Hätte ich doch bloß nicht aufgemacht… (Teil 1)

Shanti saß auf meiner Couch. Wieder mal. Diesmal allerdings hatte er einen großen Rucksack dabei. “Ich muss mal ne Weile Abschied nehmen.” erklärte er mir.
“Wieso?” fragte ich. Nicht so ganz unglücklich.
“Nun, du weißt schon, diese letzten Vorfälle… die Polizisten und die Space Cookies, der Herr, der da vom Balkon fiel… Ich denke, ich solle einfach mal für eine Weile untertauchen.”
“Meinetwegen.” sagte ich. “Wo gehst du hin?”
“Vielleicht nach Goa oder so. Da war ich schon mal. Als ich erleuchtet wurde, weißt du. Gegen einen geringen Betrag kann man da mal eine Weile unterkommen.”
Ich seufzte und goss mir noch Tee nach. “Haste das schon der Klinik erklärt?”
“Nee, ja, nein. Also, ich habe mich beurlauben lassen. Die kennen das schon.”
“Ach so.” sagte ich. Ich wusste ja gar nicht, dass mein Arbeitgeber so verständnisvoll war. Gedankenverloren streichelte Shanti Ivans Fell, was dieser sichtlich genoss. Ich hätte schwören können, ich habe ihn auch wieder humpeln gesehen.
“Kann ich Ivan mitnehmen?” fragte er.
“Nein.” sagte ich, kurz und knapp.
Shanti senkte den Kopf und kraulte Ivan den Nacken. “Schade. Ich hab ihn gern, weißt du.”
“Ich auch.” sagte ich. “Und er mag kein indisches Essen. Er ist da sehr wählerisch.”
In diesem Moment klingelte es an der Tür. Ich überlegte lange, ob ich öffnen sollte, aber ich war besorgt, dass Shanti auf falsche Gedanken kommen könnte, wenn ich nicht öffnete. Vor der Tür stand Blondie. Als sie Shanti erblickte, schrie sie auf.
“Nimmst du jetzt immer meine abgelegten Ex-Lover?” fragte sie spitz.
F… d… ins Knie, du blöde S… dachte ich. Ich sagte aber: “Blondie, was kann ich für dich tun?” und zeigte ihr dabei mein schönstes Zahnpastalächeln.
“Äh… du müsstest mal mit runterkommen und dir da was angucken.” sagte sie, jetzt ein wenig unsicherer.
“Bitte?” fragte ich.
“Ja, komm einfach. Es gibt da ein Problem, so medizinischer Natur.”
“Was geht mich das Elend anderer Leute an?” fragte ich.
“Du bist doch Ärztin.” bemerkte Blondie.
“Und auch ich habe mal ein Recht auf Freizeit.”
“Bitte.”
Ich seufzte abermals. “Na gut.”
Shanti folgte mir aus der Tür.
“Ich glaube nicht, dass du auch kommen solltest.” sagte Blondie zu Shanti.
“Oh doch.” meinte der mit einem breiten Grinsen und schob mich aus der Tür. Blondie hob resignierend die Schultern und lief vor uns die Treppe hinunter.

Ich war unglaublich begeistert. Hätte ich doch bloß die Tür nicht geöffnet! Aber nun war es zu spät… und das was dann kam… nun, Ihr werdet es ja bald erfahren…


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