Großmutters Apfel-Rahm-Sauerkraut

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Immer wieder werden wir gefragt: Sagt mal, was esst ihr eigentlich so in eurem ganz normalen Alltag? Wer uns diese Frage schon mal gestellt hat, der weiß, dass wir sehr viel Kohl essen. Wir lieben Kohl und wir sind fest davon überzeugt, dass er ein wichtiger Bestandteil im Speiseplan einnehmen sollte – ob nun als Rohköstler/in oder nicht. Für uns ist es so selbstverstädnlich täglich Kohl zu essen, aber im Grunde ist es ein Lebensmittel, das in der jungen Generation kaum Beachtung findet und eher in der gutbürgerlichen Kost als Eintopf mit viel Fett und Fleisch bekannt ist. Kohl und Sauerkraut sind irgendwie altmodisch und gelten als Arme-Leute-Essen und zudem als schwer verdaulich. Gerade Sauerkraut ist irgendwie unsexy. Zu Unrecht! Ohne Sauerkraut würde ich nicht überleben! Er ist so wohlschmeckend, überaus gesund, bekömmlich und ich bekomme regelmäßig einen richtigen Jieper drauf – auch wenn ich nicht schwanger bin! ;) Es gibt natürlich große Qualitätsunterschiede, aus der Dose aus dem Supermarkt bekommt man natürlich keinen Sauerkraut in Rohkost-Qualität. Da muss man schon in Naturkostläden oder auf den Wochenmärkten schauen. Unseren Sauerkraut bekommen wir auf dem Markt von einer Frau, die ihn selbst herstellt – und zwar in Rohkost-Qualität. Zur Zeit gibt es den Sauerkraut aus jungem Kohl, den man daran erkennt, dass es helle Blätter im Kraut gibt. Er ist einfach köstlich!

Sauerkraut ist Superfood!

Die Superfoods sind ja mega im Trend, wobei auffällig ist, dass es sich dabei meist um Lebensmittel handelt, die von weither kommen und uns viel Geld kosten. Achim und ich haben nichts gegen diese Superfoods, wir sind aber gleichzeitig immer auf der Suche nach den Superfoods, die wir vor Ort finden, die uns wenig oder gar nichts kosten und die für uns in unserer Region gemacht sind. Klar gehören zum Beispiel Wildkräuter dazu. Und eben auch Sauerkraut! Warum? Es enthält soooo viele unendlich wertvolle Nährstoffe! Zum einen ist es ein probiotisches Lebensmittel. Es ist fermentiert und steckt voller hochwirksamer und lebenswichtiger Mikroorganismen, die Teil unseres Immunsystems sind und uns vor chronischen Krankheiten, Viren, schädlichen Bakterien und Parasiten schützen. Auch enthält Sauerkraut viele B-Vitamine, von denen gerade Menschen, die viel Zucker essen, viel zu wenig haben. Sogar Vitamin B12 enthält er, denn dieses wird ja von lebenden Mikroorganismuen gebildet. Nicht ausreichend in einer veganen Ernährung, aber immerhin etwas. Der hohe Anteil an Milchsäuren (mehr als im Joghurt) repariert  mit den B-Vitaminen degenerierte Darmschleimhäute und verhindert die Ausbreitung von schädlichen Mikroorganismen im Darm.

Außerdem ist Sauerkraut eine echte Vitamin C Bome, ein Vitamin, das so wichtig ist, dass ich unbedingt nochmal einen ganz eigenen Artikel drüber schreiben muss! Es enthält daneben viel Vitamin K, das die Blutgerinnung und Wundheilung fördert. Eine Portion von 200 g enthält das 1,5-fache des Tagesbedarfs von 80 Mikrogramm.In der Vergangenheit hatte ich oft Lust auf Sauerkraut, wenn ich irgendwie deprimiert war. Mittlerweile weiß ich warum! Sauerkraut wirkt  gegen Depressionen, denn er enthält den Botenstoff Azetylcholin, der beruhigend auf das vegetative Nervensystem wirkt.

Sauerkraut ist wahrhaft ein Superfood, das uns unglaubliche Energie, Kraft und Gesundheit verleihen kann. Ich spüre das seit vielen Jahren immer wieder!

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Sauerkraut nach dieser Art zubereitet schmeckt mir so unglaublich gut. Er erinnert mich an den Sauerkraut meiner Kindheit, nur dass dieser nicht gekocht wird und kein tierisches Eiweiß enthält. Ich kann euch wirklich nur nahelegen, dieses Rezept auszuprobieren!!!

Zutaten:

  • 250 g Sauerkraut
  • 1 Apfel
  • 60 g Cashews, 2 Std. eingeweicht
  • etwa 50 ml Wasser
  • 1 EL Leindotteröl (optional)
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Sauerkraut wenn nötig abtropfen und in eine Schüssel geben. Apfel mit einer Reibe kleinreiben und hinzugeben. Salzen und pfeffern. Die eingeweichten Cashews mit dem Wasser und Öl zu einer rahmartigen Sauce mixen und über den Sauerkraut geben. Alles gut vermischen und evtl. nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Köstlich!

 

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