Hamburg wählt

Die Hamburger haben heute die Ehre, das schon seit Monaten besungene Superwahlhjahr zu eröffnen. Das spielt für mich eigentlich keine Rolle, auch wenn es vielleicht Spaß machen könnte, nach vielen, vielen Jahren mal wieder einem Sieg der SPD zuzusehen, der auch tatsächlich einer ist. Zumindest den Umfragen nach werde ich da nicht bis weit nach Mitternacht sitzen und rätseln, wer denn nun gewonnen hat.

 

hamburg

 

Problematisch könnte dabei gerade eben die Tatsache werden, dass kein Tag vergangen ist, an dem man meiner Partei bis hin zur absoluten Mehrheit einen Triumph vorhergesagt hat. Sollte Scholz die 40-Prozent-Hürde reissen, kann man nicht zuletzt deswegen davon ausgehen, dass das erwünschte Signal ausbleibt. Umso mehr gilt das, wenn völlig gegen jeden Trend und nach Jahren Abstinenz die FDP wieder in die Bürgerschaft einzieht. Wobei das zumindest Koalitionsspekulationen Tür und Tor öffnet, die man sich aber eigentlich sparen kann.

Aus Gründen, die garnicht so sehr auf der Hand liegen, wird es, sollte denn eine Koalition nötig werden, auf jeden Fall ein rot-grünes Bündnis geben.  Vor allem aus bundespolitischen Erwägungen, den Bundesrat eingeschlossen, kann man die Alternativen ausschliessen, selbst wenn sie möglich wären. Dass es programmatisch passt, ist deswegen aber nicht gesagt, und Fakt ist, dass es programmatisch eigentlich genau so wenig passt wie vorher schwarz-grün, zumindest bei den großen Streitfragen.

Würde ich mich übrigends dem akutellen Wahl-o-maten entsprechend in die Kabinen bemühen, würde meine liebe SPD bestenfalls eins der zahlreichen Kreuze bekommen, die ich dort zu verteilen habe, und das, obwohl ich mich bei sämtlichen total spezifischen Hamburger Problemen vom Hafen bis zur Stadtbahn rausgehalten habe. Das liegt in erster Linie an der  Hinwendung zum geltenden Schulsystem, die man dort aus ebenso nachvollziehbaren wie wenig ehrbaren Gründen vollzogen hat. Aber ich darf ja garnicht wählen. Hätte ich auch garnicht die Zeit zu, nachdem ich das hier gesehen habe: In Hamburg gibt es keine Wahlzettel, sonder -hefte, vier Stück gleich, und Du kannst Dir einen Wolf ankreuzen, was dazu führt, dass mit ersten Hochrechnungen auch nicht vor 20 Uhr zu rechnen ist. Hat was damit zu tun, dass es ja letzten Endes trotz aller medialen Aufgeregtheit faktisch eine Kommunalwahl ist, da wollen auch Bezirksräte besetzt werden, und so gibt es vielleicht doch ein bißchen Rätselraten heute abend. Ich bin angesichts dieses Papierhaufens wirklich mal gespannt auf die Zahl der ungültigen Stimmen.

Und natürlich aufs Wetter.


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