Hamza Kashgari an Saudi-Arabien ausgeliefert

Hamza Kashgari an Saudi-Arabien ausgeliefertIn manchen Ländern ist die freie Meinungsäußerung – ohne Angst vor ernsten Konsequenzen befürchten zu müssen – nicht viel mehr als ein Wunschtraum. Trotzdem wagen Menschen immer wieder den Versuch aus den Fesseln, wie auch immer sie geartet sein mögen, auszubrechen. Einer von ihnen ist Hamza Kashgari aus Saudi-Arabien, ein Blogger so wie Du, ich und tausend anderer.

In Saudi-Arabien wurde er zum „Abtrünnigen“ erklärt und musste nach Protesten nach Malaysia fliehen. Nach Ansicht der saudischen Geistlichen hat der Blogger den Propheten Mohammed beleidigt. Die Tweets die Kashgari zum Verhängnis geworden sind, lauteten wie folgt:

Tweet 1: „An deinem Geburtstag werde ich sagen, dass ich den Revolutionär in dir liebte, der mich immer inspirierte. Aber ich mag den Heiligenschein nicht. Ich bete dich nicht an.“

Tweet 2: „An deinem Geburtstag sehe ich dich, wohin immer ich mich wende. Ich werde sagen, dass ich Dinge an dir liebte, Dinge hasste und viele andere Dinge nicht verstand.“

Tweet 3: „An deinem Geburtstag werde ich mich nicht vor dir verbeugen, nicht deine Hand küssen. Ich werde sie schütteln wie ein Ebenbürtiger und dich so anlächeln wie du mich anlächelst. Und ich werde mit dir nur so sprechen wie mit einem Freund…Mehr nicht.“

In Saudi-Arabien droht Hamza Kashgari die Todesstrafe. Trotz allem hat ihn die malayische Regierung am 12. Februar in sein Heimatland abgeschoben. Eigentlich wollte er nach Neuseeland und Malaysia sollte nur eine Zwischenstation sein, doch der südostasiatische Staat hat ihn direkt am Flughafen abgefangen und postwenden zurück geschickt. Die Welt kommentiert: „Trotz Widerstand von Menschenrechtsorganisationen und Anwälten kamen die malaysischen Behörden einem Aufschub der Deportation eilig zuvor, um Saudi-Arabien zu Gefallen zu sein. Eine fromme Hand wäscht die andere.“

All das ist erschreckend genug aber um den Ganzen die Krone aufzusetzen, gibt es zahlreiche „fromme“ Internetaktivisten, die eine Bestrafung von Kashgari fordern. Eine eigens dafür gegründete Facebook-Gruppe zählt mittlerweile mehr als 25.000 Mitglieder.


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