Gyoza – jetzt japanische Teigtaschen selber machen

Erstellt am 23. Juli 2020 von 1mal1japan

Gyoza sind japanische Teigtaschen und eins meiner Lieblingsrezepte für authentische japanische Beilagen! Dabei handelt es sich im Prinzip um Maultaschen oder Dumplings mit einem leichten, aber knusprigen Teig, in dem eine aromatische Füllung mit Weißkohl, Frühlingszwiebeln und Knoblauch gegart wird. Dazu wird eine pikant-scharfe Dipping Sauce aus Reisessig, Sojasauce und Chiliöl serviert, die das Gericht in bester Weise abrundet.


Typischerweise werden sie in Japan gerne als Beilage zu Ramen Nudelsuppen oder anderen Gerichten mit chinesischer Herkunft gegessen, doch auch bei dir zuhause wird aus dem Rezept ein authentischer, japanischer Leckerbissen!

Du möchtest wissen, wie man japanische Teigtaschen richtig selber macht und in kürzester Zeit zubereitet?

Das beste Rezept und vieles mehr findest du hier im besten Artikel rund um die japanischen Teigtaschen! Mein 5-Punkte-Plan für leckere knusprig-herzhafte Gyoza leitet dich ganz leicht durch die richtige Zubereitung hindurch. Du lernst unter anderem, die Teigblätter selbst herzustellen, die richtigen Zutaten für die Füllung auszuwählen und die passende Sauce zum Servieren zuzubereiten! Das vollständige Rezept am Schluss fasst alle Schritte noch einmal mit Bildern kurz zusammen.

Was sind Gyoza?

1. Schritt: Teigblätter für Gyoza selber machen.

2. Schritt: Die Füllung für Gyoza zubereiten.

3. Schritt: Gyoza richtig formen und falten.

4. Schritt: Teigtaschen richtig braten.

5. Schritt: Dipping Sauce für Gyoza zubereiten.

Grundrezept für Gyoza


Was sind Gyoza?

– Hintergrundwissen –

Gyoza (auch bekannt als japanische Teigtaschen, Dumplings oder Maultaschen) ist ein typisches und sehr beliebtes japanisches Beilagengericht, wobei in kreisrunde Teigblätter eine (für japanische Verhältnisse) intensive Füllung aus Hackfleisch, Weißkohl, Frühlingszwiebeln und Knoblauch plus Gewürze platziert wird.

Die Teigblätter werden dann in eine traditionelle Faltenform zusammengelegt, scharf in einer heißen Pfanne angebraten und anschließend schnell und kräftig in einem Wasserbad fertiggegart.

Ihren Ursprung finden japanische Teigtaschen in China, wo sie als eine Art Dumpling als Jiaozi bezeichnet werden. Diese bestehen aus Hackfleisch und Gemüsefüllung, die in ein dünn gerolltes Teigstück eingewickelt werden, das dann durch Zusammendrücken der Ränder versiegelt wird. Fertige Jiaozi können gekocht, gedämpft, gebraten oder frittiert werden.

Bei der japanischen Adaption dieses Gerichts werden die Dumplings sowohl in der Pfanne gebraten als auch gedämpft. Diese Kombination der Kochtechniken verleiht japanischen Gyoza eine Mischung aus verschiedenen Texturen, die zusammen einfach unwiderstehlich sind: Den Esser erwarten ein knuspriger Boden und eine zart-gedämpfte Oberseite plus eine supersaftige Füllung im Inneren der Teigtasche – lecker!

In Japan sind Gyoza ganz besonders in den Städten Utsunomiya (Präfektur Tochigi) und Hamamatsu (Präfektur Shizuoka) beliebt. Beide Städte liefern sich jedes Jahr wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Thema, wo mehr Maultaschen gegessen werden. Charakteristisch für die Hamamatsu Teigtaschen sind die Bohnensprossen, die beim Servieren zusätzlich auf die Gyoza gegeben werden. Viele spezialisierte Lokale mit unkonventionellen Füllungen sind in den beiden Orten zu finden: Dazu gehören Zutaten wie Garnelen, Pilze, Käse und sogar Senfblätter.

Portionierung: Als Beilage empfehle ich pro Person circa 10 Gyoza. Als Hauptgericht sollte man mindestens 15 Stück pro Person einrechnen.

