Grüße aus Delhi

Grüße aus Delhi“Du wirst Indien lieben oder hassen” hat man mir gesagt und wenngleich ich nach 24h noch keine Entscheidung treffen mag, überwiegt doch die Faszination. Indien kämpft sich wacker vor, in meinem Herzen. Bisher überwiegen die positiven Eindrücke. Ich glaube, das Geheimnis liegt vor allem darin, sich ein eigenes Bild zu machen und sich nicht von anderen verrückt machen zu lassen. Fakt ist: über die “Probleme” in Deutschland, würde der Inder – wenn er sich damit auseinandersetzen müsste – schallend lachen.

Da ich hier recht unvorbereitet ankam, nahm ich mir gestern einen Fahrer, der mit mir die “Delhi für Dumme” -Tour machte. So bekam ich schonmal einen Eindruck und fand ein wenig Orientierung. Er konnte sehr gut englisch, verstanden habe ich ihn trotzdem nicht. Er war sehr lustig. Delhi ist laut, heiss und staubig. Niemand kann hier wirklich Auto fahren und doch fahren alle besser als bei uns. Man hupt sich einfach permanent zu und klärt die Situation. Mopeds, Autos, Laster Fahrräder, Rikschas, Kühe und Hunde teilen sich in einem Abstand von nur wenigen Zentimetern die Strasse, an deren Seiten nicht selten Leute in Decken gehüllt schlafen und Kinder betteln. Die (männlichen) Inder strullen und spucken wo sie gehen und stehen und zwar in jede verfügbare Ecke. Und so riecht es auch. Das scheint hier aber irgendwie niemanden zu stören. Überhaupt trifft sich im Inder eine eigentümliche Mischung aus Gleichmut und Starrköpfigkeit, hinter die ich noch nicht so richtig gestiegen bin. Irgendwie versucht dich hier als Europäer sowieso jeder hinter´s Ohr zu hauen. Hat man sich daran gewöhnt und ignoriert es, ist alles gut.

Als blonder Hans von der Waterkant werde ich hier von den meisten Leuten jedoch angegrinst. Gestern lief ich an einer Schulklasse vorbei und nachdem ich auf ein freundliches “Hello” mit einem ebenso freundlichen “Hello” antwortete, bildete sich eine Traube aus Schuluniformen um mich. Ich wurde viel angefasst und musste zahlreiche Fragen zu meiner Herkunft beantworten.

Gestern Abend traf ich mich mit Carmen und Ingo – dem sehr sympathischen Hochzeitsfotografen-Pärchen aus München. Sie nehmen mich ja am kommenden Wochenende mit auf eine Hochzeit, die sie dort fotografieren. Sie wohnen zufällig (!) 50 Meter weiter im nächsten Hotel und wir verbrachten einen herrlichen Abend über den Dächern Delhis und quatschten, bis mir nach 2 Tagen ohne Schlaf endgütig die Augen zufielen.

Ryan Brenizer hat mal in einem Interview gesagt: “As a wedding-photographer, you have to love the chaos.” – er würde sich in Indien superwohl fühlen.

Hier meine Eindrücke der ersten beiden Tage:

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