#Gottesdienstflucht schon in der #Urkirche

„Laßt uns nicht unseren Zusammenkünften fernbleiben, wie es einigen zur Gewohnheit geworden ist, sondern ermuntert einander, und das um so mehr, als ihr seht, daß der Tag naht.“ (Hebr 10, 25). Diese Zeilen stammen aus dem Brief an die Hebräer des Apostel Paulus; 10. Kapitel, Vers 25.Diese Verse erwecken den Anschein, als beschreiben sie den heutigen Zustand der Kirche. Wie viele Getaufte bleiben nicht den Gottesdiensten fern? Bei wie vielen hat sich dort eine Gewohnheit eingeschlichen, die zu einem Gewohnheitsrecht geworden ist? So meinen sie jedenfalls und haben kein schlechtes Gewissen, den Gottesdiensten fernzubleiben. Dies ist aber eine Gewohnheit, die sich nicht auf Jesus Christus berufen kann. Christen sind Menschen, die auf den Namen Jesus Christus getauft worden sind. Von daher nennt man sie Christen. Dieses geschah zum ersten Mal in Antiochia, eine bedeutende Stadt im antiken Syrien. „In Antiochia nannte man die Jünger zum erstenmal Christen.“ (Apg 11, 26) schreibt Lukas in der Apostelgeschichte; Kapitel 11, Vers 26.Diese Jünger waren Männer und Frauen, die ihr Leben nach der Frohen Botschaft Jesu ausrichteten. Daher war es für die Bewohner von Antiochia naheliegend, sie Christen zu nennen. Mit dieser Namensgebung wollten sie die Menschen mit dem neuen Lebensstil beschreiben.Für den damaligen Christen, wie auch dem heutigen, war es kennzeichnend, daß er versuchte, Christus nachzufolgen, seine Botschaft im konkreten Alltag umzusetzen. Dazu gehörte auch der sonntägliche Gottesdienstbesuch. Denn die Evangelien berichten über eine Gewohnheit Jesu, die es auch nachzuahmen galt. Matthäus berichtet über viele Heilungen am Sabbat. Bei Markus heißt es im Kapitel 3, Vers 1: „Als er ein andermal in eine Synagoge ging.“ (Mk 3, 1). „So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge.“ (Lk 4, 16) berichtet Lukas im vierten Kapitel, Vers 16 über die Gewohnheit Jesu. Johannes berichtet im 20. Kapitel über die Begegnung des Auferstandenen mit den Jüngern. Am ersten Tag der Woche, also einem Sonntag, waren sie versammelt und Jesus erschien ihnen. Thomas war nicht dabei. Dann berichtet Johannes in Vers 26: „Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei.“ (Joh 20, 26). Auch hier deutet sich an, daß die Jünger sich von nun an jeden ersten Tag der Woche, dem Sonntag, versammelten und Eucharistie feierten. Nun, auch bei den ersten Christen schlich sich der Schlendrian ein und so konnte und mußte der Apostel Paulus mahnen: „Laßt uns nicht unseren Zusammenkünften fernbleiben, wie es einigen zur Gewohnheit geworden ist.“ (Hebr 10, 25). Mit den „Zusammenkünften“ bezeichnete Paulus auch die Eucharistiefeiern. Wie weitsichtig und recht hatte Jesus mit seinem Gleichnis vom Sämann, wie es Lukas am Anfang des achten Kapitels des Lukasevangeliums überliefert. Nicht bei allen fällt der Samen auf fruchtbaren Boden. So machen die ersten Christen die Erfahrung, daß einige unter ihnen ihre falsche Gewohnheit zu einem Gewohnheitsrecht erheben und gegen die Wahrheit ausspielen. Anfang des dritten Jahrhunderts ist von Tertullian der Satz tradiert: „Eine Gewohnheit, die aus Unwissen oder Einfalt entstanden ist, erstarkt oft zum Gewohnheitsrecht und wird so gegen die Wahrheit zum Rechtsanspruch erhoben“, schrieb der christliche Schriftsteller Tertullian, der 220 nach Christus gestorben ist, und fügte hinzu: „Unser Herr Christus sagte jedoch: ,Ich bin die Wahrheit‘, und nicht: ,Ich bin die Gewohnheit‘" Jesus ist die Wahrheit, wie er von sich sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Joh 14, 6); Johannesevangelium Kapitel 14, Vers 6. Jesus ist die Wahrheit. Von daher sollten wir überlegen, ob unsere Gewohnheiten mit der Wahrheit im Einklang sind. Nicht jede Gewohnheit ist schlecht. Falschen Gewohnheiten sollten wir entgegenwirken und uns neu auf Jesus Christus ausrichten. Die Erfahrung lehrt auch, daß falsche Gewohnheiten zu ändern nicht einfach ist.Bitten wir den Herrn, daß er uns mit seiner Gnade zuvorkomme. Möge er neu seinen Heiligen Geist in unsere Herzen senden, damit das Angesicht der Erde erneuert werde.

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