Heute werden sie in Japan in den verschiedensten Lokalen angeboten, zum Beispiel in Ramen Restaurants, chinesischen Restaurants, Izakaya (japanische Kneipen) und in den wenigen spezialisierten Lokalen. Typischerweise gehören zu einem Gericht ein halbes Dutzend japanischer Teigtaschen, welche dann zwischen 300 und 600 Yen (2,50 bis 6 Euro) kosten.


5-Punkte-Plan

– leckere Gyoza selber machen –

Als wirklich inniger Liebhaber der japanischen Küche solltest du japanische Teigtaschen ganz dringend probieren und am besten direkt zuhause selbst zubereiten.

Die Kombination aus knusprigem Teig mit der intensiven Füllung plus der pikanten Dipping Sauce macht dieses Gericht wirklich unwiderstehlich.

Mit Gyoza wirst du jeden Gast kulinarisch um den Finger wickeln und dir sicher die Frage anhören müssen, ob es noch einem Nachschlag gibt!

Und damit genau dieses Szenario eintritt, zeige ich dir nun, wie du in 5 simplen Schritten deine eigenen Gyoza selber machen kannst!

  1. Die Teigblätter selber machenzu Schritt 1 springen.
  2. Die Füllung auswählen & vorbereiten zu Schritt 2 springen.
  3. Gyoza richtig formen & faltenzu Schritt 3 springen.
  4. Die Teigtaschen richtig braten zu Schritt 4 springen.
  5. Dipping Sauce zubereiten und servierenzu Schritt 5 springen.

Im Anschluss daran folgt das zusammenfassende Gyoza Grundrezept, das du nicht verpassen solltest!


Teigblätter für Gyoza selber machen.

– Schritt 1 –

Japanische Dumplings oder Teigtaschen sind erst dadurch so lecker, dass die Füllung in einem Teigmantel fest eingeschlossen durchgegart werden. Die Aromen bleiben dadurch vollständig erhalten und breiten sich erst beim Essen im Mund aus. Daher ist es wichtig, einen perfekten Teig für Gyoza zuzubereiten, der nicht einreißt und den Geschmack der Füllung ideal hervorhebt!

Um die besten Gyoza Blätter selber zu machen, benötigst du nur 4 Zutaten: Mehl, Stärke, Salz und Wasser. Durch die Zubereitung von Hand sind die fertigen Teigblätter richtig schön elastisch und lassen sich ideal formen und falten! Die Blätter besitzen einen viel tieferen Geschmack und eine bessere Textur als gekaufte Sorten und sind im Handumdrehen fertig.

Hier findest du das simple Rezept für selbst gemachte Gyoza Teigblätter mit Bildern zu jedem Schritt:

Gyoza Blätter – Teig einfach selber machen (Gyoza no Kawa)

Zum Rezept…

Die Zubereitung des Teigs von Hand ist ganz leicht, aber es ist natürlich auch möglich die Teigblätter einzukaufen. Du findest sie im Asiensupermarkt im Tiefkühlregal. Dort werden sie als „Gyoza Wrapper“, „Gyoza Skin“ oder „Gyoza no Kawa“ verkauft. Enthalten sind pro Paket circa 25 bis 30 Teigblätter.

Zur weiteren Zubereitung die tiefgefrorenen Teigblätter langsam auftauen – dabei unbedingt in der Packung auftauchen lassen, damit die Ränder der Blätter nicht spröde werden und sich immer noch gut falten lassen.


Füllung für Gyoza zubereiten.

– Schritt 2 –

Die Teigblätter werden im nächsten Schritt mit einer leckeren Kombination aus sehr aromatischen Zutaten gefüllt. Die Füllung für Gyoza kannst du ganz nach deinem Geschmack gestalten und zusammenstellen. Wichtig ist dabei nur, dass die Zutaten sehr klein geschnitten werden, da die zarten Teigblätter beim Befüllen und Braten sonst einreißen und die Aromen der Füllung verfliegen.

Wichtig: Zutaten für die Füllung sehr fein schneiden und gut vermischen.

