Handeln. Das Immer-besser-Prinzip 3.1

Korruptes Handeln

Das hier ist kein Spiel.

Das ist nicht etwas mit dem du dich heute und morgen beschäftigst und für den Rest des Lebens vergisst. Das berührt unser tägliches Leben und ist daher eine sehr ernste Angelegenheit.

Es ist eine ernste Frage:
Gibt es eine Handlungsweise, die nicht auf dem Marxismus, dem Christentum oder Hinduismus gründet?

Oder auf irgendwelchen menschlichen Wertvorstellungen gründet, die das Ergebnis des Denkens sind?

Deshalb muss man fragen. Gibt es eine Handlungsweise, die unter allen Umständen richtig ist?

Man muss herausfinden was richtig ist.

Man kann antworten, was ich denke ist recht, man kann einen bestimmten Glauben haben, indem gemäß man handeln wird und das wird als Recht angesehen. Oder man hat Erfahrungen, die die Handlungsweise beeinflussen und deshalb als korrekt angesehen werden. Wir weisen darauf hin, dass solches Handeln auf Vorurteilen gründet. Ein Vorurteil hat etwas mit Idealen gemeinsam.

Deine Vorurteile prägen dein Denken, egal ob diese Vorurteile durch die Kultur entstanden sind, oder durch die Religion angenommen wurden. Solche Handlungsweisen Gründen im Wesentlichen auf Wertvorstellungen.

Frage: Gibt es eine Handlung die auf nichts der Gleichen gründet?

Solche eine Handlung wäre Freiheit!

Alles andere wäre bedingt und abhängig. Daher wird alles Handeln entstellt und korrupt.

Wenn man an einen Glauben gebunden ist, wird deine eigene Handlung entsprechend deines Glaubens und daher eingeengt sein und korrupt. Du musst dem nicht zustimmen aber bitte untersuche es zuerst.

(Das Wort <korrupt> kommt von rumpere, was bedeutet =brechen, zerstückelt, fragmentieren, spalten.
Das ist die Grundbedeutung des Wortes korrupt)

Unser Handeln ist also korrupt. Niemals ganz!

Um entdecken zu können, was rechtes Handeln ist, muss  man wirklich frei von allen Wertvorstellungen sein.

Bitte versuch, die Logik darin zu erkennen.

Was ist rechtes Handeln?

Das Wort „recht“ bedeute:  präzise, wirklich, tatsächlich, unverzerrt und daher gleichbleibend. Das ist die Bedeutung des Wortes „korrekt“. Rechte Handlung bedeutet eine Handlung die gleichbleibend ist, unter keinen Umständen abweicht, genau ist, nicht auf einer romantischen, sentimentalen Vorstellung gründet.

Gibt es eine solche Handlung?

Handeln, das nicht auf einem Prinzip basiert?
Nicht auf einem Ideal beruht?
Auch nicht das Ergebnis persönlicher oder anerzogener Werte ist?

Sonst ist es korruptes Handeln.

Wir werden es untersuchen!

Ein Geist, der an eine Idee gebunden ist, an ein Konzept, an eine Wertvorstellung, oder an eine Person. Eine Handlung die einem solchen Geist entspringt, muss immer korrupt sein. Wenn man an eine Person gebunden ist, wird diese Bindung die eigene Handlungsweise ganz offensichtlich bestimmen. Wenn man an einen Glauben gebunden ist, wird die eigene Handlungsweise glaubensgemäß und daher korrupt sein. Wenn man nach eigenem Wissen und eigenen Erfahrungen  handelt, wird das korrupt sein, weil Wissen immer beschränkt ist. Das widerspricht allem bisher gesagtem.

Wir fragen: Gibt es eine Handlung, die nicht korrumpiert werden kann?

Wir sagen: Ja, die gibt es!

Diese Handlung tritt ins Dasein, wenn du sie beobachtest, was für Konsequenzen und Wertvorstellungen haben sie, wenn du beobachtest wie diese Wertvorstellungen entstehen. Wenn du beobachtest, wie Handlungen unvermeidlich zerstörerisch wirken, wenn sie mit der Bindung an eine Idee, an ein Konzept, an eine Person entspringen.

Durch die Beobachtung, nicht durch Analyse, können diese Bindungen aufhören.

Nehmen wir an, man ist an ein Symbol gebunden. An ein Symbol der Kirche, oder eines, das man durch die Mythologie selber erschaffen hat, solch ein Symbol wird durch das Denken erschaffen. Man ist dann an solche Symbole gebunden und handelt gemäß. Das Ergebnis ist ein Konflikt, nicht nur im Verhältnis zum Symbol oder Glauben, sondern auch Konflikt im  eigenen Handeln.

Man beobachtet das, man erkennt, das ist eine Tatsache.

Können wir die Tatsache erkennen, dass man solange man an etwas gebunden ist, an eine Person, an einen Glauben, an ein Konzept, an eine Idee, an das eigene Wissen und die eigene Erfahrung, dass dann das Ergebnis solcher Handlungsweise unumstößlich einen Konflikt nach sich ziehen wird?

Anders ausgedrückt:
Sagen wir ich wäre ein Jude. Ich halte an dieser Vorstellung fest, oder wenn Araber oder Mohammedaner sind, haben wir Krieg. Das ist ziemlich einfach zu beobachten. Wenn du jedoch tiefer gehst, ins Innere drinnen, und sich aus verschiedenen Gründen an eine Person anklammerst, dann bringt gerade diese Bindung viel Konflikt, Angst und Hass mit sich.

Kann ich diese Tatsache beobachten ohne sie zu analysieren?

Betrachten wir im nächsten Post, was unter Beobachtung gemeint ist.