Taschenbuch: 14,90 Euro

eBook: 6,99 Euro

ISBN: 978-3864434945

Seitenzahl: 360

Weitere rezensierte Romane von Kim Henry / Felicity La Forgia: Malibu Blues Shattered: Der Preis der Lust

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