Wie gesagt, kannst du die Füllung nach deinen Vorlieben zusammenstellen – gerne auch vegan oder vegetarisch. Typischerweise – und geschmacklich vollkommen zurecht – sind sie in Japan mit folgenden Zutaten gefüllt:

  • Weißkohl (alternativ China- oder Spitzkohl)
  • Hackfleisch (vom Schwein)
  • Frühlingszwiebeln
  • Knoblauch (wer keinen Knoblauch mag, kann ihn auch gerne durch Ingwer ersetzen oder einfach weglassen)
  • Sojasauce (von Yamasa kaufen)
  • Sake (von Ozeki kaufen)
  • Sesamöl (von Kadoya kaufen)
  • Pfeffer

Nun für die Füllung zuerst den Weißkohl in kleine Stückchen hacken, dann die Frühlingszwiebel waschen, trockentupfen und in feine Ringe schneiden. Dann den Knoblauch mit dem Messerrücken leicht andrücken, anschließend die Haut entfernen und fein reiben. In einer großen Schüssel Hackfleisch, Kohl, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Sojasauce, Sake, Sesamöl und Pfeffer mit den Händen vermischen.

Die genaue Zusammenstellung und Portionierung der Zutaten für die Füllung findest du unten im vollständigen Grundrezept für Gyoza.

Für vegetarische Gyoza empfehle ich eine Auswahl der folgenden Zutaten für die Füllung. Dabei ist knackiges und frisches Gemüse wirklich empfehlenswert. Das Gemüse sollte allerdings nicht dazu neigen, bei Hitzeeinwirkung „auszuwässern“ – daher sollten keine Gurken, Zucchini und Ähnliches verwendet werden. Möglich sind:

  • Zwiebeln, Porree
  • Möhren, Radieschen
  • Shiitake Pilze, Champignons
  • Mais

Gyoza richtig formen.

– Schritt 3 –

Was haben wir schon alles vorbereitet? Die Teigblätter für die japanischen Dumplings liegen bereit und die Füllung ist zubereitet und fertig abgeschmeckt. Jetzt folgen beim dritten Schritt das richtige Formen und Falten der japanischen Teigtaschen – das ist insgesamt der schwierigste Teil beim Zubereiten hausgemachter Gyoza!

Wenn du Gäste erwartest: Lasse deine Gäste doch einfach mitkochen und die Teigtaschen füllen und formen – das bringt Spaß und ein schönes Gruppenerlebnis!

Wie die Teigtaschen richtig gefaltet werden, dazu gibt es weit mehr als nur eine richtige Technik. Der wichtigste Fakt dabei ist jedoch, dass die Maultaschen wirklich gut zusammenhalten, damit die Teigränder nicht aufgehen und die Füllung im Inneren schön durchgaren kann.

Man kann die Taschen in Richtung der Mitte falten, nach links oder rechts falten… Bei mir zuhause zählt nur eins: Es muss schnell gehen, denn wenn die Familie Hunger hat, dann kann ich nicht langer hin- und herüberlegen. Deswegen falte ich sie immer von links nach rechts – und wenn das Ergebnis mal nicht zur vollen optischen Zufriedenheit gelungen ist, dann schadet es dem Geschmack trotzdem nicht 😉

Vorbereitung: Zum Füllen und Formen der Gyoza eine kleine Schale mit frischem Wasser bereitstellen.

Also los geht’s:

(1) Eins der Teigblätter für Gyoza in die flache Hand legen und mit einem kleinen Löffel einen kleinen Kleks der Füllung in die Mitte der Teigtasche setzen.

(2) Damit die Ränder später gut zusammenhalten, den Teigrand mit einem angefeuchteten Finger zur Hälfte entlangfahren. Dann die andere Teighälfte des Blatts über die Füllung auf den feuchten Rand legen.

(3) Jetzt den Rand in die klassischen Falten legen. Dazu immer nach etwa 2 cm ein Stückchen Rand zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und eine Falte formen sowie diese gründlich (aber mit Gefühl) zusammendrücken. Den gesamten Teigrand bis zum anderen Ende entlangarbeiten, damit die Teigtaschen beim Braten gut zusammenhalten.

Gyoza richtig aufbewahren: Am besten werden die japanischen Teigtaschen eingefroren, BEVOR sie gekocht werden (so sind sie beim Zubereiten genauso knusprig!). So halten sie bis zu einem Monat im Gefrierschrank ohne Geschmacksverlust.


Gyoza braten.

– Schritt 4 –

Der Großteil der Arbeit zum Selbermachen der japanischen Teigtaschen liegt nun hinter dir! Die nächsten beiden Schritte bringen uns dem Servieren und Verspeisen der Gyoza sehr nah. Was ist jetzt noch zu tun? Natürlich fehlt jetzt als nächstes nur noch das Garen der leckeren, vorbereiteten Dumplings.

