Häppchen „STATIONEN“!

Einblicke in die Neuauflage des „He-Man – Zweiteilers“ STATIONEN, der auf das Berchtesgadener Land zugeschnitten wurde…

Die zwölf Häuser

Thomas saß unterhalb des Marzoller Schlosses in der Wiese. Warum auch immer musste er an seine Zeit in der Psychiatrie denken, jedoch nicht nur Negatives. Er erinnerte sich an die zahlreichen guten Gespräche, die intensiver nicht hätten sein können. Teilweise philosophisch, manchmal am Rande des Wahnsinns, aber positiv gemeint. Ihm kam eine Idee: Er wollte sich bei diesen Leuten wieder einmal melden, schließlich hatte man am Ende des Aufenthalts Nummern und Adressen ausgetauscht. So viele verschiedene Charaktere mit ebenso unterschiedlichen Krankheitsbildern. Das Reich der Lebenden zwischen genial, verrückt und extravagant. Vielleicht würde es Thomas sogar gelingen, viele Ex-Patienten an einen Ort zu bringen, dass alle 12 Tierkreiszeichen anwesend sind? Er sprudelte förmlich vor Einfällen.

Noch am selben Abend telefonierte Thomas mit Maximilian und Melanie, mit denen er sich in der Klinik am besten verstanden hatte. Sie freuten sich und sagten ein Treffen ohne viel nachzudenken sofort zu. Thomas schlug vor, sich jetzt im immer wärmeren Frühling zum gemeinsamen Picknick auf der alten Ruine Plainburg zu treffen. Danach war ein Essen in der Altstadt von Salzburg mit Spaziergang durch die Getreidegasse vorgesehen. Schon wenige Tage später hatten insgesamt 21 Leute zugesagt, einige von ihnen lebten ohnehin in der näheren Umgebung.
Thomas saß in der Nacht vor dem Wiedersehen im lauen Wind auf seinem Balkon und rauchte Zigarillos zu einer Flasche Weißwein. Er befasste sich immer eindringlicher mit dem Thema Astrologie und versuchte, gewisse Fakten miteinander zu kombinieren. Je länger er dort saß, desto interessanter wurde es.

Er grübelte über die Zahl 12, denn jedes der Sternzeichen wird in der Lehre zwölf Häusern zugeordnet. Dazu kommt, dass die 12 in der Religion als Heilige Zahl der Begegnung Gottes angesehen wird. Nimmt man die Dreifaltigkeit, also die 3 mal die vier Elemente, ergibt es auch eine 12. Weiterhin sprechen Orthodoxe von zwölf Hauptfesten. Was ist noch so magisch und könnte es sein, mit diesen Häusern, die in Verbindung mit dem Zodiac stehen das Reich der Toten zu entschlüsseln? Für Thomas offensichtlich. Er wollte mit den Freunden aus dem Krankenhaus am nächsten Tag darüber reden. Mit seinem Freundeskreis im Ort ging das ganz gewiss nicht. Für sie war er ohnehin längst ein kleiner Spinner. Er nahm noch einen Schluck Wein:

„Zwölf Apostel im Christentum, auch Mohammed aus dem Islam hatte zwölf Imame, sprich Nachfolger. Der griechische Olymp hatte zwölf Hauptgötter, das so genannte das Kollegium der Titanen. Die germanische und nordische Mythologie fand im Asgard, dem Heim der Asen zwölf Paläste für jede Gottheit. Aber wenn es einen Herrn gibt in diesem Universum, kann es nur einer sein. Ich muss herausfinden, was genau mit den zwölf Häusern der Sternzeichen gemeint ist. Sie sind auf dieser Erde zu finden, da bin ich mir sicher.“

Als Thomas die letzte Zigarillo aufgeraucht hatte, ging hinter dem Zwiesel langsam die Sonne unter. Er war noch nicht müde. Mit etwas Schokolade und einem Schreibblock kehrte er auf seinen Balkon zurück. Er zündete eine Kerze an und philosophierte weiter:

„In England und den USA entscheidet bei Strafprozessen entscheidet eine Jury von 12 Geschworenen über Schuld oder Unschuld des Angeklagten. Die Flagge der Europäischen Union zeigt als Symbol der Vollkommenheit, Vollständigkeit und Einheit zwölf goldene Sterne auf blauem Grund. Die Anzahl der Sterne ist nicht veränderlich und hat eine rein abstrakte Bedeutung. Es gibt ein Dutzend Gründe, dass ich auf Entdeckungsreise gehen muss.“

Thomas lächelte und holte eine Weltkarte aus seinem Wohnzimmer. Wie aus dem Nichts schoss ihm auf einmal wieder die Sonate von Beethoven ins Gehör. Es gibt weitaus Schlimmeres. Fieberhaft versuchte Thomas, an irgendeiner Begebenheit auf unserem Planeten nochmals die Zahl 12 auszumachen, mit natürlichem Ursprung, ohne die Religion und Zahlenmystik mit einzubeziehen.
In einem Buch hatte er eine Woche zuvor gelesen, dass es im Jenseits zwei weitere Gebote gibt.


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