Hausbau – Tipps für die Planung

Hausbau -schlüsselfertig oder individuell planen

Hausbau -schlüsselfertig oder individuell planen © Eisenhans – Fotolia.com

Bei vielen Menschen steht das Eigenheim ganz oben auf der Wunschliste. Nur zu verständlich, zählt die eigene Immobilie doch mit zur besten Altersversorgung. Gerade in Zeiten von niedrigen Darlehenszinsen rückt der Traum von den eigenen vier Wänden ein Stück weit näher. Was sollte bei der Bauplanung beachtet werden?

Solide Grundlage durch die Baufinanzierung

Die wenigsten Bauherren dürften in der Lage sein, das Projekt Eigenheim aus eigener Kraft zu stemmen. So ist eine solide Baufinanzierung der erste Planungsschritt. Mit einer Einnahmen-Ausgaben-Liste wird zunächst einmal die monatliche Rate ermittelt, die für ein Baudarlehen zur Verfügung steht. Im Internet stehen zahlreiche Rechner zur Verfügung, in denen Punkt für Punkt alle Einkünfte und sämtliche Kosten eingetragen werden können. Aus dem monatlich zur Verfügung stehenden Betrag ergibt sich die maximale Darlehenssumme. Gemeinsam mit dem Eigenkapital, das zumindest 20 % des Kaufpreises betragen sollte, kann der Architekt ersehen, ob und wie sich die Wünsche des Bauherren umsetzen lassen. Dass es sich bei einem Hausbau um ein sehr komplexes Thema handelt, zeigt sich bereits bei der Baufinanzierung. Denn durch eine entsprechende Konzeption des Bauwerks wirken sich staatliche Fördermaßnahmen äußerst positiv auf die Finanzierung aus.

Bauplanung bedeutet Energieeffizienz

Wer heute ein Haus baut, wird sich in Zeiten stetig steigender Energiepreise Gedanken um die optimale Energieeffizienz machen. Die staatliche KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) hat Standards definiert (KfW-Effizienzhaus 40, 55 oder 70), und fördert diese entsprechend. Dabei gilt: Je niedriger die Zahl, desto höher die Energieeffizienz. So lässt sich zur Zeit ein Darlehen über 50.000 Euro, bei 10 Jahren Laufzeit, mit zwei tilgungsfreien Anlaufjahren und 10 Jahren Zinsbindung, zu 1,71 % p. a. Effektivzins realisieren. Das energieeffiziente Haus beginnt beim Dach. Bei einem Neubau könnte der Architekt neben der obligatorischen Dämmung der Dachflächen die Indachmontage einer Photovoltaikanlage vorschlagen. Die modulschonende Einbauvariante bietet Stürmen keine Angriffsfläche und fügt sich harmonisch in die Dachfläche ein. Durch die PV-Anlage wird nicht nur das eigene Haus komplett mit Strom versorgt, nicht benötigte Energie wird ins öffentliche Netz eingespeist und nach festen Sätzen vergütet.

Wie Hausfassade und Fenster die Bauplanung beeinflussen

Natürliches Licht wird als besonders angenehm empfunden. So wirken sich lichtdurchflutete Räume stets positiv auf Stimmung und Wohlgefühl aus. Durch ausgeklügelte Fensterkonstruktionen weisen heute selbst große Glasfronten keine Nachteile in puncto Wärmeabgabe auf. Ganz im Gegenteil! Mit energiesparenden Kunststofffenstern sparen Bauherren einen wesentlichen Teil der Heizkosten ein. Dabei können dreifachverglaste Kunststofffenster einen erfreulich niedrigen U-Wert von gerade einmal 0,4 erreichen. Formstabil auch bei großen Temperaturschwankungen, preisgünstig und leicht zu pflegen, sind Fenster mit Kunststoffrahmen eine wirkliche Alternative zu Holzfenstern. Auch bei der Fassadendämmung lässt sich tricksen. Bei neuartigen Fassaden-Dämmsystemen kommen Vakuum-Isolationspaneelen zum Einsatz. Statt 30 cm reichen bei diesem Verfahren für vergleichbare Dämmwerte bereits schon 3 cm Materialstärke aus.

Wie der Grundriss das Innenleben beeinflusst

Gemeinsam mit dem Architekten können nach Vorgaben und Wünschen des Bauherren die einzelnen Räume konzipiert werden. Von baurechtlichen und statischen Voraussetzungen abgesehen, kann sich der Bauherr hier gestalterisch frei bewegen. Nicht selten wird der Hausbau aber über einen Bauträger abgewickelt. Die „schlüsselfertige Objektübergabe“ bedeutet jedoch nicht, dass der Bauherr keinen Einfluss mehr auf die Bauplanung hat. Bauträger lassen durchaus Spielraum für die individuelle Gestaltung. Der Grundriss kann leicht variiert, verschiedene Ziegel, Außenanstriche, Fliesen, Bodenbeläge etc. können ausgewählt werden. Doch wie sich vor schwarzen Schafen schützen (Thema: Bauträgerinsolvenz)? Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) regelt, wann die Raten für das zu erstellende Objekt zu zahlen sind. Verlangt ein Bauträger nach Beginn der Erdarbeiten bereits 50 % der Vertragssumme, könnte das auf seine Liquiditätsprobleme hinweisen. Ein Tipp: Sich vom Bauträger Referenzen nennen lassen und vor Ort mit den Bewohnern über deren Erfahrungen sprechen. Und nun – viel Spaß bei Ihrer erfolgreichen Bauplanung.


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