In Japan variiert die Art der Zubereitung der Gyoza stark nach Region und Anlass. Diese drei Varianten sind oft in den Restaurants zu finden:

  • Yaki Gyoza – gebratene Teigtaschen (der Klassiker)
  • Sui Gyoza – gekochte Teigtaschen
  • Age Gyoza – frittiert Teigtaschen

Wir werden unsere vorbereiteten Gyoza auf die klassische Art und Weise zubereiten. Wir werden die Teigtaschen zuerst scharf anbraten, sodass sie einen superknusprigen Boden bekommen. Und danach werden sie in einem kurzen Wasserbad fertig gedämpft.

Und so funktioniert‘s (unten im vollständigen Grundrezept für Gyoza ist alles nochmal zusammengefasst):

(1) Eine Pfanne auf mittlerer Hitze erwärmen und das Öl hineingeben.

(2) Die Teigtaschen in der Pfanne platzieren und solange braten bis, sie von unten wunderschön goldbraun sind, das dauert etwa 3 bis 4 Minuten. Achtung: Nicht wenden!

(3) Jetzt etwas Wasser vorsichtig in die Pfanne gießen (Vorsicht: Verbrennungsgefahr) und alles mit einem Deckel abdecken. Die Gyoza 3 Minuten dämpfen, bis das Wasser verkocht ist.

(4) Die Hitze abstellen und den Deckel wieder abnehmen, sodass das restliche Wasser verdunsten kann. Bei Bedarf (wenn die Teigtaschen doch noch nicht richtig knusprig sind) 1 EL Sesamöl in die Pfanne geben und 1 Minuten braten.


Dipping Sauce zubereiten.

– Schritt 5 –

Gyoza werden am besten mit einer einfachen, aber scharfen Dipping-Sauce genossen.

Dipping Sauce rechtzeitig vorbereiten: Auch wenn ich die Zubereitung der Sauce hier als letzten Punkt aufführe, empfehle ich, die Sauce bereits vor dem Braten vorzubereiten – dann kann diese schön durchziehen!

Traditionellerweise wird Dipping Sauce für Gyoza aus den folgenden Zutaten, die miteinander in einer kleinen Saucenschale verrührt werden, zubereitet:

  • Sojasauce (von Yamasa kaufen)
  • Reisessig (von Kikkoman kaufen)
  • La-Yu (japanisches Chiliöl)

Was ist La-Yu?

La-yu ist japanisches Chiliöl, das bei Gerichten mit chinesischer Herkunft (zum Beispiel Gyoza oder Ramen) als Gewürz verwendet wird. Das Öl enthält vor allem Sesamöl und fein gehackten Chili.

Wir verwenden meistens dieses japanische Chiliöl, welches uns wegen der wirklich scharfen Note, dem angenehmen Duft nach Sesamöl und der leuchtend roten Farbe immer wieder überzeugt:

Du kannst als Alternative für La-Yu deine Gyoza Dipping Sauce auch mit Reisessig, Sojasauce, Sesamöl (von Kadoya kaufen) und Chiliflocken in einer kleinen Schale vermischen. Genauso habe ich es übrigens auch im folgenden Rezept für Gyoza gemacht:


Grundrezept für Gyoza.

– traditionell, japanisch & lecker –

Geschafft – jetzt hast du die 5 wesentlichen Schritte gelernt, um Gyoza selber zu machen! Du weißt, wie man die Teigblätter richtig herstellt, die Füllung vorbereitet, wie man die japanischen Teigtaschen formt und brät sowie mit einer pikanten Sauce serviert.

Nun folgt das (meiner Meinung nach) beste Grundrezept für superleckere Gyoza, das ich immer für meine eigene Familie koche. Es ist eine schnelle und einfache Anleitung, die dich durch die hier gezeigten 5 Schritte wie eine Zusammenfassung inklusive Bilder durchleitet. Viel Spaß und gutes Gelingen beim Mitkochen!

Gyoza – japanische Teigtaschen

für 2 Portionen | 30 Minuten | 91 kcal

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Gyoza mit einer aromatischen Füllung aus Weißkohl, Hackfleisch Knoblauch und verschiedenen Gewürzen aus Japan sind ein Muss auf dem Esstisch als delikate Beilage oder auch als üppiges Hauptgericht. Zu den japanischen Dumplings wird eine pikante Dipping Sauce mit schrafen Chiliflocken serviert!

