Guten Morgen, Geliebter!

Nanu?

Was ist denn das für eine Begrüßung? Nach -zig Ehejahren?

Offenbar ist sie gut gelaunt.

„Soll ich uns heute den Kaffee kochen?“

Es dauert etwas, dann verstehe ich. Sie saß gestern mit ihren Freundinnen zusammen und – so vermute ich – jede von denen hat wohl ein Problem. Wahrscheinlich sind die Mädels mit ihren Männern unzufrieden und schmiedeten wieder einmal Pläne. Sprachen sich aus. Sich dabei gegenseitig Beistand versichernd…

„Ja gern, mach uns ruhig einen schönen Kaffee!“

Ich bin mit mir zufrieden.

Dass guter Kaffee existiert – erkenne ich nun – merkt man erst so richtig, wenn man wissen kann, dass andere keinen gemacht kriegen.


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