Gott ist rot

Gestern in der S6 Richtung Frankfurt zwei autochthone Jungmänner belauscht, einer in magentaroter Hose mit farblich passenden Haaren, der andere in Begleitung seines Mountainbikes. Sie wollen in die Stadt, nach T-Shirts gucken, H&M, C&A, P&C. Eine junge Frau steigt zu, begrüßt die Jungs und kommentiert den einen: Deine Haare sind Gott! Dieser darauf: Ich bin Gott! Kein Mensch reagiert: Bei uns kommt kein Blasphemiegesetz zum Einsatz, denn wir leben in einer Demokratie mit Glaubens- und Meinungsfreiheit: Jeder darf sich für Gott halten und dies auch verkünden. Wen störts, außer die diversen etablierten Religionsgemeinschaften?

The Innocence of Muslims: Eine schlechte Fiktion. Der aufgebrachte Mob in manchen muslimischen Ländern: Eine Fabrikation der Mullahs, die auf diesem Wege politische Macht erlangen. Aber nur, wenn die westlichen Medien das Thema aufgreifen. Wenn kein Schwein guckt, passiert wahrscheinlich auch nichts. Salman Rushdie erinnert daran, dass die Meinungsfreiheit ein wichtige Errungenschaft der westlichen Kultur ist, die wir schützen müssen, weil nur in offenen Gesellschaften Entwicklung möglich ist. Selbstbeschränkung aus Rücksicht auf religiöse Gefühle ist bloß Ausdruck von Angst.


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