Kochen für Gäste unter 30 Minuten Beilagen & Salate

Zutaten (2 Portionen bzw. 20 Stück)

Für die Gyoza-Teigtaschen:
20 Teigblätter für Gyoza
100 g Weißkohl (alternativ China- oder Spitzkohl)
200 g Hackfleisch (vom Schwein)
3 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 EL Sojasauce
1 EL Sake
1 EL Sesamöl
1/2 TL Pfeffer

5 EL Öl (zum Beispiel Rapsöl)
50 ml Wasser

Für die Gyoza Dipping Sauce:
3 EL Komesu (Getreide- oder Reisessig)
3 EL Sojasauce
1 TL Sesamöl
1/2 TL Chiliflocken

Zutaten direkt nach Hause liefern lassen!

Zubereitung (30 Minuten)

1. Schritt

Zutaten für die selbstgemachten Gyoza bereitlegen und ggf. die Teigblätter für Gyoza herstellen.


2. Schritt

Als erstes für die Gyoza Dipping Sauce Reisessig, Sojasauce, Sesamöl und Chiliflocken in einer kleinen Schale vermischen und bis zum Servieren zur Seite stellen (damit zieht die Schärfe der Chiliflocken schön in die Sauce ein).


3. Schritt

Nun für die Füllung zuerst einzelne Blätter vom Kohlkopf lösen, indem mit einem scharfen Messer jedes Blatt nacheinander eingeritzt und vorsichtig vom Kohl abgezogen wird. Die Blätter mit einem großen Messer in sehr feine Stücke schneiden (maximal 5 x 5mm groß). Am besten dazu die Kohlblätter übereinanderlegen und einmal in der Mitte zerteilen. Die Hälften wieder übereinanderlegen und dann der Länge nach in Streifen schneiden. Die Streifen um 90° drehen und in kleine Stückchen hacken.


4. Schritt

Frühlingszwiebel waschen, trockentupfen und in feine Ringe schneiden (am besten mit einem großen Messer in der Mitte teilen, zusammen legen und vom Lauch abwärts in feine Ringe schneiden, die Wurzelenden entfernen).


5. Schritt

Den Knoblauch mit dem Messerrücken leicht andrücken und anschließend die Haut entfernen. Nun fein reiben.


6. Schritt

In einer großen Schüssel Hackfleisch, Kohl, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Sojasauce, Sake, Sesamöl und Peffer mit den Händen vermischen.


7. Schritt

Zum Füllen und Formen der Gyoza eine kleine Schale mit frischem Wasser bereitstellen. Nun ein Teigblatt in die flache Hand legen und mit einem kleinen Löffel einen kleinen Kleks Füllung in die Mitte der Teigtasche setzen. Damit die Ränder später gut zusammenhaften, den Teigrand mit einem angefeuchteten Finger zur Hälfte entlangfahren. Dann die andere Teighälfte des Blatts über die Füllung auf den feuchten Rand legen.


8. Schritt

Jetzt den Rand der Gyoza in die klassischen Falten legen. Dazu immer nach etwa 2 cm ein Stückchen Rand zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und eine Falte formen sowie diese gründlich (aber mit Gefühl) zusammendrücken. Den gesamten Teigrand bis zum anderen Ende entlangarbeiten, damit die Teigtaschen beim Braten gut zusammenhalten. Mit allen Teigblätter so verfahren.


9. Schritt

Eine Pfanne auf mittlerer Hitze erwärmen und das Öl hineingeben. Die Teigtaschen in der Pfanne platzieren und solange braten bis sie von unten wunderschön goldbraun sind, das dauert etwa 3 bis 4 Minuten. Achtung: Nicht wenden!


10. Schritt

Jetzt das Wasser vorsichtig in die Pfanne gießen (Vorsicht: Verbrennungsgefahr) und alles mit einem Deckel abdecken. Die Gyoza 3 Minuten dämpfen, bis das Wasser verkocht ist. Die Hitze abstellen und den Deckel wieder abnehmen, sodass das restliche Wasser verdunsten kann.
Bei Bedarf (wenn die Teigtaschen noch nicht richtig knusprig sind) 1 EL Sesamöl in die Pfanne geben und 1 Minuten braten.


