Hätte ich doch bloß nicht aufgemacht… (Teil 4)

Ich sah Shanti zweifelnd an. Mit einem unguten Gefühl dachte ich an das letzt Mal, als Shanti heilend tätig war. Dann dachte ich aber, dass ich ja nicht im Dienst und mir Rambos Genitalien sowieso herzlich egal waren und ging einen Schritt zur Seite. Rambo sah Shanti mit großen Augen an. Etwas zögerlich nahm er seine Hand von der Flasche. Dabei rutschte er nervös auf dem Rand der Badewanne auf und ab. Shanti griff mit einer Hand die Flasche und schlug dann mit einer Kraft, die ich ihm gar nicht zugetraut hatte die Flasche auf den Rand der Badewanne.
Ich schloss unwillkürlich die Augen und wollte gar nicht hinsehen. Ich hörte Rambo schreien und Glas splittern.
“Na also.” sagte Shanti. Ich öffnete die Augen. Die Flasche war in tausend Teil zersprungen. Der Flaschenhals jedoch war noch an gleicher Stelle und gab nun etwas mehr Blick auf Rambos private Teile frei, als mir lieb war.
“Was? Soll ich so jetzt rumlaufen, oder wie hattest du dir das vorgestellt?” fragte Rambo verärgert. Erleichtert stellte ich fest, dass zumindest kein Blut floss. Rambo zerrte am Flaschenhals. “Ich krieg ihn nicht ab!” stellte er ernüchtert fest.
“Nun, es soll ja Leute geben, die sowas absichtlich…”
“Ich bin aber nicht solche Leute! Und ich will das weg haben!” schrie Rambo.
“Wenigstens kannst du jetzt etwas unauffälliger in die nächste Klinik fahren.” gab ich zu bedenken. Ich konnte noch immer nicht glauben, dass sich Rambo nach dieser Aktion offensichtlich keine größeren Verletzungen zugezogen hatte. Eigentlich wollte ich lieber gehen und nicht weiter Zeuge dieser Veranstaltung sein. Rambo sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. “Ich möchte eigentlich in gar keine Klinik fahren.” Ich zuckte mit den Achseln.
“Ich habe ein Idee!” rief Shanti und rannte aus dem Bad.
“Bitte, nicht noch eine Idee!” stöhnte ich. Ich hörte ihn in der Küche hantieren.
“Wenigstens hat er eine Idee.” bemerkte Blondie spitz. Ich bedachte sie mit einem vernichtenden Blick. Shanti kam in diesem Moment zurück ins Bad, in der Hand hielt er eine Flasche Olivenöl.
“So, das reicht!” rief ich entsetzt und verließ fluchtartig das Badezimmer. Blondie folgte mir kichernd. “Bleib doch noch, es wird gerade spannend.” rief sie mir nach. Ich blieb etwas unschlüssig stehen. Ich fühlte mich mal wieder irgendwie verantwortlich. Blondie zeigte auf die Couch. “Setz dich.” Ich setzte mich hin. Sie setzte sich neben mich und nahm Ivan II auf den Schoß.
“Ich bin schwanger.” erklärte sie mir.
“Wie bitte?” fragte ich. Ich wollte es eigentlich gar nicht wissen.
“Achte Woche.”
“Von wem?” Ich musste fragen. “Vom Flaschen-Romeo da drinnen ja wohl nicht.” Ich zeigte auf die Tür vom Badezimmer, aus der jetzt ein lauter Singsang erklang. Shanti rezitierte laut irgendein Mantra. Dann war kurz Stille, danach erklang das Mantra etwas zögerlich zweistimmig. Ich rollte mit den Augen. Blondie lächelte nur geheimnisvoll.
“Weißt du überhaupt, von wem du schwanger sein könntest?” fragte ich noch mal.
“Nun, ich sage nur so viel… Rambo weiß nichts davon.”
Ich wollte mit dem Kopf auf den Couchtisch schlagen. Es gab nur leider keinen. Im Geiste ging ich alle mir bekannten Optionen durch.
“Weißt du, Blondie, ich glaube, ich will das gar nicht wissen.” Sie sagte nichts und lächelte einfach nur.

Hat Shantis letzte Ölung Erfolg? Wird Rambo die Ereignisse unverletzt überstehen? Und gibt Blondie noch mehr preis? Wir werden sehen…


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