11. Schritt

Dann die fertigen Gyoza aus der Pfanne nehmen und mit der Unterseite nach oben auf einem Teller oder einer Platte anrichten. Dazu die Dipping Sauce servieren. Fertig – Itadakimasu!


Die passenden Zutaten einkaufen:

Sojasauce – japanische Koikuchi Shoyu (von Yamasa kaufen)
Sake – Junmai Nihonshu (von Ozeki kaufen)
Komesu – japanischer Reisessig zum Reiskochen (von Kikkoman kaufen)
Sesamöl (von Kadoya kaufen)

Was gehört zu einem vollständigen Menü mit Gyoza?

In Japan werden sie gerne als Beilage zu Ramen Nudelsuppen oder anderen Gerichten mit chinesischer Herkunft gegessen. Hier findest du unsere besten Rezepte, die sehr gut zu japanischen Teigtaschen passen:

Miso Ramen – Ramen Nudelsuppe mit Dashi, Miso & Sojasauce

Zum Rezept…

Mapo Tofu – Reis mit Tofu in scharfer Sauce

Zum Rezept…

Vegetarische Shoyu Ramen mit Ingwer & Frühlingszwiebeln

Zum Rezept…

Zusammenfassung

Das solltest du unbedingt über Gyoza wissen:

Gyoza sind japanische Teigtaschen mit einem leichten, aber knusprigen Teig, in dem eine aromatische Füllung mit Weißkohl, Frühlingszwiebeln und Knoblauch gegart wird.

✎ Dazu wird eine pikant-scharfe Dipping Sauce aus Reisessig, Sojasauce und Chiliöl serviert.

✎ Als Beilage rechne pro Person circa 10 Gyoza, als Hauptgericht mindestens 15 Gyoza pro Person ein.

✎ In Japan werden Gyoza gerne als Beilage zu Ramen Nudelsuppen, Mapo Tofu oder anderen Gerichten mit chinesischer Herkunft gegessen.

Hast du Lust auf noch mehr rund ums Thema Gyoza? Dann geht es hier direkt weiter:


Zur Geschichte der Gyoza.

– für Fortgeschrittene –

(Kapitel überspringen)

Die Ursprünge der japanischen Gyoza gehen zurück auf die Jahre 150 bis 219 nach Christus. In dieser Zeit gab es große Erkenntnisse in der chinesischen Medizin! Äh, Medizin? – Ja, wirklich. Zhang Zhongjing, ein in der Zeit der chinesischen Han Dynastie in Nanyang geborener Physiker, führte eine wirksame Behandlung ein, um Ohrenschmerzen zu lindern. Es war eine seiner großen geistigen Errungenschaften: Er behandelte die im kalten Winter erfrorenen und dadurch stark schmerzenden Ohren seiner Patienten mit Jiaozi – dem chinesischen Vorfahren der heutigen Gyoza. Jiaoza bedeutete ursprünglich „zarte Ohren“!

Wie aus der chinesischen Behandlungsmethode für kalte Ohren ein so beliebtes Hauptgericht, das in China bis heute gerne zur Neujahrsfeier gegessen wird, wurde, wird wohl für immer ein Mysterium bleiben. Aber wer als erstes auf die Idee kam, die Jiaoza von seinem blau-lila gefrorenen Ohr zu nehmen und sie sich in den Mund zu stecken, sollte heute als ein chinesischer Held gefeiert werden!

Die Archäologie hat es bewiesen

Aktuelle archäologische Funde in China belegen die Existenz der gefüllten Teigtaschen in den Jahren 600 bis 700 nach Christus. In Gräbern in der Nähe von Turpan, einer Stadt im westlichen Gebiet Xinjiang, wurden neben anderen Gegenständen vier gut erhaltene Wontons und eine einzelne Teigtasche gefunden. In der Teigtasche wurden Überreste von chinesischem Schnittlauch und Schweinefleisch nachgewiesen. Ein Hoch auf die Möglichkeiten der heutigen Tage!

Die erste Erwähnung von Gyoza in der japanischen Geschichte fällt in die Zeit der frühen Edo Periode. Der damalige Fürst und Enthusiast für die kulinarischen Freuden im Leben Tokugawa Mitsukuni empfängt in diesen Jahren den chinesischen Gelehrten Zhu Shun Shui, der ihm vieles über die chinesische Küche erzählt. Die ersten japanischen Gyoza gleichen dem Vorbild des Nachbarn zu 100 Prozent: Sie wurden gekocht und besaßen einen dicken Teigmantel.

Von Jiaoza zu Gyoza

Das Wort Gyoza leitet sich nachweislich vom chinesischen Pendant „Jiaoza“ ab, welches im chinesischen Dialekt Shandong „Giaoza“ ausgesprochen wird – eine Ähnlichkeit ist hier nicht abzustreiten.

Die äußerliche Form der Gyoza, wie wir sie heute kennen, entstand aber erst in den Jahren der Nachkriegszeit als sich die Manchurian-Methode in Japan durchsetzte: Das bedeutet, der Teig für die Gyoza wurde dünner ausgerollt und die japanischen Teigtaschen, anstatt sie zu kochen, in einer Pfanne gebraten.

Vor dem Zweiten Weltkrieg waren die gefüllten Teigtaschen in der allgemeinen Bevölkerung Japans allerdings noch überhaupt nicht bekannt. Erst während des Einmarschs der Japaner in China in den späten 1930-iger Jahren lernten sie es wirklich kennen. Denn die japanischen Soldaten wurden in dieser Zeit in dem fremden Land mit der Zubereitung der Teigtaschen vertraut und brachten das Rezept mit nach Hause.

In den Tagen der Nachkriegszeit, in der sich die Knappheit an Lebensmitteln zuspitze, war eine vollwertige und nahrhafte Kost von besonderer Bedeutung. Gerade die aus China importierten Speisen haben durch die Verarbeitung von Schweinefleisch einen hohen Anteil an Fett. Auch schon während des Krieges hatten sich chinesische Gerichte für die Versorgung der militärischen Kräfte etabliert.

In den 1950 wurde dann das in den Vorjahren eingeführte Verbot des Weizenhandels und somit auch das der Straßenimbisse (Yatai), wieder aufgehoben, aber diese längere Geschichte würde an dieser Stelle doch zu weit führen. Dies gab trotz allem schließlich den ausschlaggebenden Impuls für die steigende Beliebtheit der an den mobilen Imbissen verkauften Snacks und Mahlzeiten: Die Nachfrage, nicht nur nach Gyoza, sondern auch nach Ramen und Soba stieg rasend schnell an, die Schlangen wurden länger und länger!

Der endgültige Durchbruch in Japan

Die Menschen, die aus den Kriegsgebieten zurückkehrten, eröffneten Yatai und boten Gerichte nach den aus China mitgebrachten Rezepten an. Der Unterschied zwischen den Jiaoza und Gyoza wurde schon bald deutlich, denn die Gyoza in Japan schmeckten (und schmecken bis heute) intensiv nach Knoblauch. Der Grund dafür liegt darin, dass Knoblauch dafür bekannt war, eine lange Sättigung zu erzeugen und die Ausdauer zu stärken – genau das Richtige für diese von Knappheit gezeichneten Jahre.

In dem folgenden Jahr wurde der Verzehr von Weizen und Fleisch stark propagiert und jeder, der eine Portion Gyoza aß, fühlte sich ganz automatisch energiegeladen! Der steigende Trend des Gyoza-Verzehrs hielt an, bis zum Jahr 2008…

Im Jahr 2008 war ganz Japan schockiert. Aus China importierte gefrorene Gyoza lösten schwere Lebensmittelvergiftungen aus. Nachdem Menschen aus Hyogo und Chiba erkranken, verstärkte sich der schon vorher in Japan weitverbreitete Gedanke zur Rückbesinnung auf die einheimische Lebensmittelherstellung, auch Kokusan genannt. Nach dem Skandal sprachen sich 76 Prozent der politischen Entscheidungsträger offen für dieses Konzept aus.

Heute wird unter den Japanern immer mehr Wert auf den Ursprung der Lebensmittel gelegt: Einheimische Speisen werden mit Nachverfolgbarkeit, Transparenz, kürzeren Wegen und einer regionalen Verbundenheit positiv in Verbindung gebracht.

Doch zurück zu Gyoza! – Die Beliebtheit der Gyoza ist trotz allem ungebrochen. Es gibt zum Beispiel das Naniwa Gyoza Stadium in Osaka, welches auch als Museum zur kompletten Geschichte und der Erklärung aller Gyoza Varianten dient!


Und nun wünsche ich dir viel Spaß und guten Hunger beim Nachkochen der Gyoza wie in Japan!


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